Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 ist Inger-Maria Mahlk

QUELLE: http://www.deutscher-buchpreis.de PRESSESTELLE

Inger-Maria Mahlke erhält den Deutschen Buchpreis 2018 für ihren Roman „Archipel“

Börsenverein zeichnet den deutschsprachigen Roman des Jahres aus / Preisverleihung im Frankfurter Römer vor 300 Gästen

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 ist Inger-Maria Mahlke. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Archipel“ (Rowohlt).

Die Begründung der Jury:
„Der Archipel liegt am äußersten Rand Europas, Schauplatz ist die Insel Teneriffa. Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Inger-Maria Mahlke erzählt auf genaue und stimmige Weise von der Gegenwart bis zurück ins Jahr 1919. Im Zentrum stehen drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. Vor allem aber sind es die schillernden Details, die diesen Roman zu einem eindrücklichen Ereignis machen. Das Alltagsleben, eine beschädigte Landschaft, aber auch das Licht werden in der Sprache sinnlich erfahrbar. Faszinierend ist der Blick der Autorin für die feinen Verästelungen in familiären und sozialen Beziehungen.“

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 gehören an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog „Kaffeehaussitzer“), Christine Lötscher (freie Kritikerin), Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld).

„Der Deutsche Buchpreis markiert in jedem Jahr einen Höhepunkt in der öffentlichen Beschäftigung mit Büchern. Die Diskussionen um die nominierten Titel zeigen uns immer aufs Neue, was das eigentlich Wertvolle an Kultur ist: Kultur funktioniert, weil sie vielfältig ist. Sie funktioniert im Austausch und in gegenseitiger Anregung“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert: María Cecilia Barbetta, Nachtleuchten (S. Fischer), Maxim Biller, Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch), Nino Haratischwili, Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt), Susanne Röckel, Der Vogelgott (Jung und Jung) und Stephan Thome, Gott der Barbaren (Suhrkamp).

Die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Roman des Jahres wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind. Aus diesen Romanen haben die Jurorinnen und Juroren eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt und daraus sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2018 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

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Shortlist 2018 DEUTSCHER BUCHPREIS

Deutscher Buchpreis 2018: Die sechs Finalisten

Die Jury hat die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises
2018 ausgewählt:

— María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)
— Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)
— Nino Haratischwili: Die Katze und der General
(Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018)
— Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018)
— Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)
— Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018)

Christine Lötscher (freie Kritikerin), Sprecherin der Jury des Deutschen
Buchpreises 2018, zur Auswahl: „,Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht
einmal vergangen‘ – der berühmte Satz, den Faulkner 1951 schrieb, hängt
wie ein unausgesprochenes Motto über der deutschsprachigen Literatur
dieses Jahres. Die sechs nach Ansicht der Jury gelungensten und wichtigsten
Romane folgen ganz unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit oder in
mythische Schichten der Wirklichkeit – fabulierend, spekulierend, verspielt;
mit lakonischer Eleganz und bittersüßer Präzision, mit epischer Langsamkeit
und spannungsgeladener Wucht. Antworten bekommen wir auf diesen
Reisen durch Raum und Zeit nicht, und schon gar keine einfachen
Wahrheiten. Umso faszinierter lässt man sich als Leserin, als Leser auf
vielstimmige Erzählkompositionen und auf die Sinnlichkeit einer anderen
Zeit ein, die immer auf unsere verweist.“

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel
gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen
sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 gehören neben Christine Lötscher
an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja
Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski
(Literaturblog „Kaffeehaussitzer“) und Marianne Sax (Bücherladen Marianne
Sax, Frauenfeld).

Mit dem Deutschen Buchpreis 2018 zeichnet die Börsenverein des Deutschen
Buchhandels Stiftung den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der
Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die
Preisverleihung findet am 8. Oktober 2018 zum Auftakt der Frankfurter
Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen
Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die
Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und
die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen
Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland. Interessierte können die
Preisverleihung per Live-Stream unter http://www.deutscher-buchpreis.de
verfolgen.

Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur übertragen die
Preisverleihung im Rahmen von „Dokumente und Debatten”
im Digitalradio und auf http://www.deutschlandradio.de/debatten.

QUELLE: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. , Presseabteilung

Autorin Heidi Lehmann liest in Berlin aus „Bitterschönes Schicksal oder als meine Mutter seltsam wurde“

Die Autorin Heidi Lehmann hat ihren ersten Roman schon 2017 veröffentlicht.

Nun aber, im November 2018, wird sie diesen Roman auch in Berlin vorstellen, am Freitag, 30.11.2018, auf dem Kongress der der DGPPN in Berlin (Kongressdauer: 28.11.2018 bis 1.12.2018), dem europaweit größten Fachkongress der psychischen Gesundheit.

Themen aus Psychiatrie und Psychotherapie sind dabei bedeutsam.

Über 9000 Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten werden erwartet. DGPPN steht für Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Im Rahmen dieses Kongresses werden auch Bücher vorgestellt, durch die Autoren selbst.

Neben Heidi Lehmann (Hamburg) werden am Freitag auch

Barbara Schwarzl, Graz, Österreich
Thorsten Sueße, Hannover
Hartmut Haker, Ratzeburg

ihre Bücher vorstellen.

Heidi Lehmann spricht über: Moira und die Mutter von Moira und die Familie von Moira. Oder den Papa, der woanders in Hamburg lebt.

Alle kommen in dem Roman vor. „Bitterschönes Schicksal oder als meine Mutter seltsam wurde“ ist der Titel, erschienen im KUUUK Verlag mit 3 U.

Moira ist sechzehn. Seit der Trennung ihrer Eltern läuft bei ihr nichts mehr normal.

Sie lebt nun mit ihrer Mutter Melanie und ihrer kleinen Schwester Lucy abseits der Hamburger City und pendelt täglich zu ihrer alten Schule, um ihre Freunde Flo und Nina nicht aus den Augen zu verlieren. Zuhause trifft sie oft auf eine teilnahmslose Mutter, die kaum ansprechbar ist, was dazu führt, dass Moira undefinierbare Vorahnungen umtreiben.

Als sie Nils kennenlernt, scheint sich das Chaos in ihrem Leben etwas aufzulösen. Doch dann verändert sich die Mutter radikal, entwickelt seltsame Verhaltensweisen und wird nach einer Psychose vorübergehend in die Klinik Ochsenzoll eingewiesen. Für Moira beginnt eine Zeit, in der sie viele Fragen hat, auf die sie keine Antwort weiß. Ihre Mutter muss fortan Medikamente einnehmen.

Der Alltag ist eine Belastung für alle; Moira wird von Sorgen begleitet und muss sich nebenher um ihre kleine Schwester kümmern. Dann aber kommt es zu der Begegnung mit dem Künstler Balthasar, der eine völlig neue Sichtweise in Moiras Leben bringt. Bitterschönes Schicksal oder als meine Mutter seltsam wurde, ist ein einfühlsamer und berührender Roman, der Moira bis zu ihrem neunzehnten Lebensjahr begleitet.

Sie selbst erzählt alles intensiv aus ihrer jugendlichen Perspektive.

Im Verlauf der Handlung wird Moira lernen, dass ihr Leben trotz allem lebenswert ist, aber auch, dass sie das Schicksal ihrer Mutter nicht ändern kann, selbst wenn es genau das ist, was sie gerne tun würde.

Die HOTLIST DER HOTLIST 2018 /// nun also …. die letzten 10

Hotlist 2018 QUELLE: https://www.hotlist-online.com/

Jury und Internetwahl haben zehn Bücher ausgewählt, die auf dieser zehnten Hotlist repräsentativ für unabhängiges Büchermachen stehen. Alle Informationen sind auf der Webseite zu finden, auch das Abstimmungsergebnis.

binooki Verlag (Berlin)
» Ömür Iklim Demir: Das Buch der entbehrlichen Gedanken, Erzählungen, ISBN 978-3-943562-63-7

Brandstätter Verlag (Wien)
» Tarek Leitner / Peter Coeln: Hilde & Gretl, Reportage, ISBN 978-3-7106-0213-9

Edition Memoria (Hürth):
» Judith Kerr: Geschöpfe, Autobiografie, ISBN 978-3-930353-37-8

Edition Monhardt (Berlin):
» Reso Tscheischwili, Die Himmelblauen Berge, Roman, ISBN 978-3-9817789-2-2

Elfenbein Verlag (Berlin):
» Marcel Schwob: Manapouri, Reisebericht, Essay und Briefe, ISBN 978-3-932245-82-4

Elsinor Verlag (Coesfeld):
» Arthur Koestler: Sonnenfinsternis, Roman, ISBN 978-3-942788-40-3

Kremayr & Scheriau (Wien):
» Verena Stauffer, Orchis, Roman, ISBN 978-3-218-01104-4

Nimbus (Wädenswil):
» Eugen Gomringer: poema, Gedichte und Essays, ISBN 978-3-03850-047-6

Edition Blau im Rotpunktverlag (Zürich):
» Ruska Jorjoliani: Du bist in einer Luft mit mir, Roman, ISBN 978-3-85869-793-6

Verbrecher Verlag (Berlin):
» Bettina Wilpert: nichts, was uns passiert, Roman, ISBN 978-3-95732-307-1

LONGLIST Deutscher Buchpreis 2018 ist da

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Carmen-Francesca Banciu: Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! (PalmArtPress, März 2018)
  • María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)
  • Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)
  • Susanne Fritz: Wie kommt der Krieg ins Kind (Wallstein, März 2018)
  • Arno Geiger: Unter der Drachenwand (Carl Hanser, Januar 2018)
  • Nino Haratischwili: Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018)
  • Franziska Hauser: Die Gewitterschwimmerin (Eichborn, Februar 2018)
  • Helene Hegemann: Bungalow (Hanser Berlin, August 2018)
  • Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen (Carl Hanser, Januar 2018)
  • Angelika Klüssendorf: Jahre später (Kiepenheuer & Witsch, Januar 2018)
  • Gert Loschütz: Ein schönes Paar (Schöffling & Co., Februar 2018)
  • Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018)
  • Gianna Molinari: Hier ist noch alles möglich (Aufbau, Juli 2018)
  • Adolf Muschg: Heimkehr nach Fukushima (C.H.Beck, Juli 2018)
  • Eckhart Nickel: Hysteria (Piper, September 2018)
  • Josef Oberhollenzer: Sültzrather (Folio, März 2018)
  • Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)
  • Matthias Senkel: Dunkle Zahlen (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2018)
  • Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018)
  • Christina Viragh: Eine dieser Nächte (Dörlemann, Februar 2018)

HOTLIST 2018 – die letzten 30 mit Siegchancen

DIE 30 KANDIDATEN
FÜR DIE HOTLIST 2018
(in alphabetischer Reihenfolge nach Verlag)

1. ars vivendi (Cadolzburg)
Robert Schopflocher: Eine Kindheit
Erzählungen
ISBN 978-3-86913-742-1

2. austernbank verlag (München)
Gilles Marchand: Ein Mund ohne Mensch
Roman
ISBN 978-3-946687-00-9

3. bilgerverlag (Zürich)
Jeremy Reed: The Nice
Roman
ISBN 978-3-03762-071-7

4. binooki Verlag (Berlin)
Ömür Iklim Demir:
Das Buch der entbehrlichen Gedanken
Erzählungen
ISBN 978-3-943562-63-7

5. Brandstätter Verlag (Wien)
Tarek Leitner / Peter Coeln: Hilde & Gretl
Reportage
ISBN 978-3-7106-0213-9

6. Cass Verlag (Löhne / Bad Berka)
Iori Fujiwara: Der Sonnenschirm des
Terroristen
Kriminalroman
ISBN 978-3-7076-0615-7

7. Edition Memoria (Hürth)
Judith Kerr: Geschöpfe
Autobiografie
ISBN 978-3-930353-37-8

8. Edition Monhardt (Berlin)
Reso Tscheischwili: Die Himmelblauen Berge
Roman
ISBN 978-3-9817789-2-2

9. Edition Rugerup (Berlin)
Percy Bysshe Shelley: Shelleys Traum nach vorn
Gedichte
ISBN 978-3-942955-64-5

10. Eisele Verlag (München)
Nell Leyshon: Die Farbe von Milch
Roman
ISBN 978-3-96161-000-6

11. Elfenbein Verlag (Berlin)
Marcel Schwob: Manapouri
Reisebericht, Essay und Briefe
ISBN 978-3-932245-82-4

12. Elsinor Verlag (Coesfeld)
Arthur Koestler: Sonnenfinsternis
Roman
ISBN 978-3-942788-40-3

13. Folio Verlag (Wien / Bozen)
Goran Vojnović: Unter dem Feigenbaum
Roman
ISBN 978-3-85256-749-5

14. Frankfurter Verlagsanstalt
(Frankfurt a. M.)
Mareike Fallwickl: Dunkelgrün fast schwarz
Roman
ISBN 978-3-627-00248-0

15. Ille & Riemer (Leipzig)
Marc Degens: Eriwan
Reisebericht
ISBN 978-3-95420-031-3

16. Ink Press (Zürich)
Albertine Sarrazin: Der Ausbruch
Roman
ISBN 978-3-906811-08-6

17. kookbooks (Berlin)
Martina Hefter: Es könnte auch schön werden
Gedichte / Sprechtexte
ISBN 978-3-937445-90-8

18. Kremayr & Scheriau (Wien)
Verena Stauffer: Orchis
Roman
ISBN 978-3-218-01104-4

19. Luftschacht Verlag (Wien)
Dennis Cooper: God Jr.
Roman
ISBN 978-3-903081-08-6

20. Matthes & Seitz Berlin (Berlin)
Roger Deakin: Wilde Wälder
Erzählendes Sachbuch
ISBN 978-3-95757-564-7

21. Nimbus (Wädenswil)
Eugen Gomringer: poema
Gedichte und Essays
ISBN 978-3-03850-047-6

22. Peter Hammer Verlag (Wuppertal)
Adwoa Badoe: Aluta
Roman
ISBN 978-3-7795-0587-7

23. Picus Verlag (Wien)
Gerhard Jäger: All die Nacht über uns
Roman
ISBN 978-3-7117-2064-1

24. Pulp Master (Berlin)
Tom Franklin: Krumme Type, krumme Type
Kriminalroman
ISBN 978-3-927734-99-9

25. Punktum Bücher! (Hamburg)
Silke Stamm: Besser wird es nicht
Roman
ISBN 978-3-9817131-9-0

26. Rotpunktverlag (Zürich)
Ruska Jorjoliani: Du bist in einer Luft mit mir
Roman
ISBN 978-3-85869-793-6

27. Schöffling & Co. (Frankfurt a. M.)
Maike Wetzel: Elly
Roman
ISBN 978-3-89561-286-2

28. Triglyph Verlag (Bad Saulgau)
Petra Reategui: Hofmaler
Romanbiografie
ISBN 978-3-944258-07-2

29. Verbrecher Verlag (Berlin)
Bettina Wilpert: nichts, was uns passiert
Roman
ISBN 978-3-95732-307-1

30. Voland & Quist (Dresden)
Francis Nenik: Reise durch ein tragikomisches
Jahrhundert
Biografie mit CD
ISBN 978-3-86391-198-0

Büchnerpreis 2018 für Terézia Mora

QUELLE: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

3. Juli 2018

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2018 an die Schriftstellerin Terézia Mora. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 27. Oktober 2018 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:
»In ihren Romanen und Erzählungen widmet sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit. Schonungslos nimmt sie die Verlorenheit von Großstadtnomaden in den Blick und lotet die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus. Dies geschieht suggestiv und kraftvoll, bildintensiv und spannungsgeladen – mit ironischen Akzenten, irisierenden Anspielungen und analytischer Schärfe. Für ihre eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint, verleiht die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den Georg-Büchner-Preis 2018 an Terézia Mora.«

Terézia Mora wurde am 5. Februar 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und wuchs zweisprachig (ungarisch-deutsch) auf. Seit 1990 lebt sie in Berlin, wo sie Theaterwissenschaft und Hungarologie an der Humboldt-Universität studierte und das Drehbuch-Diplom der Deutschen Film- und Fernsehakademie erwarb. Terézia Mora arbeitet als Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen. Schon mit ihrem Debüt, dem mehrfach ausgezeichneten Erzählungsband »Seltsame Materie« (1999), etablierte sie sich als eigenständige Stimme in der deutschsprachigen Literatur. Ihr Großstadtroman »Alle Tage« (2004), dessen vielsprachig-nomadischer Held Abel Nema Höllenfahrten erlebt, wurde von der Kritik als literarisches Ereignis gefeiert. Sprachkraft und drastische Imagination charakterisieren auch Moras Romane »Der einzige Mann auf dem Kontinent« (2009) und »Das Ungeheuer« (2013), die ersten zwei Bände einer Trilogie über das Leben des IT-Spezialisten Darius Kopp. 2016 veröffentlichte Mora ihren bislang jüngsten Erzählungsband »Die Liebe unter Aliens«.
Parallel zu ihrem erzählerischen Werk ist auch ein übersetzerisches entstanden, u.a. hat sie Werke von Péter Esterházy, István Örkény und Zsófia Bán übertragen.
Zu den vielen Auszeichnungen, die Terézia Mora erhalten hat, zählen: Ingeborg-Bachmann-Preis (1999), Preis der Leipziger Buchmesse (2005), Adelbert-von-Chamisso-Preis (2010), Deutscher Buchpreis (2013), Bremer Literaturpreis (2017), Preis der Literaturhäuser (2017), Solothurner Literaturpreis (2017) und Roswitha-Preis (2018).

Terézia Mora ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Der Georg-Büchner-Preis:
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an herausragende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Er wird finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Darmstadt.

Bisherige Preisträger siehe:
http://www.deutscheakademie.de/de/auszeichnungen/georg-buechner-preis

Terézia Mora Autorenseite: https://www.tereziamora.de/
Verlag: https://www.randomhouse.de/Autor/Terezia-Mora/p77303.rhd

Werke
Seltsame Materie. Erzählungen. Reinbek: Rowohlt 1999
Alle Tage. Roman. München: Luchterhand 2004
Der einzige Mann auf dem Kontinent. Roman. München: Luchterhand 2009
Das Ungeheuer. Roman. München: Luchterhand 2013
Nicht sterben. Frankfurter Poetik-Vorlesungen. München: Luchterhand 2014
Der geheime Text. Stefan Zweig Poetikvorlesungen. Wien: Sonderzahl 2016
Die Liebe unter Aliens. Erzählungen. München: Luchterhand 2016

Außer ihren Romanen und Erzählungen verfasste sie auch Drehbücher, Theaterstücke und Essays.

Übersetzungen aus dem Ungarischen
Péter Esterházy, Harmonia Caelestis. Roman. Berlin: Berlin Verlag 2001
István Örkény, Minutennovellen. Berlin: Suhrkamp 2002
Péter Zilahy, Die letzte Fenstergiraffe. Frankfurt a.M.: Eichborn 2004
Lajos Parti Nagy, Meines Helden Platz. München: Luchterhand 2005
Péter Esterházy, Keine Kunst. Berlin: Berlin Verlag 2009
Péter Esterházy, Ein Produktionsroman (Zwei Produktionsromane). Berlin: Berlin Verlag 2010
Gábor Németh, Bist du Jude? Roman. Wien: Edition Atelier 2011
Zsófia Bán, Abendschule. Fibel für Erwachsene. Berlin: Suhrkamp 2012
Zsófia Bán, Als nur die Tiere lebten. Erzählungen. Berlin: Suhrkamp 2014
Attila Bartis, Das Ende. Berlin: Suhrkamp 2017
Zoltán Danyi, Der Kadaverräumer. Berlin: Suhrkamp 2018 (erscheint im September)

Preise
Open-Mike-Literaturpreis (1997)
Ingeborg-Bachmann-Preis (1999)
Jane-Scatcherd-Übersetzerpreis (2002)
Mara-Cassens-Preis (2004)
Kunstpreis Berlin (2004)
LiteraTour-Nord-Preis (2004/2005)
Preis der Leipziger Buchmesse (2005)
Adelbert-von-Chamisso-Preis (2010)
Erich-Fried-Preis (2010)
Übersetzerpreis der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen (2011)
Deutscher Buchpreis (2013)
Bremer Literaturpreis (2017)
Preis der Literaturhäuser (2017)
Solothurner Literaturpreis (2017)
Roswitha-Preis (2018)
Kontakt:
Corinna Blattmann
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alexandraweg 23 | 64287 Darmstadt