Der große Philip Roth starb

Geboren am 19. März 1933 in Newark, New Jersey. Gestorben am 22. Mai 2018

Die Werke/Werkliste laut WIKIPEDIA m 23.5.2018

1958: The Conversion of the Jews. (dt. Die Bekehrung der Juden, übersetzt von Herta Haas), in: Goodbye, Columbus. (dt. von Herta Haas, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1962, ISBN 3-499-12210-3 (NA))
Neuauflage 2010: Hanser, München, ISBN 978-3-446-23065-1.
1959: Goodbye, Columbus. (dt. von Herta Haas, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1962, ISBN 3-499-12210-3 (NA))
Neuauflage 2010: Hanser, München, ISBN 978-3-446-23065-1.
1959: Eli, the Fanatic. (dt. Eli, der Fanatiker, übersetzt von Herta Haas), in: Goodbye, Columbus. (dt. von Herta Haas, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1962, ISBN 3-499-12210-3 (NA))
1962: Letting Go. (Anderer Leute Sorgen, dt. von Paul Baudisch, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1965)
1967: When She Was Good. (Lucy Nelson oder Die Moral, dt. von Gisela Günther, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1985, ISBN 3-498-05670-0)
1969: Portnoy’s Complaint. (Portnoys Beschwerden, dt. von Kai Molvig, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1970, ISBN 3-499-11731-2, Portnoys Beschwerden, dt. von Werner Schmitz (Neuübersetzung), Hanser, München 2009, ISBN 978-3-446-23401-7)
1971: Our Gang Starring Tricky and His Friends. (dt. Unsere Gang. Die Story von Trick E. Dixon und den Seinen, dt. von Irene Ohlendorf, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1972, ISBN 3-499-25010-1)
1972: The Breast. (Die Brust, dt. von Kai Molvig, Hanser, München 1979, ISBN 3-446-12722-4)
1973: The Great American Novel. (dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 2000, ISBN 3-446-19919-5)
1974: My Life As a Man. (Mein Leben als Mann, dt. von Günter Panske, Kellner, Hamburg 1990, ISBN 0-8050-1322-9 (NA))
Neuauflage 2007: Hanser, München, ISBN 978-3-446-20765-3.
1975: Reading Myself And Others. Essays.
2001: erweiterte Ausgabe (Eigene und fremde Bücher, wiedergelesen, dt. von Bernhard Robben, Hanser, München 2007, ISBN 978-3-446-20924-4) (ISBN 0-679-74907-1 (NA))
1977: The Professor of Desire, (Professor der Begierde, dt. von Werner Peterich, Hanser, München 1978, ISBN 3-499-22285-X, Vorstellung des Romans in deutscher Sprache)

Die Zuckerman-Trilogie plus Epilog

1979: The Ghost Writer. (Der Ghost Writer, dt. von Werner Peterich, Hanser, München 1980, ISBN 3-499-12290-1)
1981: Zuckerman Unbound. (Zuckermans Befreiung, dt. von Gertrud Baruch, Hanser, München 1982, ISBN 3-499-12305-3; DDR-Ausgabe: Der entfesselte Zuckerman, gleiche Übersetzung, Volk und Welt, Berlin 1982)
1983: The Anatomy Lesson. (Die Anatomiestunde, dt. von Gertrud Baruch, Hanser, München 1986, ISBN 3-446-14212-6)
1985: Epilogue: The Prague Orgy. (Die Prager Orgie. Ein Epilog, dt. von Jörg Trobitius; Hanser, München 1986, ISBN 3-446-14678-4)

1986: The Counterlife. (Gegenleben, dt. von Jörg Trobitius, Hanser München 1988, ISBN 3-446-14948-1)
1988: The Facts. A Novelist’s Autobiography (Die Tatsachen. Autobiographie eines Schriftstellers, dt. von Jörg Trobitius, Hanser, München 1991, ISBN 3-446-15594-5)
1990: Deception. (Täuschung, dt. von Jörg Trobitius, Hanser, München 1993, ISBN 3-446-16011-6)
1991: Patrimony. A True Story. (Mein Leben als Sohn. Eine wahre Geschichte, dt. von Jörg Trobitius, Hanser, München 1992, ISBN 3-446-16012-4)
1993: Operation Shylock. A Confession. (Operation Shylock. Ein Bekenntnis, dt. von Jörg Trobitius, Hanser, München 1994, ISBN 3-446-17693-4)
1995: Sabbath’s Theater. (Sabbaths Theater, dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 1996, ISBN 3-446-18765-0)

Die amerikanische Trilogie:

1997: American Pastoral. (Amerikanisches Idyll, dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 1998, ISBN 3-446-19501-7)
1998: I Married a Communist. (Mein Mann, der Kommunist, dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 1998, ISBN 3-446-19785-0)
2000: The Human Stain. (Der menschliche Makel, dt. von Dirk van Gunsteren, Hanser, München 2002, ISBN 3-446-20058-4)

2001: The Dying Animal. (Das sterbende Tier, dt. von Dirk van Gunsteren, Hanser, München 2003, ISBN 3-446-20273-0)
2001: Shop Talk. (Gespräche mit Schriftstellern, dt. von Bernhard Robben, Hanser, München 2004, ISBN 3-446-20465-2)
2004: The Plot Against America. (Verschwörung gegen Amerika, dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 2005, ISBN 3-446-20662-0)
2006: Everyman. (Jedermann, dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 2006, ISBN 3-446-20803-8)
2007: Exit Ghost. (dt. von Dirk van Gunsteren, Hanser, München 2008, ISBN 978-3-446-23001-9)
2008: Indignation. (Empörung, dt. von Werner Schmitz, Hanser, München 2009, ISBN 978-3-446-23278-5)
2009: The Humbling. (Die Demütigung, dt. von Dirk van Gunsteren, Hanser, München 2010, ISBN 978-3-446-23493-2)
2010: Nemesis. (Nemesis, dt. von Dirk van Gunsteren, Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-23642-4)

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BER-Flughafen-Krimi von Peter Kaiser erscheint am 28. Mai

Peter Kaiser hat zum Ende Mai 2018 einen Krimi vorgelegt, der sich explizit mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg, mit dem BER befasst. Die Handlung baut sich um das Thema Geld und um die Baulichkeiten des BER herum, spielt aber bei Israelis in Berlin und in Israel selbst, hat viel mit Korea und Koreanern zu tun und ist im Hauptsächlichen in Berlin „gesettelt“.

Der Ermittler trägt den Vornamen Adrian, aber den Nachnamen „Schmith“, was sich evtl. als Kombi aus Schmidt und Smith verstehen lassen könnte. Außerdem ist dieser Addi ein großer Ermittler mit eigenem Büro, die „Agentur für individuelle Lösungen“. Sitz: Berlin-Tempelhof.

Dieses Büro aber hat er nur eröffnet, weil er allein von seinen Beiträgen als Hörfunk-Journalist für das Kultur-Radio nicht leben kann. Addi ist also ein Schnüffler, der eher mit den Ohren schnüffelt. Ein Hörfunk-Ermittler.

Vielleicht ist Adrian Schmith der erste Hörfunk-Ermittler der Krimigeschichte. Leider nutzt ihm das nichts, wenn er Aufträge zu vollführen hat. Da muss er dann auch unangenehme Dinge tun. Nicht immer sind es Scheidungen, oh nein.

Eine Regina Lobeck kommt zu Addi. Sie will die Fahndung nach dem verschwundenen BER-Controller Itay Teichmann.

Regina Lobeck ist die Itay-Teichmann-Lebensgefährtin, die (oh Zufall!) auch beim BER als Controllerin beschäftigt ist.

Doch Itay, der Regina Lobeck 250.000 Euro vor seinem Verschwinden noch gab, Geld, das mit dem BER zusammenhängt, ist weder beim jüdischen Bäcker, dem Friedhof in Weißensee, im Schachklub des TuS Makkabi noch sonstwo in der israelischen Community in Berlin. „Addi“ fliegt nach Tel Aviv. Hier häufen sich die Indizien, das etwas Großes, sehr Gemeines am BER läuft.

Wer hat tatsächlich am BER das Sagen? Was wollen diese Koreaner, die immer mehr ins Blickfeld des Ermittlers treten? Und welche Rolle spielt bei allem die laszive Regina Lobeck, die irgendwie ein falsches Spiel um den BER mit Addi zu treiben scheint?

Immer tiefer dringt Adrian Schmith in den BER-Sumpf ein, bald führen ihn diese Ermittlungen direkt zum Innenbereich der vermeintlichen BER-Baustelle. Und „Addi“ erkennt: Bloßer Pfusch am Bau regt in der deutschen Hauptstadt niemanden mehr auf. Hier aber geht es um weit mehr …

Ein runder Krimi. Alles dreht sich auf der Plattform BER, eine Plattform für Skandale, eine Plattform für Kriminalgeschichten. Flughäfen sind nämlich kein Spaß, schon ja nicht welche, die ewig im Bau sind.

Peter Kaiser: Tief unten. Tief im Flughafen. Tief im BER.

Ein Fall für den Hörfunk-Ermittler Adrian Schmith aus der Tempelhofer Schokoladenfabrik

ISBN 978-3-96290-003-8

Jutta Profijt „Unter Fremden“: Friedrich-Glauser-Preis 2018 in der Sparte „Roman“

Der Preis in der Sparte „Roman“ ist mit 5.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Die Preisträgerin 2018 wurde am Samstag, dem 5. Mai 2018 während der 32. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Halle verkündet und geehrt

QUELLE: http://www.das-syndikat.com

>>Madiha, eine junge Syrerin, hat es mithilfe ihres Landsmanns Harun nach einer lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland geschafft. Dort lebt sie in einer Unterkunft in der Nähe von Düsseldorf, gemeinsam mit anderen Migranten aus den verschiedensten Ländern. Sie macht Bekanntschaft mit Deutschen und deutschen Sitten, die ihr fremder nicht sein könnten. Mit ihren Augen sieht der Leser die Gebräuche und Gewohnheiten in Deutschland, dem fremden Land, und erlebt, wie das Eigene, das, was ihm eigentlich vertraut ist, plötzlich fremd wird. Gleichzeitig erfährt er viel über das Leben in einer muslimischen Gesellschaft, in der Frauen nichts gelten und unterwürfig sein müssen. Aber auch da gibt es Ausnahmen: Madiha wurde von ihrem Vater als Kunsthandwerkerin ausgebildet und beschützt – solange er sie beschützen konnte. So wird das Vorurteil entlarvt, dass muslimische Männer Frauen automatisch als Menschen zweiter Klasse ansehen würden. Aber auch in anderer Hinsicht ist Madiha, die durch ihre Gehbehinderung bereits in Syrien eine Außenseiterin war, eine durch und durch ambivalente Figur. Sie ist auch in Deutschland fremd unter ihren eigenen Landsleuten und entspricht keinem Klischee: So fällt sie beispielsweise schon optisch dadurch auf, dass sie grüne Augen hat. Zudem arbeitet sie, die einst in Syrien in einer deutschsprachigen Familie aufwuchs, im Camp als Dolmetscherin, obwohl sie Analphabetin ist. Trotz dieser kommunikativen Aufgabe bleibt sie jedoch einsam. Es sind vor allem diese Qualitäten der Hauptfigur, die den Roman niemals larmoyant werden lassen. Dass Madiha eine Figur mit großem Entwicklungspotential ist, wird spätestens dann deutlich, als Harun eines Tages spurlos verschwindet und sie sich mithilfe der deutschen Polizei, eines libanesischen Restaurantbesitzers und eines kleinen Flüchtlingsjungen auf die Suche nach ihm macht. Bei ihren eher unfreiwilligen Ermittlungen stößt sie auf ein Netzwerk von Syrern, die Landsleute beseitigen wollen, die sie für schuldig halten und damit den syrischen Krieg nach Deutschland trage<<