„Stark-Sturm“ (Roman) handelt auf Fuerteventura und erinnert dennoch auch an Camus‘ „Der Fremde“

Die Autorin Alissa Carpentier hat sich mit einem besonderen Projekt 2016 zur Veröffentlichung geschrieben. Das Buch spielt erst in Düren und in der Hauptstrecke auf Fuerteventura (und auch noch auf Lanzarote).

Der Roman greift Ideen von Camus‘ „Der Fremde“ auf, diskutiert manches aber anders … und das Setting ist mit im Vordergrund agierenden Frauen … statt wie bei Camus Männern … und zudem spanischen Inseln, bei Afrika gelegen, statt Algerien auch sehr anders.

Also: Camus und dann doch nicht Camus. Dennoch spricht die Autorin von einer „Hommage an A.C.“. Allerdings heißt die Autorin selber Alissa (A) Carpentier (C), sodass man am Ende nicht weiß, was man von allem halten soll.

Ein Spiel?

Zudem ergibt sich noch echte Spannung, sodass man von einem „Kriminalen Roman“ sprechen kann.

HANDLUNGSABRISS: Verdammt mulmig: Claire, eine Floristin aus Düren, eine Frau von satten 37 Jahren, alleinstehend, verwaist, echt einsam, ein durchaus besonderer Mensch, aber bisweilen regelrecht eigenartig, hier und da im Kopfe zudem noch inselbegabt … ja, diese Claire verreist nun ganz allein nach Fuerteventura.

Ein Flug. Die erste richtig große und weite Reise ihres Lebens wird zu einem Abenteuertrip schlimmster Ereignisse.

Sicher, sie lernt diese Elfi kennen, aber dunkle Vorahnungen liegen über allem, was dort an den Stränden und auf den Wassern geschehen könnte.

Sind die Einwohner von Fuerteventura ihr wohlgesonnen? Was will dieser verdammte Wind? Wozu sind diese klotzigen Strandburgen aus Stein? Warum erscheint auf einmal dieser Skipper im Leben der Neu-Freundinnen? Oder sind es Konkurrentinnen?

Für alles kann nur Fuerteventura selbst die Antwort geben, vielleicht auch der Geist von jenem großen Franzosen Albert Camus, der in diesem spannenden, nachdenklichen, lebensphilosophisch geprägten und auch höchst verunsichernden Buch absichtsvoll und sehr vielfältig mitschwingt.

Eine literarische Hommage an A.C. und zugleich ein für sich stehender kriminaler, wenn nicht gar „kriminell“ aufregender Roman.

Auch ein ultimatives Fuerteventura-Buch (und zusätzlich 45 Zeichnungen aus der Hand der Autorin.)

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Schweizer Buchpreis 2016 an Christian Kracht

QUELLE: http://www.schweizerbuchpreis.ch

Schweizer Buchpreis zum neunten Mal in Basel vergeben

Christian Kracht gewinnt den Schweizer Buchpreis 2016

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Christian Kracht für den Roman „Die Toten“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag). Die Jury würdigt das Buch als „eine Hommage an die Ära des Stummfilms. Filmisch ist auch seine Sprache: mit grossem Gespür für Perspektiven, Details und Kontraste. Krachts Kameraauge fokussiert den vordergründigen Kulturbetrieb wie den Hintergrund des aufziehenden Totalitarismus.“ Die Jury erkennt darin „eine gelungene Verknüpfung von grossem literarischen Können mit einer hellsichtigen Diagnose unserer Gegenwart.“

Christian Kracht erhält dafür 30‘000 Franken, die weiteren Nominierten je 2‘500
Franken. Die Preisverleihung fand im Theater Basel vor rund 400 Gästen statt und wurde von Radio SRF2 Kultur live übertragen.
„Die Toten“ ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 83 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat.

Die weiteren Nominierten waren: Sacha Batthyany mit
„Und was hat das mit mir zu tun?“ (Kiepenheuer & Witsch Verlag), Christoph Höhtker mit „Alles sehen“ (Ventil
Verlag), Charles Lewinsky mit „Andersen“ (Nagel & Kimche Verlag) und Michelle Steinbeck mit „Mein Vater war
ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch“ (Lenos Verlag).

Mitglieder der Jury für den Schweizer Buchpreis 2016 waren: Urs Bugmann (Literaturkritiker), Susanna Petrin
(Kulturredaktorin BZ Basel), Esther Schneider (Redaktionsleiterin Literatur SRF, NEU), Philipp Theisohn
(Förderprofessor für Neuere deutsche Literatur am Deutschen Seminar der Universität Zürich, NEU) und
Martina Tonidandel (Buchhändlerin und Geschäftsführerin Schuler Bücher AG Chur, NEU). Die Expertenjury
wird regelmässig personell erneuert.
Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2016 waren deutschsprachige literarische und essayistische
Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, die zwischen Oktober 2015 und
September 2016 erschienen sind.

Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und
gekauft werden. Inzwischen hat sich der Schweizer Buchpreis als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen der Deutschschweiz etabliert und geniesst über die Landesgrenzen hinaus Beachtung.
Finanziell unterstützt wird der Schweizer Buchpreis 2016 vom Schweizer Bücherbon sowie der Forlen-Stiftung.

Weitere Auskünfte:
Su s an n a  Pet r i n  (J u r ysp re ch e r in ):   + 41   79   46 9  0 1  6 5
Kat ri n   Ec ker t  (GL  L iteratu r Ba se l ,  Co- Ge sch äft sf üh re r i n  Schwe ize r   Bu chp re is):   +4 1   78   89 2  3 6  4 7
D an i  L and o lf   (GF   S BV V,  Co – G e sch äf t sfü hre r  Schwe i ze r   Bu chp re is):   +4 1   79   40 6  2 1  6 8
BuchBasel  |  Literaturhaus Basel  |  Schweizer Buchpreis
LiteraturBasel  |  Theaterstrasse 22  |  CH-4051 Basel
Telefon +41 61 261 29 50  |  info ÄTT schweizerbuchpreis.ch  |  http://www.schweizerbuchpreis.ch

Büchnerpreis 2016 = Georg-Büchner-Preis 2016 … an Marcel Beyer

QUELLE: http://www.deutscheakademie.de = Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

Marcel Beyer

Schriftsteller
Geboren 23.11.1965
Mitglied seit 2009

Georg-Büchner-Preis 2016
Laudatio von Anke te Heesen
Dankrede von Marcel Beyer
Urkundentext

Seine Texte widmen sich der Vergegenwärtigung deutscher Vergangenheit mit derselben präzisen Hingabe, mit der sie dem Sound der Jetztzeit nachspüren.

Jurymitglieder
Juryvorsitz: Präsident Heinrich Detering
Vizepräsidenten Aris Fioretos, Wolfgang Klein, Gustav Seibt, Beisitzer László Földényi, Michael Hagner, Felicitas Hoppe, Per Øhrgaard, Ilma Rakusa, Nike Wagner

 

Deutsche Akademie
für Sprache und Dichtung

Glückert-Haus
Alexandraweg 23
64287 Darmstadt

Telefon: +49 (0)6151 4092-0

PREISTRÄGER SEIT 1974. (Der erste wurde bereits 1923 verliehen.)

 

  • 1974: Hermann Kesten (1900–1996)
  • 1975: Manès Sperber (1905–1984)
  • 1976: Heinz Piontek (1925–2003)
  • 1977: Reiner Kunze (* 1933)
  • 1978: Hermann Lenz (1913–1998)
  • 1979: Ernst Meister (1911–1979), postum
  • 1980: Christa Wolf (1929–2011)
  • 1981: Martin Walser (* 1927)
  • 1982: Peter Weiss (1916–1982), postum
  • 1983: Wolfdietrich Schnurre (1920–1989)
  • 1984: Ernst Jandl (1925–2000)
  • 1985: Heiner Müller (1929–1995)
  • 1986: Friedrich Dürrenmatt (1921–1990)
  • 1987: Erich Fried (1921–1988)
  • 1988: Albert Drach (1902–1995)
  • 1989: Botho Strauß (* 1944)
  • 1990: Tankred Dorst (* 1925)
  • 1991: Wolf Biermann (* 1936)
  • 1992: George Tabori (1914–2007)
  • 1993: Peter Rühmkorf (1929–2008)
  • 1994: Adolf Muschg (* 1934)
  • 1995: Durs Grünbein (* 1962)
  • 1996: Sarah Kirsch (1935–2013)
  • 1997: H. C. Artmann (1921–2000)
  • 1998: Elfriede Jelinek (* 1946)
  • 1999: Arnold Stadler (* 1954)
  • 2000: Volker Braun (* 1939)
  • 2001: Friederike Mayröcker (* 1924)
  • 2002: Wolfgang Hilbig (1941–2007)
  • 2003: Alexander Kluge (* 1932)
  • 2004: Wilhelm Genazino (* 1943)
  • 2005: Brigitte Kronauer (* 1940)
  • 2006: Oskar Pastior (1927–2006), postum
  • 2007: Martin Mosebach (* 1951)
  • 2008: Josef Winkler (* 1953)
  • 2009: Walter Kappacher (* 1938)
  • 2010: Reinhard Jirgl (* 1953)
  • 2011: Friedrich Christian Delius (* 1943)
  • 2012: Felicitas Hoppe (* 1960)
  • 2013: Sibylle Lewitscharoff (* 1954)
  • 2014: Jürgen Becker (* 1932)
  • 2015: Rainald Goetz (* 1954)
  • 2016: Marcel Beyer (* 1965)