Schriftstellerin Moni Folz mit ihrem 2.ten Buch in der Kobold-Reihe: Vermalekröt!

Sie wohnt nicht in Landau, aber bei Landau: Moni Folz. (Leinsweiler ist nun ein Geheimtipp.)

Und mittlerweile schreibt sie Bücher, neben allem anderen. (Beruf, Garten et al.)

Ihre Buchreihe handelt von dem Kobold Theodor.

Der hat ein großes Problem: Er will ein „echter“ Kobold sein, meint, dass man dann „richtig böse“ sein müsse, ist es aber im Innern gar nicht.

Also: Theodor ist ein richtig Netter und Guter, aber auch voller Selbstzweifel.

Und das ergibt seltsame, witzige und spannende Ereignisse und Situationen.

Er lebt in „Untenwelt“ mit n (!), wird aber „ausgewiesen“, landet oben in Obenwelt bei den Menschen, findet dann eine Menschfreundin namens Theresa, die 13 Jahre alt ist. (Theresa wiederum kämpft tapfer gegen das Mobbing-Problem!)

Dazu haben wir noch Trudi, ein keckes Flederschwein, das [die (Trudi)] immer munter und spitz daherredet, manchmal etwas übereilig wirkt, aber natürlich auch voll liebenswert ist. Sie hat einige tolle Eigenschaften und Fähigkeiten, die für die Ereignisse in „Vermalekröt!“ auch bedeutsam sind.

Wir haben ein Bündnis von drei Wesen … und jetzt, in Band 2, erschienen im November 2019, kommt noch ein weiteres Wesen hinzu. Als Freund? Als Bekannter?

All das dürfen wir hier nicht verraten. Denn „spoilern“ wollen wir nicht, also nicht das Ende des Bandes schon verraten.

Eines aber sei gesagt: Super spannend ist es auf jeden Fall. Das werden nicht nur 8-Jährige lesen, oder 13-Jährige. Nein, nein, auch Erwachsene fühlen sich da gut unterhalten.

Es geht ja auch um Fragen von Ehre, Gerechtigkeit, Anstand, Demokratie, Macht et al. Um menschliche Eigenschaften, gespiegelt in den Untenwelt-Wesen (und es gibt auch noch Zwischenwelt-Wesen!) … und den wenigen Menschen in dieser Fantasy-Abenteuer-Märchen-Geschichte.

Denn unten im Koboldreich, da gibt es einen Koboldrat, dazu auch eine Art „Chef“, und nun sind einige vom Koboldrat verschwunden, richtig verschwunden. Weg! Futsch!

Dann gibt es noch den gefürchteten Gunnar, einen starken Kobold, der aber mit einer Art Rockerbande immer wieder Angst und Schrecken erzeugt.

Dazu rumpelt die „Alte Höhle“, die irgendwie auch ein „Wesen“ zu sein scheint und nicht nur toter Stein.

Dann haben wir noch das Wasser, was sich gerade da unten breitmacht und die Höhle zu zerstören scheint. Die Höhle wackelt dann auch. Es wird richtig gefährlich in Untenwelt. Kommt da noch eine Naturkatastrophe? Von bösen Kräften herbeigeführt? Stürzt alles noch ein?

Die ganze Gemengelage ist hochbrisant.

Zugleich muss unser Theodor alles „retten“, meint er zumindest, will er zumindest.

Dabei wirkt er bisweilen so nett, aber auch so verloren … manchmal … wie der gute alte Donald Duck.

Liebenswert, tollpatschig, und oft auch eine verdammt große Klappe. Diesen Kobold Theodor muss man einfach mögen – nach dem nun erschienen BAND 2 der Reihe um so mehr. (Band 1 wurde „Papperlakröt!“ genannt.)

Das neue Buch heißt „Vermalekröt!“, die Autorin heißt Moni Folz … und eigentlich warten die Kinder (und einige Erwachsene) nun schon wieder auf Band 3.

Eine Buchreihe, die Suchtpotential heraufbeschwören könnte.

Dazu alles in einer satten Sprache geschrieben, schöne Sätze, volle Sätze, keine Kurzsprache im SMS-Stil, nein, viele beschreibende Adjektive und Adverbien. Solche Bücher fördern auch das Lese- und Schreibvermögen unserer Kinder!!! Außerdem benutz Moni Folz immer wieder etwas vergessene, „alte“ Wörter, die man gerne wieder mal liest und wiederentdeckt. (Auch noch ein Hobby von ihr.)

Also. Man lese … und dann warten wir jetzt schon nervös, wie alles in Band 3 dann noch weitergeht, der hoffentlich in 1 Jahr, oder 1 bis 2 Jahren, dann erscheint.

Es könnte eine echte Kobold-Theodor-Saga noch werden.

Schweizer Buchpreis 2019 an Sibylle Berg

Für das Buch:

GRM. Brainfuck

PREISGELD: 30.000 Schweizer Franken

AUS DER BEGRÜNDUNG DER JURY:

>> Sibylle Berg ist das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der formal Avantgarde ist und inhaltlich die Lesenden im Innersten packt. Mit sarkastischem Ingrimm begleitet sie vier Londoner Jugendliche aus kaputten Familien durch die Horrorszenarien einer deregulierten Gesellschaft und weiter in die Zukunft, in die Diktatur der künstlichen Intelligenz. Dem entfesselten Kapitalismus setzt die Autorin ihre entfesselte Fantasie entgegen. Eine kompromisslose Gesellschaftskritik in hochexplosiver Sprache, mit Spreng-Sätzen und bösem Witz. <<

Sekretariatsadresse

Schweizer Buchpreis c/o LiteraturBasel
Theaterstrasse 22, CH-4051 Basel
+41 61 261 29 50

http://www.schweizerbuchpreis.ch

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ZUVOR:

Zürich / Basel, 17.September 2019

aus der Medienmitteilung zur Nominierung der SHORTLIST:

>> Schweizer Buchpreis 2019: Die fünf Nominierten stehen festSibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2019. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42‘000 Franken dotiert. Der oder die Preisträger*in erhält 30‘000 Franken; die vier anderen Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 3‘000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 10. November 2019 um 11 Uhr im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt. <<

 

2018 Nobel Prize in Literature to Olga Tokarczuk • 2019 Nobel Prize in Literature to Peter Handke

A) Biobibliographical notes

Olga Tokarczuk was born 1962 in Sulechów in Poland, and today lives in Wrocław. Her parents were teachers and her father also functioned as school librarian. In the library she read pretty much everything she could get hold of and it was here that she developed her literary appetite. After studies in psychology at the University of Warsaw she made her debut as a fiction writer 1993 with Podróz ludzi Księgi (”The Journey of the Book-People”), set in 17th century France and Spain where the characters are in search of a mysterious book in the Pyrenees. The book was well received and was awarded the Polish Publisher’s Prize for the best debut 1993-94. Still, her real breakthrough came with her third novel Prawiek i inne czasy 1996 (Primeval and Other Times, 2010). This subtly built family saga in several succeeding generations is set in a mythical place with strong symbolical impact, while, at the same time, being full of realistic and vivid details. It starts in the year 1914 and deals with the Polish history of the 20th century, and Tokarczuk has claimed that the narrative was a personal attempt to come to terms with the national image of the past. The novel is an excellent example of the new Polish literature after 1989, resisting moral judgement and unwilling to represent the conscience of the nation. Instead it shows a remarkable gift of imagination with a high degree of artistic sophistication.

But the device of a linear fable with an omniscient narrator, as well as the strong metaphysical undercurrent, are abandoned in the impressive Dom dzienny, dom nocny from 1998 (House of Day, House of Night, 2002). In this rich blend of beautiful and striking images one finds the intention to depict a whole region with many, conflicting cultures, individual fates and perspectives.

Olga Tokarczuk is inspired by maps and a perspective from above, which tends to make her microcosmos a mirror of macrocosmos. As it is stated in her third novel ”Primeval is a village in the midst of universe”. Likewise, myth and reality are intimately connected in House of Day, House of Night, where mushrooms and wine made of wild roses are treated with the same attention as the legend of the martyr St. Kummernis. Migration and expulsion have marked the Silesian landscape that sets the scene. The place appears to be the protagonist of the story, weaving together the multitude of narrated fragments into a rich, epic fresco.

The early inclination to archetypes and Jungian models of interpretation is gradually dissolving in the short stories Gra na wielu bębenkach from 2001 and more forcefully in the novel Bieguni from 2007 (Flights, 2017). In the latter she is not so much concerned with the landscape of the border as with the phenomenon of border-crossing. The title is taken from the name of an old Russian, gnostic sect whose members believed that constant movement prevents the triumph of the evil demiurg. Even here Tokarczuk is driven by the attempt to contain a multitude of often contradictory perspectives into one whole. In this pursuit she includes old maps and drawings of wanderings that convey an impression of a vast encyclopedia, mirroring a world in constant flight. Her montage of diverse fragments of narrative and essayistic prose is full of memorable reflections and episodes, where the recurring tropes are physical movement, mortality and the meaning of home.

Tokarczuk never views reality as something stable or everlasting. She constructs her novels in a tension between cultural opposites; nature versus culture, reason versus madness, male versus female, home versus alienation. And this is only possible if both poles are anchored in the narrative. In the technically more conventional but still very original crime novel Prowadź swój pług przez kości umarłych from 2009 (Drive Your Plow Over the Bones of the Dead, 2018) metaphysical speculation comes back in parodic form, when the protagonist, also the narrator, is presented as a fanatic animal lover and a fervent astrologist. Considered mad by the people in her surroundings, she is waging war with the male, local inhabitants, a depressingly narrow-minded hunting community. In this feat of ambivalent wit we never know which madness is worst and where the sympathies are invested.

Still, the magnum opus of Tokarczuk so far is the impressive historical novel Księgi Jakubowe 2014 (”The Books of Jacob”). Once more the writer changes mode and genre, and has devoted several years of historical research in archives and libraries to make the work possible. The protagonist is the charismatic 18th century sect leader Jacob Frank, by his adherents proclaimed the new Messiah. He was a cabbalist and restless seeker beyond spiritual borders, determined to unite Jewish, Christian and Moslem creeds and therefore always on the wrong side of Orthodoxy. It is fascinating how Tokarczuk lets us enter the minds of several persons in this 1000 pages long chronicle to give us a portrait of the main character, while he himself is only described from the outside. He was clearly a man of many faces: a mystic, rebel, manipulator and trickster. While the preeminent modern scholar of Jewish mysticism, Gershom Scholem, in his mighty work on the main lines in Jewish mysticism, avoids Frank’s disturbing persona Tokarczuk on the contrary pays great interest on precisely that: his boundlessness and psychopathic trait of character. Tokarczuk has in this work showed the supreme capacity of the novel to represent a case almost beyond human understanding. But the work does not only portray the mysterious life of Jacob Frank, it gives us a remarkably rich panorama of an almost neglected chapter in European history.

B) Biobibliographical notes

Peter Handke was born 1942 in a village named Griffen, located in the region Kärnten in southern Austria. This was also the birthplace of his mother Maria, who belonged to the Slovenian minority. His father was a German soldier that he would not meet before reaching adulthood himself. Instead, he and his siblings grew up with his mother and her new husband, Bruno Handke. After a period in severely war-damaged Berlin the family returned and settled down in Griffen. After finishing village school he was admitted to a Christian high school in the city of Klagenfurt. From 1961 he studied law at the University of Graz but broke off his studies a few years later when his debut novel Die Hornissen (1966) was published. It is an experimental ”double fiction” in which the main character is recollecting fragments of another, for the reader unknown, novel. Together with the play Publikumsbeschimpfung (Offending the Audience, 1969) – which was staged the same year and whose main concept is to have the actors insulting the audience simply for attending – he certainly set his mark on the literary scene. This mark hardly diminished after his description of contemporary German literature as suffering from ”Beschreibungsimpotence” (description impotence) at the meeting of Gruppe 47 held in Princeton, USA. He made sure to distance himself from prevailing demands on community-oriented and political positions and instead found much of his own literary inspiration within the New Novel-movement in French literature (le Nouveau Roman).

More than fifty years later, having produced a great numbers of works in different genres, he has established himself as one of the most influential writers in Europe after the Second World War. His bibliography contains novels, essays, note books, dramatic works and screenplays. Since 1990 he has been based in Chaville, southwest of Paris, and from here he has made many productive journeys. His works are filled with a strong desire to discover and to make his discoveries come to live by finding new literary expressions for them. As he has claimed: ”To be receptive is everything”. With this as his objective he manages to charge even the smallest of details in every day experience with explosive significance. His work is thus characterised by a strong adventurous spirit, but also by a nostalgic inclination, first visible in the beginning of the 1980s, in the drama Über die Dörfer 1981 (Walk about the Villages, 2015) and particularly in the novel Die Wiederholung,1986 (Repetition, 1988), where the protagonist Georg Kobal returns to Handke’s Slovenic origins on the maternal side.

Motivating this return to the origins is the need to remember and restitute the dead. But by the term ”Wiederholung” one should not understand strict repetition. In the novel Die Wiederholung memory is transformed in the writing act. Likewise, in the dreamplay Immer noch Sturm, 2010 (Storm Still, 2014), also taking place in Slovenia, the idealised brother of Handke’s mother, Gregor, who was killed in the war, is resurrected as a partisan opposing the Nazi occupation of Austria. In Handke, the past must be continuously rewritten but cannot as in Proust be recovered in a pure act of remembrance.

In effect, Handke’s writing takes its departure in catastrophe, as he reports in Das Gewicht der Welt, 1977, (The Weight of the World, 1984), the work that introduces the vast production of daily notes during the years. This experience is memorably depicted in the short and harsh, but deeply affectionate book written after his mother’s suicide Wunschloses Unglück, 1972 (A Sorrow Beyond Dreams: a life story, 1975). Handke would probably subscribe to Maurice Maeterlinck’s words: ”We are never more intimately at one with ourselves than after an irreparable catastrophe. Then we seem to have found ourselves again and recovered an unknown and essential part of our being. A strange stillness presents itself.” These moments can be recognised in several of Handke’s works, and they are not seldom combined with the epiphanic presence of the world, notably in Die Stunde der wahren Empfindung, 1975, (A Moment of True Feeling, 1977).

The peculiar art of Handke is the extraordinary attention to landscapes and the material presence of the world, which has made cinema and painting two of his greatest sources of inspiration. At the same time his writing shows an unending quest for existential meaning. Therefore, wandering and migration is his primary mode of activity, and the road is the place for what he has called his ”epic step”. We can see this in his first major attempt to describe a landscape, Langsame Heimkehr 1979 (Slow Homecoming, 1985), often viewed as a turning point in his writing. The ”epic step” is however not bound to genre, but is also visible in the dramatic work, as is recently demonstrated in Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstrasse. Ein Schauspiel in vier Jahreszeiten (2015).

Often Handke points at the medieval writer Wolfram von Eschenbach and the Quest Romance as a model of narrative, where an erring solitary hero in search of the Holy Grail is put to the test. This is wonderfully displayed in the recent, great novel Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere (2017), where the young heroine, Alexia, is erring in the interior of the long French province Picardie not knowing what strange fortune she is expecting. In another of his novels, Der Chinese des Schmerzes, 1983 (Across, 1986) the protagonist Andreas Loser commits a murderous, quite unpremeditated act that dramatically changes his life span. The description of the outskirts of the city of Salzburg is marvellously rich and precise, while the intrigue is rigorously reduced, almost nonexistent.

Handke has said that ”the classics have saved me”, and not least the legacy of Goethe is everywhere present, testifying to Handke’s will to return to the senses and the living experience of man. One cannot least observe this in his notebooks, in the recent Vor der Baumschattenwand nachts: Zeichen und Anflüge von der Peripherie 2007-2015 (2016). The importance of the classics is also evident in his translations from ancient Greek, works by Aeschylus, Euripides, Sophocles. He has also made a long series of translations from French and English, works by Emanuel Bove, René Char, Marguerite Duras, Julien Green, Patrick Modiano, Francis Ponge and Shakespeare.

At the same time Handke remains acutely contemporary and one aspect of this is his relation to Franz Kafka. In the same vein Handke must revolt against his paternal heritage, that in his case was perverted by the Nazi regime. Handke chose the maternal, Slovenic line of heritage, a significant reason for his antinationalistic myth of his Balkan origins. Although he has, at times, caused controversy he cannot be considered an engaged writer in the sense of Sartre, and he gives us no political programs.

Handke has chosen exile as a productive life path, where the experience of passing thresholds and geographic borders recurs. If he can be described as the writer of place it is not primarily the metropoles but the suburbs and the landscape that attract his attention. He recaptures the unseen and makes us part of it. This happens in particular in some of his most powerful narratives, Mein Jahr in der Niemandsbucht. Ein Märchen aus den neuen Zeiten from 1994 (My Year in the No-Man’s Bay, 1998) or the above mentioned Die Obstdiebin, both reversing the tradition from Baudelaire onwards that made Paris the mythic centre of modern literature. Together with the young heroine Alexia we are here on foot moving away from the proclaimed centre into the French region of Picardie, and the names of the small villages are suddenly filled with intoxicating beauty. Handke subverts our ideas of the centrally governed state, and makes us realize that the centre is everywhere.

Sources:

http://www.nobelprize.org/prizes/literature/2018/bio-bibliography/

and

http://www.nobelprize.org/prizes/literature/2019/bio-bibliography/

Die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 sind ausgewählt

>>Deutscher Buchpreis 2019: Die sechs Finalisten 2019

Die Jury hat die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 ausgewählt:

Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, August 2019)
Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
Saša Stanišić, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)

Jörg Magenau (freier Literaturkritiker), Sprecher der Jury des Deutschen
Buchpreises 2019, zur Auswahl: „Die Shortlist bietet sechs herausragende
Fundstücke, sechs Romane, die formal und stilistisch und in ihrer Klangfarbe
unterschiedlicher nicht sein könnten, und die doch ein großes Thema eint: In
allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt,
von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist. Dass dabei vor allem die
Identität des Mannes problematisch geworden ist, beschreiben sie mal aus
weiblicher, mal aus männlicher Perspektive. Vielleicht hat der
Generationenwechsel, der sich mit drei Debüts im Finale andeutet, damit zu
tun, dass die Jüngeren bei diesen Themen schärfer hinschauen. Die Jury war
geeint in Leselust und konstruktivem Streit. Wir hoffen, dass es auch allen
anderen Leserinnen und Lesern so gehen wird.“

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 203 Titel
gesichtet, die zwischen Oktober 2018 und dem 17. September 2019 erschienen
sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2019 gehören neben Jörg Magenau an:
Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus
Frankfurt am Main), Björn Lauer (Hugendubel Frankfurt), Alf Mentzer
(Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und
Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).<<

QUELLE: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

GEWINNER aus ENDAUSWAHL HOTLIST 2019 stehen fest, DIE SIEGER-VERLAGE

Für die Hotlist-Siegerliste standen 30 Kandidaten aus 160 Einsendungen zur Wahl. Eine Besonderheit der Hotlist gegenüber anderen Preisen ist: Ausgezeichnet werden nicht die Autoren, sondern die Verlage.

Das sind die diesjährigen Gewinner:

  • Alibri Verlag (Aschaffenburg): „Tot ohne Gott von Franz Josef Wetz“ (Erzählendes Sachbuch)
  • Berenberg Verlag (Berlin): „Das deutsche Zimmer von Carla Maliandi“ (Roman)
  • Drachenhaus Verlag (Esslingen): „Stadtleben“, herausgegeben von Jing Bartz und Shi Zhanjun (8 Frauen 8 Geschichten)
  • Edition 8 (Zürich): „Der Mann mit der magischen Kamera“ von  Pedro Badrán (Roman)
  • Edition Nautilus (Hamburg): „Das Fortschreiten der Nacht“ von Jakuta Alikavazovic (Roman)
  • Edition Rugerup (Berlin): „Sichel von Ruth Lillegraven“ (Langgedicht)
  • Elif Verlag (Nettetal): „Gedichte erinnern eine Stimme“ von Sigurður Pálsson (Gedichte)
  • Guggolz Verlag (Berlin): „Apoll Besobrasow“ von Boris Poplawski (Roman)
  • Wagenbach (Berlin): „Saison der Wirbelstürme“ von Fernanda Melchor (Roman)
  • weissbooks.w (Frankfurt): „Und andere Formen menschlichen Versagens“ von Lennardt Loß (Roman)

Der Jury gehörten an: Manu Hofstätter (Buchhändlerin und Blog lesefieber.ch, Einigen bei Spiez), Klaus Kowalke (Lessing und Kompanie Buchhandlung, Chemnitz), Bettina Schulte (Kulturredaktion Badische Zeitung, Freiburg i.Br) und Sabine Vogel (Literaturkritikerin, Berlin).

QUELLE: https://www.hotlist-online.com/

 

Longlist ist da, 2019, Deutscher Buchpreis

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Nora Bossong, Schutzzone (Suhrkamp, September 2019)
  • Jan Peter Bremer, Der junge Doktorand (Berlin Verlag, September 2019)
  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Andrea Grill, Cherubino (Paul Zsolnay, Juli 2019)
  • Karen Köhler, Miroloi (Carl Hanser, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin, Februar 2019)
  • Emanuel Maeß, Gelenke des Lichts (Wallstein, Februar 2019)
  • Alexander Osang, Die Leben der Elena Silber (S. Fischer, August 2019)
  • Katerina Poladjan, Hier sind Löwen (S. Fischer, Juni 2019)
  • Lola Randl, Der Große Garten (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Eva Schmidt, Die untalentierte Lügnerin (Jung und Jung, März 2019)
  • Saša Stanišić, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Marlene Streeruwitz, Flammenwand. (S. Fischer, Mai 2019)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)
  • Ulrich Woelk, Der Sommer meiner Mutter (C.H.Beck, Januar 2019)
  • Norbert Zähringer, Wo wir waren (Rowohlt, März 2019)
  • Tom Zürcher, Mobbing Dick (Salis, März 2019)

Die Jury

Der Jury gehören neben Jörg Magenau an: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Björn Lauer (Hugendubel Frankfurt), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).

QUELLE: http://www.deutscher-buchpreis.de

Schriftstellerin Brigitte Kronauer im Alter von 78 Jahren am 22. Juli in Hamburg verstorben

QUELLE: Verlag KLETT-COTTA

>>Wir bedauern, mitteilen zu müssen, dass unsere geschätzte Autorin Brigitte Kronauer im Alter von 78 Jahren nach langer und schwerer Krankheit am Vormittag des 22. Juli in Hamburg verstorben ist.

Brigitte Kronauer, 1940 in Essen geboren, lebte in Hamburg. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Fontane- Preis der Stadt Berlin, mit dem Heinrich- Böll-Preis, dem Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg, dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Jean-Paul-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. 2005 wurde ihr von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der Büchner-Preis verliehen.

Kronauers Romandebüt »Frau Mühlenbeck im Gehäus« erschien im Jahre 1980 bei Klett-Cotta. Seitdem war sie dem Haus treu verbunden.

Zahlreiche Romane und Essaysammlungen sind bei Klett-Cotta erschienen. Zu ihren bedeutendsten Werken gehörten »Teufelsbrück« (2000) , »Verlangen nach Musik und Gebirge« (2004), »Errötende Mörder« (2007), »Gewäsch und Gewimmel« (2013) und »Der Scheik von Aachen« (2016).

Am 9. August erscheinen Brigitte Kronauers Romangeschichten »Das Schöne, Schäbige, Schwankende«.

Der Verlag Klett-Cotta verliert mit Brigitte Kronauer eine hoch geschätzte Autorin, die den Verlag nachhaltig geprägt hat. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.<<

Es folgen hier nur die Romane und Erzählungen aus ihrem Werk:

Romane

  • Frau Mühlenbeck im Gehäus. Klett-Cotta, Stuttgart 1980, ISBN 3-12-904501-5; dtv, München 1984, ISBN 3-423-10356-6.
  • Rita Münster. Klett-Cotta, Stuttgart 1983, ISBN 3-608-95218-7; dtv, München 1991, ISBN 3-423-11430-4.
  • Berittener Bogenschütze. Klett-Cotta, Stuttgart 1986, ISBN 3-608-95420-1; dtv, München 2000, ISBN 3-423-11291-3.
  • Die Frau in den Kissen. Klett-Cotta, Stuttgart 1990; dtv, München 1996, ISBN 3-423-12206-4.
  • Das Taschentuch. Klett-Cotta, Stuttgart 1994, ISBN 3-608-93220-8; dtv, München 2001, ISBN 3-423-12888-7.
  • Teufelsbrück. Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-93070-1; dtv, München 2003, ISBN 3-423-13037-7.
  • Verlangen nach Musik und Gebirge. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-93571-1; dtv, München 2006, ISBN 3-423-13511-5.
  • Errötende Mörder. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-93730-5; dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-13898-7.
  • Zwei schwarze Jäger. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-93885-2.
  • Gewäsch und Gewimmel. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-98006-6.
  • Der Scheik von Aachen. Klett-Cotta, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-608-98314-2.

Erzählungen

  • Die gemusterte Nacht. Erzählungen. Klett-Cotta, Stuttgart 1981, ISBN 3-12-904551-1; dtv, München 1989, ISBN 3-423-11037-6.
  • Enten und Knäckebrot. Sieben Erzählungen. Klett-Cotta, Stuttgart 1988.
  • Schnurrer. Geschichten. Klett-Cotta, Stuttgart 1992, ISBN 3-608-95852-5; dtv, München 2002, ISBN 3-423-12976-X.
  • Hin- und herbrausende Züge. Erzählungen, Klett-Cotta, Stuttgart 1993, ISBN 3-608-93286-0.
  • Die Wiese. Erzählungen. Reclam, Stuttgart 1993, ISBN 3-15-008921-2.
  • Die Einöde und ihr Prophet. Über Menschen und Bilder. Erzählungen und Essays. Klett-Cotta, Stuttgart 1996, ISBN 3-608-93406-5.
  • Die Tricks der Diva. Geschichten. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-018334-0 (darin: Dri Chinisin).
  • Frau Melanie, Frau Martha und Frau Gertrud. Drei Erzählungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-22397-6.
  • Die Kleider der Frauen. Geschichten. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-018542-1.
  • Die Tricks der Diva. Reclam, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-020212-8.
  • Im Gebirg. Mit Original-Flachdruckgrafiken von Gosia Machon. Edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-940111-81-4.