Zweite Buchmesse Rheinland-Pfalz 29.5. bis 31.5.2015

>>Zugänge zum Lesen und zum Buch zu schaffen und angesichts immer neuer Speichermedien und Unterhaltungsangebote auch zukünftig sicherzustellen – das sind Anliegen der Buchmesse Rheinland-Pfalz. Vom 29. bis 31. Mai findet diese nach erfolgreicher Premiere im vergangenen Jahr in der Alten Lokhalle in Mainz statt. Auf gut 1.350 m² präsentieren sich rund 70 Verlage, Buchhandlungen sowie branchennahe Institutionen und Gesellschaften mit Bezug zu Rheinland-Pfalz und laden zum „Stöbern, Staunen und Lesen“ ein. Besucherinnen und Besucher jeden Alters erwartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen und musikalischen Einlagen.

„In Mainz – der Wiege des Buchdrucks – lädt die Buchmesse zu einer Entdeckungsreise durch das Literaturland Rheinland-Pfalz ein. Wir haben im Land viele kleinere Verlage, für die das Buch keine beliebige Ware ist. Sie publizieren mit Herzblut und geben auch Autorinnen und Autoren eine Chance, die bei den großen Verlagen vielleicht keine Aussicht auf Veröffentlichung hätten. Als Land haben wir nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein großes kulturpolitisches Interesse daran, dass unsere kleineren Verlage ihre oft bemerkenswerten Publikationen vorstellen können. Mit der Förderung der Buchmesse in Höhe von 20.000 Euro wollen wir genau dies unterstreichen“, sagte die Schirmherrin der Buchmesse, Kultur- und Bildungsministerin Vera Reiß, heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Ministerium, bei der das Programm vorgestellt wurde.

Barbara Jost, die Vorsitzende der Landesgruppe Rheinland-Pfalz im Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverbands Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V., Verlegerin und Pressesprecherin der Buchmesse, ergänzte:  Aufgabe des Börsenvereins ist es, alle Sparten zu berücksichtigen. Deshalb hat es uns im letzten Jahr besonders gefreut, dass die Messe von vielen Buchhändlern  genutzt wurde, um in Mainz abseits des Trubels der großen internationalen Buchmessen bei den hier vertretenen Verlagen zu stöbern. Mit der nun zweiten Buchmesse haben wir den ersten Schritt zu einer jährlich stattfindenden festen Größe im Veranstaltungsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz getan. Wir hoffen, dass wir mit Unterstützung der Medien wieder viele interessierte Besucher in der Alten Lokhalle begrüßen dürfen.

Organisiert wird die Buchmesse im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz von vier rheinland-pfälzischen Verlagen und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V., der die Messe auch finanziell unterstützt. Weitere Sponsoren sind die Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) sowie die Landesregierung. Voraussetzung für die Teilnahme an der Messe ist der Bezug zu Rheinland-Pfalz, etwa durch die Inhalte der Bücher, die Autoren oder den Sitz der Verlage.<<

QUELLE: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

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Autorin Katja Schraml veröffentlicht ersten Roman: „Josef der Schnitzer Stumpf“

Erscheinungstag 12.5.2015, ISBSN 978-3-939832-78-2, 484 Seiten Hardcover

Das Buch handelt von Josef Stumpf in Bayern (und aus Bayern), der sich dann in die große Metropole Berlin aufmacht, um sich dort fern der Sorgen aus der Heimat durchzuschlagen, sein altes Leben zu bewältigen, sein neues Leben zu meistern. Der Tischlergeselle wird dabei zum Schnitzer, der allerlei erlebt und dabei von zwei Erzählstimmen kommentierend beobachtet wird. Alles geschrieben in einem wundersamen und wundervollen, zudem ungewöhnlichen Deutsch. Es geht dabei auch um die Leichen in den Kellern der Menschen. Sowohl in Bayern als auch in Berlin. Wahrhafter Großstadtroman und vollkommener Provinzroman in einem Werk gebündelt.

Verlagstext:

>>1999, 2000. Bayern, Berlin. Der ewig zerrissene Mensch und ein Jahrtausendwechsel. Unser Mann im Pfuhl ist Josef Stumpf, Tischler, arbeitslos, müde von der Enge der überschaubaren Gemeinschaft … stets im Kopf alle berühmt-berüchtigten Leichen seiner Heimat. „Das Dorf“ lebt. Ja, auch das Weib. Die Gemeinschaft fordert die Eingliederung des Individuums, die rest- und bedingungslose Anpassung. Raus muss er da, weg will er: nach Berlin! Hinein in die saugende Metropole.

„Die Stadt“ als Anonymität der Masse – zudem mit einer ganz anderen Sprache. Josef ist nun umso mehr der dialektale Exilant: Er muss ankommen, reinkommen, durchkommen. Was hat zu geschehen, inmitten von Alltags-Verstrickungen um miese Wohnung, starre Arbeitsagentur, laue Bekanntschaften, seltsame Menschen? Die Stadt ist Hamsterin, ewig hungernde Hungrige, Nagerin, Rastlose: Sie packt ihn, nimmt ihn, sie spuckt ihn wieder aus; hat stets noch neue Leichen parat. Der Moloch Berlin. Auch sein Bayern ruft immer wieder. Ist er angekommen? Sünden rufen, Ängste quälen, Ideen locken. Da zieht der Schnitzer von Berlin (alias „Bärlin“), sein Leben improvisierend, durch die Straßen der Großstadt. Einer mehr im Meer.

Im steten Exil das Durchwandern einer möglichen und unmöglichen Existenz. Räume. Welten. Systeme. Der Moder der Gehöfte und der Müll der großen Stadt bilden den stinkenden Urdunst dieses Romans, in dem das Leben sich stetig vor- und wieder rückbewegt, alles verarbeitend, vereinnahmend, Hoffnungen machend, das Scheitern besingend. Aufrappeln, Aufstampfen. Josef will weiter.

In einer ungewohnten, neuartigen und „eigensinnig“ zu nennenden Sprache – voller Witz, Ironie, Tücke und Klugheit – verfolgen zwei Erzählstimmen diesen Helden des Antiheldentums, jenen „Schnitzer“ Josef Stumpf, beim Jahrtausendwechsel 1999/2000 durch Dorf und Stadt. Es rauscht die Provinz und lärmt die Welt. Man spürt was von Untergang, Aufbruch, Dämmerung. Was wird werden? Josef, was tust du nur?<< LINK

LiberBerlin ab 12. Juni 2015

Gemäldegalerie am Kulturforum. Unter dem Motto „Worte werden Bilder – Bilder werden Worte“ stellen rund 70 Verlage, Buchhandlungen und Antiquariate in der Wandelhalle der Gemäldegalerie alte und neue Bücher, Grafiken und Autographen aus.

Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin erklärte zur LiberBerlin: „Das Kulturforum ist eine einzigartige Schatzkammer der Künste und der Bücher. Ein wundervoller Ort für die LiberBerlin und alle, die lesen, schauen und staunen wollen.“

XV. LiberBerlin – 12. bis 14. Juni 2015 in der Wandelhalle der Gemäldegalerie

Die LiberBerlin präsentiert sich 2015 unter dem Motto »Worte werden Bilder – Bilder werden Worte« mit einem neuen, durch Verlage und Buchhandlungen bereicherten Konzept. Auf der LiberBerlin werden wie in den vergangenen Jahren bibliophile Kostbarkeiten wie wertvolle Graphik, Karikaturen, Autographen, Antiquarische Bücher und Ostasiatische Kunst angeboten. Darüber hinaus wird das neue Buch in seiner ganzen Bandbreite vertreten sein: Verlage und Buchhandlungen bieten ihr aktuelles Programm vom klassischen Buch bis zu den digitalen Medien.

Ein umfangreiches Kulturprogramm ergänzt die Verkaufsveranstaltung um zahlreiche Vorträge, Gespräche, Führungen und Diskussionen in fünf Formaten:
LiberBerlinTalk – Prominente Berliner im Gespräch mit Autoren
LiberBerlinArt – Führungen zu bedeutenden Gemälden mit Bezug auf das Motto
LiberBerlinKabinett – Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts
LiberBerlinDigital – Verlage und Buchhandlungen zeigen digitale Services
LiberBerlinKids – Kreatives Arbeiten für Kinder und Jugendliche
LiberBerlinScience – Kunstwissenschaft nicht nur für Wissenschaftler

In enger Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels Berlin-Brandenburg und den Staatlichen Museen

Öffnungszeiten Fr. 13 – 18 Uhr, Sa. / So. 11 – 18 Uhr | Eintritt € 5,-

QUELLE: http://www.liberberlin.de