Interview im General-Anzeiger: Manfred Haferburg liest am 26.8.2014 im Siebengebirgsgymnasium „SIBI“

Interview von Claudia Sülzen mit Manfred Haferburg.

Siehe Bonner General-Anzeiger, Ausgabe Bad Honnef, S. 24

Am 23/24.8.2014 (Wochenendausgabe vom Samstag)

1 FRAGE UND 1 ANTWORT ALS AUSZUG:

>>Gab es Momente während Ihrer Haft, in denen Sie die Hoffnung verloren hatten?<<

>>Haferburg: Die gab es. Am einschneidendsten war eine Situation in Höhenschonhausen. Ich war mit einem jungen Kerl inhaftiert, der angeschossen wurde und sich in einem Schockzustand befand. Ich habe versucht, die Wachen zu überzeugen, einen Arzt zu holen. Als sie das verweigerten, wollte ich die Tür eintreten, bin auf den Wachmann losgegangen. Ich, der ich nie einen Menschen angreifen würde. Ich habe mich selbst nicht erkannt. Und dann der Moment, als die Waffe auf mich gerichtet war und ich dachte, man erschießt mich. Das wünscht man niemandem.<<

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Die Lesung (am Dienstag, 26.8.2014) beginnt um 19:00 Uhr, Eintritt frei. Ort: Aula des Gymnasiums SIBI, Rommersdorfer Str. 78-82, 53604 Bad Honnef

Der Mauerfall vom 9. November 1989 symbolisiert den Anfang vom Ende der deutschen Teilung – und jährt sich in wenigen Wochen zum 25. Mal. An das historische Ereignis erinnern das Städtische Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef, die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und die Buchhandlung Werber mit einer gemeinsamen Veranstaltung.

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Man hat nominiert: Deutscher Buchpreis 2014 /// Longlist ist raus

QUELLE: http://www.deutscher-buchpreis.de/de/810636/ 13.8.2014

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

·        Lukas Bärfuss: Koala (Wallstein, März 2014)

·        Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt (Luchterhand, März 2014,)

·        Antonio Fian: Das Polykrates-Syndrom (Droschl, Februar 2014)

·        Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr (S. Fischer, August 2014)

·        Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch, September 2014)

 ·        Esther Kinsky: Am Fluß (Matthes & Seitz Berlin, August 2014)

·        Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)

·        Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand (Hanser, August 2014)

·        Martin Lechner: Kleine Kassa (Residenz, Februar 2014)

·        Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp, März 2014)

·        Charles Lewinsky: Kastelau (Nagel & Kimche, August 2014)

·        Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt.Berlin, August 2014)

·        Matthias Nawrat: Unternehmer (Rowohlt, März 2014)

·        Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn (Diogenes, Februar 2014)

·        Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp, September 2014)

·        Saša Stanišić: Vor dem Fest (Luchterhand, März 2014)

·        Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper, März 2014)

·        Marlene Streeruwitz: Nachkommen. (S. Fischer, Juni 2014)

·        Feridun Zaimoglu: Isabel (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)

·        Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser (Rowohlt.Berlin, März 2014)

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2014 gehören neben Wiebke Porombka an: Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung), Katrin Hillgruber (freie Kritikerin), Frithjof Klepp (Buchhandlung ocelot, Berlin), Susanne Link (Buchhandlung Stephanus, Trier), Manfred Papst (NZZ am Sonntag) und Annemarie Stoltenberg (NDR Kultur).

Matthias Höltje untersucht den Zusammenhang zwischen Shakespeare und Tarot

Matthias Höltje, geboren in Braunschweig, aufgewachsen in der Lessingstadt Wolfenbüttel, studierte an der Freien Universität in Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Hispanistik.

Er veröffentlichte literaturwissenschaftliche Arbeiten zu Stéphane Mallarmé und Federico García Lorca sind von ihm in den Jahren 2000 und 2004 erschienen. Nun aber hat er sich Shakesperae, den Sonetten und dem Tarot zugewandt.

„Die Entdeckung des lange gesuchten Schlüssels zu Shakespeares Sonetten“, so sagt der Verlag mit des Autors Stimme. Matthias Höltje erklärt ausgiebig und pointiert eine Auswahl aus den Sonetten. Im parallelen Blick auf die Tarotkarten erscheint unvermutet eine dritte Dimension.

Bildlich und wissenschaftlich dargestellt offenbart sich nicht nur eine präzise Vorstellung von Shakespeares hintergründigem Universum, sondern zugleich auch ein zeitloses Kompendium menschlicher und kosmischer Zusammenhänge.

William Shakespeare gilt – sofern man jenen berühmten Namen für alle uns bekannten Veröffentlichungen tatsächlich für eine einzige und dieselbe Person (an)nehmen kann – als überaus universalistisch in den Kosmos des Lebens eindringender Dichter. Aber es ist nicht nur das irdische Tun, welches sich in Gier, Verlangen, Ehrgeiz, Hass, Mord und anderen Abgründen bei ihm wiederfindet … oder welches sich in der Liebe, der Sehnsucht und jener Suche nach Vervollkommnung zeigt.

Da ist auch das, was den Kosmos im Innersten zusammenhält und den Menschen in seinem Schaffen und Tun seit jeher bestimmt, gewiss auch formt … und letztlich natürlich bedingt.

Vermittels des Tarots erschließt sich ein völlig neuer Blick auf Shakespeare, denn die Jahrhunderte alten Weisheiten der Karten spiegeln sich auch in den Sonetten Shakespeares. Es ist eine postmoderne Betrachtung, ja, die Entdeckung einer gänzlich unvermuteten Dimension von Shakespeare, wenn man seine Sonette parallel mit den Wesenheiten des Tarots deutet. Der Autor und Forscher Matthias Höltje geht hier diesen Schritt beispielhaft mit 23 Sonetten und 23 Tarotkarten.

Die bereits abgeschlossenen Studien von Höltje befassten sich dabei schon systematisch mit den ersten 78 Sonetten des Gesamtzyklus und werden auch noch als eine Komplettausgabe erscheinen.

ISBN 978-3-939832-67-6 LINK