Binding-Kulturpreis 2016 an Verlag Schöffling & Co.

Aus der Presserklärung:

>>Binding-Kulturpreis 2016: Die Binding-Kulturstiftung ehrt den Verlag Schöffling & Co.

Frankfurt, 23. Februar 2016.

Auch im Jahr 2016 hat die Binding-Kulturstiftung die Ehre, einen Kulturschaffenden des Rhein-Main-Gebietes mit dem Binding-Kulturpreis auszuzeichnen. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis geht dieses Jahr an den Verlag Schöffling & Co. Die feierliche Ehrung findet am Samstag, dem 2. Juli, im Kaisersaal des Römers statt, im Beisein des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann.

Mit dem Frankfurter Verlag Schöffling & Co. wird ein unabhängiges Unternehmen ausgezeichnet, das mit seinem Programm seit über 20 Jahren konsequent auf literarische Qualität und Autorenpflege setzt. Wie bei wenigen anderen Verlagen gehört dazu an zentraler Stelle die Pflege der zeitgenössischen Dichtung.

Der von Klaus Schöffling zusammen mit seiner Frau Ida Schöffling geführte Verlag hat einen Schwerpunkt auf deutschsprachiger Gegenwartsliteratur, unter anderem erscheinen hier Bücher von Ror Wolf, Burkhard Spinnen, Silke Scheuermann, Juli Zeh, Helga M. Novak, Guntram Vesper, Mirko Bonné und Margit Schreiner. Die internationale Literatur ist mit Schriftstellern wie David Albahari, Clarice Lispector, Bora Ćosić und Juan Gabriel Vásquez vertreten.

Klaus Schöffling ist ein exzellenter Kenner der Exilliteratur und hat sich auch mit der Wiederentdeckung vergessener Bücher, darunter Autoren wie Paul Kornfeld, Ulrich Becher und Bernard von Brentano, einen Namen gemacht. Er ist Initiator und Mitbegründer der seit 2010 mit großem Publikumszuspruch durchgeführten Lesereihe „Frankfurt liest ein Buch“. Der Verlag ist zudem als Unterstützer der Frankfurter Poetikvorlesungen aktiv.

„Der Verlag Schöffling & Co. ist ein überregional weithin geachteter Leuchtturm der literarischen Welt, dessen Strahlkraft auch der Stadt Frankfurt Glanz verleiht“, begründet das Kuratorium der Binding-Kulturstiftung seine Entscheidung.
Mit dem Verlag Schöffling & Co. gesellt sich eine weitere hochkarätige kulturschaffende Einrichtung aus der Heimatregion der Binding-Brauerei zu den stets herausragenden Preisträgern der mit 50.000 Euro dotierten Auszeichnung.

Der Binding-Kulturpreis wird in diesem Jahr zum bereits 21. Mal verliehen. Die renommierte Auszeichnung, die über die Region hinaus Aufmerksamkeit und Anerkennung findet, ist ein weiteres gelebtes Bekenntnis der Binding-Brauerei zur Stadt Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet.

Die feierliche Preisvergabe findet am Samstag, dem 2. Juli, um 11 Uhr, im Kaisersaal des Römers statt.

Der Binding-Kulturpreis
Seit 1996, dem Jahr des 125-jährigen Jubiläums der Binding-Brauerei, würdigt die Binding-Kulturstiftung alljährlich Kulturschaffende aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. Die Satzung der als gemeinnützig anerkannten Binding-Kulturstiftung sieht vor, dass mit dem Binding-Kulturpreis herausragende Künstler oder kulturelle Einrichtungen in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet ausgezeichnet werden, deren Wirken und Schaffen über die Region hinaus Aufmerksamkeit und Anerkennung finden. Der mit 50.000 Euro dotierte Binding-Kulturpreis ist einer der höchstdotierten Kulturpreise Deutschlands. Mit dieser wichtigen Förderung der Kulturszene in und um Frankfurt unterstreicht die traditionsreiche Binding-Brauerei einmal mehr ihre enge Verbundenheit zu ihrer Stadt und ihrer Heimatregion.
Die Mitglieder des Kuratoriums:
Musik: Dr. Andreas Bomba (Hessischer Rundfunk)
Literatur: Dr. Ina Hartwig, Hannes Hintermeier (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Bildende Kunst: Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Theater: Peter Michalzik (Frankfurter Rundschau)
Vorsitz: Dr. Christoph Graf Douglas

Die bisherigen Preisträger des Binding-Kulturpreises:
2015 Max Hollein
2014 Verlag der Autoren
2013 Das Jazz-Duo Heinz Sauer und Michael Wollny
2012 Atelier Goldstein
2011  Willy Praml
2010 Dr. Günther Rühle
2009 Das Freie Deutsche Hochstift / Frankfurter Goethe Museum
2008 Heiner Goebbels
2007 Michael Quast
2006 Die Architekturklasse der Städelschule und Professor Ben van Berkel
2005 Literaturhaus Frankfurt e.V.
2004 Professor Dr. Hans Günther Bastian und Karl Rarichs
2003 Die Kernmitglieder der „Neuen Frankfurter Schule“: F.W. Bernstein, Bernd Eilert, Robert Gernhardt,
Peter Knorr, Chlodwig Poth, Hans Traxler und Friedrich Karl Waechter
2002 Die Maler der Quadriga: Karl Otto Götz, Heinz Kreutz, Otto Greis und Bernard Schultze
2001 Stroemfeld-Verlag Frankfurt/Basel
2000 Cäcilien-Chor, Frankfurter Singakademie und Frankfurter Kantorei
1999 Künstlerhaus Mousonturm
1998 Professor Kasper König
1997 Thomas Bayrle, William Cochran, Wolfgang Deichsel
1996 Ensemble Modern<<

 

Ansprechpartner für die Presse
Binding-Brauerei
Claudia Geisler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Darmstädter Landstr. 185
60598 Frankfurt am Main
Tel.: (0 69) 6065 155

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Timo Snow im Hessischen Rundfunk (Marie Malheur)

Der Autor Timo Snow war am 18.2.2016 Gegenstand eines Radioberichtes mit O-Tönen (Originaltönen, darunter Interviewteile mit Snow selbst) auf HR 4 = Hessischer Rundfunk, 4tes Radio-Programm.

WAS SNOW (BE)SCHREIBT:

Abgedrehten Humor … und zugleich dunkelste Abgründe des Menschseins.

Das ist als Lesestoff wie ein Suchtmittel. Knallharte Dialoge, bisweilen in derber und dennoch dem Leben abgeguckter Sprache, garniert mit dem herumirrenden Junkie Frankie, oder „Schneemann und Zwerg“ (das ist ein Drogen-Designer-Duo namens „ß“), zudem Namen wie Punkt Einsboy, Abfuckboy oder Homeboy, dann der Rockerboss (und Zuhälter) Paddy, ein „Fleischmann“, die Nutte Molly … und dazu so manche dralle Flüche.

Die Sprache bietet alles. – Schrägwitziges: »Frankie und Kontrollfähigkeit passten in etwa zusammen wie Lance Armstrong und eine negative Dopingprobe.« Verrücktes: »Alter, siehst im Endeffekt so blass aus, als willst du morgen den Castingboy machen, für nen Vampirfilm.« Gnadenloses: »Doch die meisten setzten alles sofort auf eine Karte. Sie lutschten den Herren das Hirn aus dem Schädel, ließen sich sämtliche Löcher stopfen und versuchten so, sich die Geilheit der Männer zunutze zu machen und sie mit ihrer dargebotenen und von den meisten nie erlebten Hemmungslosigkeit zu infizieren. Unprofessionelle Nutten war der Überbegriff dieser von ihm favorisierten Gruppe. Und eine Frau dieser Gruppe saß ihm nun gegenüber, das war so sicher wie Samen in der Kirche.«

 

Annette Pehnt bekommt Huch-Poetik-Dozentur

QUELLE: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/143010100000340225.html

Die Schriftstellerin Annette Pehnt erhält für ihren Roman „Chronik der Nähe“ den Preis der Ricarda-Huch-Poetik-Dozentur für Frauen und Gender in der literarischen Welt 2016. Der Preis wird von der Stadt Braunschweig, der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften der Technischen Universität Carolo Wilhelmina Braunschweig, dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies (BZG) und dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der Technischen Universität Braunschweig gestiftet und umfasst ein Preisgeld von 7.000 € sowie einen dotierten Lehrauftrag im Sommersemester 2016.

Die Begründung der Jury: Annette Pehnt erfindet Sujets, Geschichten, Handlungen, die zugleich einfach und phantastisch sind. Ihre Werke – Romane, Kurzerzählungen, knappe, zwischen Poesie und Lyrik oszillierende Texte – thematisieren Grenzen, die befragt, beschritten und überschritten werden. Die Texte haben eine große „Tiefenschärfe“ und sind im besten Sinn (Ver)dichtungen. Sie siedeln im konkreten Nirgendwo zwischen Prosa und Lyrik, zwischen dem Imaginären und dem Realen. Einige Werke artikulieren „große“ und scheinbar ewige Fragen menschlichen Lebens, andere aktuelle und sehr gegenwärtige Themen wie etwa Mobbing oder die universitäre Bildung in Zeiten der Bologna-Reform. Wenn es bei Annette Pehnt um Köperliches geht, ergibt sich fast zwanglos ein Überschreiten – oder vielleicht besser „Überschreiben“- von traditionell vergeschlechtlichenden Denk- und Wahrnehmungsgrenzen – so etwa in ihrem Kurztext „Ich plane eine Häutung“.

…………………………..

Die Jury • Prof. Dr. Gerd Biegel (Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig) • Dr. Annette Boldt-Stülzebach (Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, Abteilung Literatur und Musik im Fachbereich Kultur) • Dr. Hilde Gahl, Braunschweig • Kristina Maidt-Zinke (DIE ZEIT) • Prof. Dr. Jan Röhnert (Heyne-Juniorprofessur für neuere und neueste Literatur in der technisch-wissenschaftlichen Welt, Institut für Germanistik der TU Braunschweig) • Prof. Dr. Bettina Wahrig (Technische Universität Braun, Braunschweig, Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte)

Autor Roger Willemsen erlag dem Krebs am 7.2.2016

>>Wir trauern um Roger Willemsen

Die S. Fischer Verlage trauern um Roger Willemsen. Der Schriftsteller und Publizist ist am 7. Februar 2016 im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Wentorf bei Hamburg gestorben.

Dr. Jörg Bong, Verlegerischer Geschäftsführer der S. Fischer Verlage: „Wir verlieren nicht bloß einen außergewöhnlichen, brillanten Autor, einen der zentralen Intellektuellen Deutschlands, einen außerordentlichen Kämpfer für die Menschen – sondern auch einen engen Freund. Das Werk von Roger Willemsen gehört zum Kern unseres Verlages. Zum Kern unserer Identität.“<<

QUELLE: http://www.fischerverlage.de 8.2.2015

15 Nominierte: PREIS DER LEIPZIGER BUCHMESSE 2016

Die Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hat aus den insgesamt 401 Werken, die von 113 Verlagen eingereicht wurden, jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den renommierten Preis nominiert:

Kategorie Belletristik:

• Marion Poschmann: „Geliehene Landschaften – Lehrgedichte und Elegien“ (Suhrkamp)

• Roland Schimmelpfennig: „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ (S. Fischer)

• Nis-Momme Stockmann: „Der Fuchs“ (Rowohlt)

• Heinz Strunk: „Der goldene Handschuh“ (Rowohlt)

• Guntram Vesper: „Frohburg“ (Schöffling & Co.)

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

• Werner Busch: „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“ (C.H. Beck)

• Jürgen Goldstein: „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ (Matthes & Seitz)

• Ulrich Raulff: „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung“ (C.H. Beck)

• Christoph Ribbat: „Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ (Suhrkamp)

• Hans Joachim Schellnhuber: „Selbstverbrennung: Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ (C. Bertelsmann)

Kategorie Übersetzung:

• Kirsten Brandt: übersetzte aus dem Katalanischen „Flüchtiger Glanz“ von Joan Sales (Hanser)

• Brigitte Döbert: übersetzte aus dem Serbischen „Die Tutoren“ von Bora Ćosić (Schöffling & Co.)

• Claudia Hamm: übersetzte aus dem Französischen „Das Reich Gottes“ von Emmanuel Carrère (Matthes & Seitz Berlin)

• Frank Heibert: übersetzte aus dem Englischen „Frank“ von Richard Ford (Hanser Berlin)

• Ursula Keller: übersetzte aus dem Russischen „Eine Straße in Moskau“ von Michail Ossorgin (Die Andere Bibliothek)

QUELLE: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/de/

E-BOOK von Timo Snow erschienen: Marie Malheur

Seit dem 1.2.2016 ist offiziell auch das E-BOOK erschienen, zu „Marie Malheur und das große Mundwerk“, es wird sukzessive auf allen wichtigen Plattformen in und um Deutschland erscheinen. (Das Papierbuch liegt seit 18.1.2016 bereits vor.)

Diese Pechmarie = Marie, diese junge Frau, eine Waise und Ex-Heimbewohnerin zudem, der auch in H-Town irgendwie alles misslingt. »Warum kann ich die Zeit nicht einfach ein paar Stunden zurückdrehen oder anhalten, nur dieses eine Mal?«, so fleht sie. Wieder mal steckt sie voll im Schlamassel – auch jetzt wieder, in diesem überaus schrägen und darüber hinaus so aufwühlend-seltsamen Undergroundroman über »Miss Malheur«.

Die rothaarige Marie hat zweifelsfrei verkackt und ist sich inzwischen darüber im Klaren, dass sie Hilfe braucht. Drogen wie MutterNatur 500 mg und ihr elendiger Job als Zahnarzthelferin in der für sie ganz neuen Stadt – bei dem 1,65-Mann Dr. Zieher (und jener ist gerne im »Stylo« = Etablissement mit diversen »Blind Da- tes« zu Gast) – reißen sie in den Strudel von Begebenheiten, die den Roman zu einem Spiel von so manchen Ups, aber eher sauvielen Downs machen.

Der Bulle Hubertus Knife, zugleich Lover der aufregenden Agathe Look, wird folglich zur Behandlung kommen, dem Marie dann auch mal so richtig „das Maul stopft“: also die Zähne eingipst, bis er den Mund nicht mehr aufbekommt. – Ach, diese Marie: »In jedem gelebten Moment lauert die Gefahr und wartet auf einen Fehler von dir.« So eine Mahnung des Autors aus dem Prolog. Nach diesem wild wirbelnden Roman, der sich in einem vollkommen skurrilen Panoptikum austobt, weiß man sehr genau, warum man „verdammt noch mal“ mehr von »Timo Snow« (des Autors Künstlername) lesen will.

Diese ungewohnte Mischung aus abgedrehtem Humor und zugleich dunkelsten Abgründen des Menschseins ist als Lesestoff wie ein Suchtmittel. Knallharte Dialoge, bisweilen in derber und dennoch dem Leben abgeguckter Sprache, garniert mit dem herumirrenden Junkie Frankie, oder „Schneemann und Zwerg“ (das ist ein Drogen-Designer-Duo namens „ß“), zudem Namen wie Punkt Einsboy, Abfuckboy oder Homeboy, dann der Rockerboss (und Zuhälter) Paddy, ein „Fleischmann“, die Nutte Molly … und dazu so manche dralle Flüche.

 

 

Amazon mit bald 300 bis 400 Buchläden

QUELLE: dpa /// „Wall Street Journal“ Mittwoch, 03.02.2016

Amazon will angeblich 300 bis 400 Buchläden eröffnen.

Das geht aus Äußerungen des Chefs eines großen US-Betreibers von Einkaufszentren hervor. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte Sandeep Mathrani vom Unternehmen General Growth Properties, Amazon wolle 300 bis 400 Buchläden eröffnen.

„Amazon eröffnet stationäre Buchhandlungen, und das Ziel ist, wie ich gehört habe, 300 bis 400 davon zu eröffnen.“

Woher der Manager diese Angaben hat, sei unklar, so Wall Street Journal, möglicherweise habe er direkt mit dem zuständigen Immobilien-Manager von Amazon gesprochen.

Weder Amazon noch der Center-Betreiber wollten dies gegenüber dem „WSJ“ kommentieren.

Sollte Amazon den Plan realisieren, wäre AMAZON die zweitgrößte US-Buchkette, nach Barnes & Noble (rund 640 Geschäfte) und noch vor Books-A-Million (255).