DOCUMENTA 14 sucht immer noch Bücher den „Parthenon of Books“

DOCUMENTA 14 & THE PARTHENON OF BOOKS
 Quelle: http://documenta14.de
The Parthenon of Books (Der Parthenon der Bücher) will ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung ihrer VerfasserInnen setzen.

Für die Realisierung der Installation, die auf der documenta 14 zu sehen sein wird, sammeln die argentinische Künstlerin Marta Minujín und die Kasseler Kunstschau 100.000 Bücher, die nach Jahren des Verbots wieder verlegt werden.

Marta Minujín und die documenta 14 laden die Öffentlichkeit, Verlage und AutorInnen herzlich ein, Bücher für >>The Parthenon of Books<< zu spenden und so selbst Teil des Werks zu werden.

Liebe Unterstützer_innen,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit The Parthenon of Books der argentinischen Künstlerin Marta Minujín, die nächstes Jahr während der documenta 14 in Kassel zu sehen sein wird.

Die Künstlerin und das Team der documenta 14 laden Sie herzlich ein, Bücher zu spenden, die einst verboten waren oder nicht verbreitet werden durften, nun aber wieder verlegt werden. Vom 19.–23. Oktober 2016 wird die documenta 14 auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast sein, um Buchspenden für The Parthenon of Books entgegenzunehmen. Wenn Sie die Buchmesse besuchen, dann kommen Sie doch bei uns auf der Agora vorbei. Sie sind herzlich eingeladen, auch über die Zeit der Frankfurter Buchmesse hinaus Bücher per Post zu schicken oder sie persönlich in Athen oder Kassel abzugeben.

Füllen Sie bitte das Formular in Deutsch oder Englisch aus, damit wir Ihre Spende einordnen können. Sie können auch mehrere Exemplare des gleichen Titels spenden, dafür ist nur ein Formular nötig. Bitte drucken Sie das Formular aus und legen Sie es der Spende bei. Die Auswahl der Spenden für The Parthenon of Books obliegt einem Validierungsprozess. Es besteht kein Rechtsanspruch seitens der Spender, dass die Bücher für The Parthenon of Books genutzt werden. Mit Ihrer Spende stellen Sie die Bücher documenta 14 zur freien Verfügung.

Marta Minujín und das Team der documenta 14 danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

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Paul Brauhnert erschuf Graphic Novel über das Militärgefängnis Schwedt

„Komm‘ Se, komm‘ Se, Strafgefangener“ – so der Titel der Graphic Novel von Paul Brauhnert.

UNTERZEILE: „Der Militärstrafvollzug Schwedt. Ein Gefängnis für junge Seelen“.

48 Seiten. Erscheint im Mai 2016.

Paul Brauhnert, Autor und Künstler, hat schon an mehreren Publikationen zu dem Militärgefängnis in Schwedt mitgewirkt.

Nun aber der Versuch, alles in einer Graphic Novel, also einer Erzählung in Bildern, umzusetzen.

Am 27. Mai 2016 wird das Werk der Öffentlichkeit präsentiert.

Brauhnert ist dazu nochmals in seine eigene Vergangenheit als Strafgefangener dort eingetaucht.

Die Buchpräsentation passiert im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Schwedt.

Die Ausstellung nennt sich „NVA-Soldaten hinter Gittern. Der Armeeknast Schwedt als Ort der Repression“.

Dabei geht es neben allgemeinen Informationen über das Militär im Sozialismus, die Nationale Volksarmee, die Militärjustiz und der militärischer Strafvollzug als Teile des Repressionsapparates im SED-Staat natürlich um die geschichtliche Entwicklung des ehemaligen Objektes der NVA. Welche Vorläufer von „Schwedt“ gab es? Der Militärstrafvollzug in der DDR befand sich von 1954 bis 1968 im „Dreckloch Berndshof“ und wurde dann nach Schwedt verlegt. Dort befand sich ein ziviles Haftsarbeitslager, in dem Sträflinge von 1964 bis 1968 für den sozialistischen Aufbau arbeiteten.

In der Ausstellungen werden der Alltag der Militärstrafgefangenen und Strafarrestanten im Militärgefängnis des Ministeriums des Innern in Schwedt/Oder vorgestellt und die Strukturen, die Organisation und das Personal im Militärgefängnis Schwedt von 1968 bis 1981 untersucht. Dann eine Wechsel des Verantwortungsbereiches: 1982 entstand die Disziplinareinheit (DE) des Ministeriums für Nationale Verteidigung. Nun hieß es „Ab nach Schwedt!“ mit und ohne Gerichtsurteil.

Die Bediensteten der Disziplinareinheit verstanden sich als „Erzieher“ in NVA-Uniform. Das „System Schwedt“ bestand aus Schleifen und Schuften, Bespitzelung und „Rotlichtbestrahlung“. Aus politischen Gründen wurden „Staatsfeinde“, Waffen- und Wehrdienstverweigerer eingesperrt. Die Rückkehr und das Nachdienen in der Truppe waren von Schweigen geprägt, das Zurückkehren in den sozialistischen Alltag von Verdrängen und dem Versuch, die Schwedter Zeit zu vergessen. Am Funktionieren der Einrichtung war auch die Stadt Schwedt und ihre Betriebe beteiligt.

1989/90 legten die Disziplinarbestraften die Arbeit nieder. Dann folgte die Auflösung und Abwicklung der Disziplinareinheit.

27.5.2016 ist die Eröffnung der Ausstellung und die Präsentation der Graphic Novel von Paul Brauhnert.

Ab 17: 00 Uhr im Stadtmuseum.

Jürgen Polzehl

Bürgermeister der Stadt Schwedt/Oder

Dr. Sabine Kuder

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Martin Gorholdt

Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft,

Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Anke Grodon

Leiterin der Städtischen Museen

und des Stadtarchivs Schwedt/Oder

Musik Tino Eisbrenner

Verein DDR-Militärgefängnis Schwedt e.V.

Präsentation

ab 19: 00 Uhr im „Kosmonaut“

Konzert Tino Eisbrenner und Alejandro Soto Lacoste