Paul Brauhnert erschuf Graphic Novel über das Militärgefängnis Schwedt

„Komm‘ Se, komm‘ Se, Strafgefangener“ – so der Titel der Graphic Novel von Paul Brauhnert.

UNTERZEILE: „Der Militärstrafvollzug Schwedt. Ein Gefängnis für junge Seelen“.

48 Seiten. Erscheint im Mai 2016.

Paul Brauhnert, Autor und Künstler, hat schon an mehreren Publikationen zu dem Militärgefängnis in Schwedt mitgewirkt.

Nun aber der Versuch, alles in einer Graphic Novel, also einer Erzählung in Bildern, umzusetzen.

Am 27. Mai 2016 wird das Werk der Öffentlichkeit präsentiert.

Brauhnert ist dazu nochmals in seine eigene Vergangenheit als Strafgefangener dort eingetaucht.

Die Buchpräsentation passiert im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Schwedt.

Die Ausstellung nennt sich „NVA-Soldaten hinter Gittern. Der Armeeknast Schwedt als Ort der Repression“.

Dabei geht es neben allgemeinen Informationen über das Militär im Sozialismus, die Nationale Volksarmee, die Militärjustiz und der militärischer Strafvollzug als Teile des Repressionsapparates im SED-Staat natürlich um die geschichtliche Entwicklung des ehemaligen Objektes der NVA. Welche Vorläufer von „Schwedt“ gab es? Der Militärstrafvollzug in der DDR befand sich von 1954 bis 1968 im „Dreckloch Berndshof“ und wurde dann nach Schwedt verlegt. Dort befand sich ein ziviles Haftsarbeitslager, in dem Sträflinge von 1964 bis 1968 für den sozialistischen Aufbau arbeiteten.

In der Ausstellungen werden der Alltag der Militärstrafgefangenen und Strafarrestanten im Militärgefängnis des Ministeriums des Innern in Schwedt/Oder vorgestellt und die Strukturen, die Organisation und das Personal im Militärgefängnis Schwedt von 1968 bis 1981 untersucht. Dann eine Wechsel des Verantwortungsbereiches: 1982 entstand die Disziplinareinheit (DE) des Ministeriums für Nationale Verteidigung. Nun hieß es „Ab nach Schwedt!“ mit und ohne Gerichtsurteil.

Die Bediensteten der Disziplinareinheit verstanden sich als „Erzieher“ in NVA-Uniform. Das „System Schwedt“ bestand aus Schleifen und Schuften, Bespitzelung und „Rotlichtbestrahlung“. Aus politischen Gründen wurden „Staatsfeinde“, Waffen- und Wehrdienstverweigerer eingesperrt. Die Rückkehr und das Nachdienen in der Truppe waren von Schweigen geprägt, das Zurückkehren in den sozialistischen Alltag von Verdrängen und dem Versuch, die Schwedter Zeit zu vergessen. Am Funktionieren der Einrichtung war auch die Stadt Schwedt und ihre Betriebe beteiligt.

1989/90 legten die Disziplinarbestraften die Arbeit nieder. Dann folgte die Auflösung und Abwicklung der Disziplinareinheit.

27.5.2016 ist die Eröffnung der Ausstellung und die Präsentation der Graphic Novel von Paul Brauhnert.

Ab 17: 00 Uhr im Stadtmuseum.

Jürgen Polzehl

Bürgermeister der Stadt Schwedt/Oder

Dr. Sabine Kuder

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Martin Gorholdt

Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft,

Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Anke Grodon

Leiterin der Städtischen Museen

und des Stadtarchivs Schwedt/Oder

Musik Tino Eisbrenner

Verein DDR-Militärgefängnis Schwedt e.V.

Präsentation

ab 19: 00 Uhr im „Kosmonaut“

Konzert Tino Eisbrenner und Alejandro Soto Lacoste

Advertisements

Lotte Mohn-Waldmann mit „Geschichten vom Dibidu“

Die Autorin Lotte Mohn-Waldmann hat ihr viertes Buch vorgelegt. Es sind die Geschichten eines Wichtelzwerges namens Dibidu, welcher auf einem Motorrad durch den Wald fährt und dann überall zur Hilfe eilt, als eine Art Arzt und Freund der Tiere.

>>Im Schönwald gibt es ab und an Probleme. Was für ein Glück, dass unser Held Dibidu, der Wichtelzwerg, immer wieder mit seinem Motorrad zu Hilfe kommen kann! Die Eule Mira und Max, der Dachs, und viele andere stehen ihm dabei treu zur Seite. Manchmal geht es im Wald auch bunt und munter zu, so dass der Schönwald vor Freude lacht.<<

>>Lotte Mohn-Waldmann ist eine durch und durch routinierte Erzählerin. Nach einem Familienroman, einer in Ulm spielenden Kinder-Monster-Geschichte und einem Kinderkrimi folgt nun ihr viertes Werk: Geschichten vom Dibidu. Dibidu ist ein Wichtelzwerg, den alle, die ihn bereits kennen, lieben … und den alle anderen – nach dem Lesen des Buches – sicher ebenfalls lieben werden.<<

Das Buch ist vierfarbig gedruckt und beinhaltet einige Farbfotos. Es soll gelten für:

1. Alle Menschen und Kinder, die gerne Phantasievolles lesen.
2. Alle Menschen und Kinder, die gerne als Hauptfigur einen Wichtelzwerg aus dem Wald mögen.
3. Alle Menschen und Kinder, die gerne Bücher lesen, die sich im Wald und mit den Tieren abspielen.
4. Alle Menschen und Kinder, die gerne Kinderbücher mögen.
5. Alle Menschen und Kinder, die gerne Geschichten lesen, die gut ausgehen.
6. Alle Menschen und Kinder, die gerne den Kindern oder Enkeln Schönes für die Nacht vorlesen.
7. Alle Menschen und Kinder, die gerne davon hören wollen, wie allen erfolgreich geholfen wird.
8. Alle Menschen und Kinder, die gerne haben, dass sich die Dinge zum Guten ordnen.
9. Alle Menschen und Kinder, die sich gerne auch einen Wichtelzwerg auf dem Motorrad vorstellen können.
10. Alle Menschen und Kinder mit Humor und großer, freundlicher Lebensgüte.

Anita Djafari ist BücherFrau des Jahres 2016

QUELLE: Presserklärung der BücherFrauen.

Die BücherFrauen e.V./Women in Publishing wählten Anita Djafari zur BücherFrau des Jahres und ehren mit der Auszeichnung ihr unermüdliches Engagement für die Förderung und Vermittlung der Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt.

Mit Anita Djafari, Geschäftsleiterin von Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V. und Chefredakteurin der Zeitschrift LiteraturNachrichten Afrika-Asien-Lateinamerika, wählten die BücherFrauen eine »unermüdliche Netzwerkerin, die ihre Projekte mit unbändiger Energie und viel Herzblut vorantreibt«. Anita Djafari vernetzt das deutsche Lesepublikum mit den Teilen der Welt, in denen es noch viel zu entdecken gilt, wie es in der Nominierung heißt. Diese »weißen Flecken der literarischen Welt« zumindest kleiner werden zu lassen, »Literatur über Grenzen hinweg zu vermitteln und Horizonte zu erweitern«, treibe sie an.

Anita Djafari studierte Germanistik und Anglistik und arbeitete bei den Verlagen Qumran und Antje Kunstmann. 1986 gründete sie in Frankfurt ihre eigene Buchhandlung Neue Horizonte mit dem damals sogenannten Schwerpunkt Dritte-Welt-Literatur, die sie mehrere Jahre leitete. Sie lebte drei Jahre in Peru, war nach ihrer Rückkehr nach Frankfurt von 1992 bis 2006 als freiberufliche Übersetzerin und Literaturvermittlerin tätig und organisierte 2005 und 2006 die Auftritte der Ehrengastländer Korea und Indien auf der Frankfurter Buchmesse.

Seit 1980 ist sie ehrenamtlich für Litprom aktiv, ab 2006 dann festangestellt. Sie vermittelt Autorinnen und Verlage, sucht und findet Übersetzer, Gutachterinnen und nicht zuletzt Geldgeber für Übersetzung und Veröffentlichung von Werken zeitgenössischer Autorinnen und Autoren aus Afrika, Asien und Lateinamerika im deutschsprachigen Raum. 2007 übernahm sie die Chefredaktion der Zeitschrift LiteraturNachrichten und wurde 2009 Geschäftsleiterin von Litprom.

Ihr Engagement ist vielfältig: Neben regelmäßigen Litprom-Aktivitäten rief sie das Festival Litprom Literaturtage ins Leben, das jährlich eine Weltregion in den Fokus rückt. Für den von ihr mitbegründeten Autorinnen-Literaturpreis LiBeraturpreis machte sie sich stark und sicherte das Fortbestehen dieses seit 30 Jahren bestehenden Preises. Sie ist Herausgeberin der Litprom-Bestenliste Weltempfänger und organisiert seit 2010 das Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung – Weltempfang mit seinem umfangreichen Programm auf der Frankfurter Buchmesse.

»Ohne Anita Djafaris Engagement, ihre Überzeugungsarbeit, ihre Beharrlichkeit, ihren Sachverstand und ihre langjährige Erfahrung wäre das kulturelle Leben Deutschlands, wenn nicht der ganzen Welt, ein ganzes Stück ärmer.« Dieser Satz aus der Nominierung scheint nicht übertrieben.

Besonders stolz ist Anita Djafari darauf, dass die von ihr 1989 in Peru gegründete Sprachschule bis heute besteht und sich gut entwickelt.

Und nicht zuletzt ist Anita Djafari seit 2002 Mitglied bei den BücherFrauen e. V./Women in Publishing und war lange Zeit Städtesprecherin der Frankfurter Regionalgruppe.

Die Auszeichnung überraschte Anita Djafari kurz vor ihrem Abflug zur Buchmesse in Teheran: »Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, auch und vor allem weil sie ein Licht auf unsere wichtige Arbeit wirft. Nie fand ich sie wertvoller als heute, wo das Schüren von Angst und Ressentiments gegen Fremde so leicht zu sein scheint. Wir halten dagegen, weil wir fest daran glauben, dass Literatur aus aller Welt zum gegenseitigen Verständnis beitragen kann. Diese Auszeichnung gibt uns Wind unter die Flügel, dafür bedanke ich mich herzlich.«

Die Laudatio und offizielle Ehrung von Anita Djafari als BücherFrau des Jahres 2016 erfolgt während der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Genauer Zeitpunkt und Ort werden noch bekanntgegeben.

Kontakt: presse(at)buecherfrauen.de

Katja Schraml und ihr Kurzhörspieltext auf den 14. Leipziger Hörspieltagen

Ein Text der Autorin Katja Schraml wird (mit 9 weiteren von 9 anderen Autoren/-innen) am 15. Juli 2016 szenisch gelesen, aber 1 Jahr später auch als umgesetztes Hörspiel aufgeführt.

LEIPZIGER HÖRSPIELSOMMER
14. Leipziger Hörspielsommer vom 8. bis 17. Juli 2016

Richard-Wagner-Hain

Die 10 ausgewählten Hörspiel-Manuskripte werden zudem ein Jahr später, im Sommer 2017, von Studentinnen und Studenten der Weimarer BAUHAUS-Universität dann beim Hörspielsommer aufgeführt. Dann wird auch ein/e PreisträgerIn ermittelt.

>>Der Leipziger Hörspielsommer ist eines der bundesweit bedeutendsten Foren für Hörspielkunst. Ausgerichtet vom Hörspielsommer e.V. findet das zehntägige, eintrittsfreie Festival seit 2003 in Leipzig statt. Veranstaltungsort ist der zentrumsnahe Richard-Wagner-Hain, der mehrere tausend Besucherinnen und Besucher fasst.<>Jedes Jahr im Juli macht das Festival als Publikumsveranstaltung, Newcomer-Plattform und Treffpunkt der Hörspielszene von sich reden. Mit seinem repräsentativen Überblick über die aktuelle Hörspielproduktion des deutschsprachigen Raumes hat sich das Open-Air in den letzten dreizehn Jahren zu einer festen Größe im Festivalkalender entwickelt.<<

BERLIN VERLAG: Nur noch Hardcover bleiben

Wie die Zeitung „DIE WELT“ (29.04.16) berichtet, steht dem Berlin Verlag ein heftiger Einschnitt bevor. (Sitz: Hedemannstraße 14, 10969 Berlin) Gründer des Berlin Verlags waren Arnulf Conradi, Elisabeth Ruge, Veit Heinichen

Das 1994 gegründete Unternehmen BERLIN VERLAG gibt Herstellung, Vertrieb und Marketing fortan an PIPER ab.

Die Aufgaben werden also künftig von demjenigen Piper Verlag in München übernommen, dem der Berlin Verlag seit seiner Übernahme durch die schwedische Verlagsgruppe Bonnier im Jahr 2012 organisatorisch zugeordnet ist.

Verlag und Betriebsrat werden über einen Sozialplan verhandeln.

Im Zuge der Neustrukturierung schrumpft auch das Programm.

Die Taschenbuchsparte wird nun aufgegeben und inhaltlich fortan von Piper weitergeführt.

Das auf Unterhaltungsliteratur spezialisierte Imprint Bloomsbury Berlin wird sogar eingestellt.

In Berlin verbleiben demnach Lektorat und Presse, die sich künftig auf das Hardcover-Programm in den Bereichen Belletristik und Sachbuch konzentrieren.

Magazin „move36“ berichtet über Autor Timo Snow

FULDAER AUTOR TIMO SNOW
VERÖFFENTLICHT UNDERGROUND-ROMAN

Willkommen in Absurdistan

Artikel von K. Nico Bensing

H-Town – eine Stadt, die das komplette Gegenteil dessen ist, was landläufig auch nur annähernd als normal oder bürgerlich bezeichnet werden kann: Die Charaktere in dieser fiktiven Welt überbieten sich mit Skurrilitäten, die Dialoge sind zuweilen verrückt, manchmal bissig oder gar abartig, und die Geschichte, die alles zusammen hält, sprüht vor kreativem Unsinn. Dennoch dürfte nicht jedem gefallen, was der Hat- tenhofer Autor Timo Snow da in seinen Underground-Roman „Marie Malheur und das große Mundwerk“ gepresst hat. […]

Ganzer Artikel in der MOVE|36, Ausgabe Mai 2016, Seite 50 und 51