BER-Flughafen-Krimi von Peter Kaiser erscheint am 28. Mai

Peter Kaiser hat zum Ende Mai 2018 einen Krimi vorgelegt, der sich explizit mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg, mit dem BER befasst. Die Handlung baut sich um das Thema Geld und um die Baulichkeiten des BER herum, spielt aber bei Israelis in Berlin und in Israel selbst, hat viel mit Korea und Koreanern zu tun und ist im Hauptsächlichen in Berlin „gesettelt“.

Der Ermittler trägt den Vornamen Adrian, aber den Nachnamen „Schmith“, was sich evtl. als Kombi aus Schmidt und Smith verstehen lassen könnte. Außerdem ist dieser Addi ein großer Ermittler mit eigenem Büro, die „Agentur für individuelle Lösungen“. Sitz: Berlin-Tempelhof.

Dieses Büro aber hat er nur eröffnet, weil er allein von seinen Beiträgen als Hörfunk-Journalist für das Kultur-Radio nicht leben kann. Addi ist also ein Schnüffler, der eher mit den Ohren schnüffelt. Ein Hörfunk-Ermittler.

Vielleicht ist Adrian Schmith der erste Hörfunk-Ermittler der Krimigeschichte. Leider nutzt ihm das nichts, wenn er Aufträge zu vollführen hat. Da muss er dann auch unangenehme Dinge tun. Nicht immer sind es Scheidungen, oh nein.

Eine Regina Lobeck kommt zu Addi. Sie will die Fahndung nach dem verschwundenen BER-Controller Itay Teichmann.

Regina Lobeck ist die Itay-Teichmann-Lebensgefährtin, die (oh Zufall!) auch beim BER als Controllerin beschäftigt ist.

Doch Itay, der Regina Lobeck 250.000 Euro vor seinem Verschwinden noch gab, Geld, das mit dem BER zusammenhängt, ist weder beim jüdischen Bäcker, dem Friedhof in Weißensee, im Schachklub des TuS Makkabi noch sonstwo in der israelischen Community in Berlin. „Addi“ fliegt nach Tel Aviv. Hier häufen sich die Indizien, das etwas Großes, sehr Gemeines am BER läuft.

Wer hat tatsächlich am BER das Sagen? Was wollen diese Koreaner, die immer mehr ins Blickfeld des Ermittlers treten? Und welche Rolle spielt bei allem die laszive Regina Lobeck, die irgendwie ein falsches Spiel um den BER mit Addi zu treiben scheint?

Immer tiefer dringt Adrian Schmith in den BER-Sumpf ein, bald führen ihn diese Ermittlungen direkt zum Innenbereich der vermeintlichen BER-Baustelle. Und „Addi“ erkennt: Bloßer Pfusch am Bau regt in der deutschen Hauptstadt niemanden mehr auf. Hier aber geht es um weit mehr …

Ein runder Krimi. Alles dreht sich auf der Plattform BER, eine Plattform für Skandale, eine Plattform für Kriminalgeschichten. Flughäfen sind nämlich kein Spaß, schon ja nicht welche, die ewig im Bau sind.

Peter Kaiser: Tief unten. Tief im Flughafen. Tief im BER.

Ein Fall für den Hörfunk-Ermittler Adrian Schmith aus der Tempelhofer Schokoladenfabrik

ISBN 978-3-96290-003-8

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Heidi Lehmann schreibt den Roman „Bitterschönes Schicksal … “ über Mutter-Tochter, wenn Mama in die Psychatrie muss

Die Österreicherin Heidi Lehmann, in Hamburg lebend, hat einen Roman geschrieben, der sich zuerst an Jugendliche, an ältere Jugendliche wendet, aber auch an die Generation der Erwachsenen. Dieser Jugendroman und Erwachsenenroman behandelt in der Sprache der Jugendlichen Moira (16 Jahre, später dann, gegen Ende des Buches ist sie 19 Jahre) eine vertrackte Lage, weil die arme Moira sich damit konfrontiert sieht, dass die Mutter sich irgendwie verändert hat.

Hinzu kommt die schon etwas zurückliegende Scheidung der Eltern, sodass ein Doppelproblem für den jungen Menschen hier vorliegt. Dazu kommt noch die jüngere Schwester, die auch an allem zu knabbern hat, und wo die Schwester Teilmutter spielen muss … oder denkt, es zu müssen.

Wie also geht Moira nun mit allem um, wie ist der Kontakt zur Mutter? Was passiert, als die Mutter zwischenzeitlich auch in die Psychiatrie muss, ja, das berühmte Hamburg-Ochsenzoll, die Klinik da? Was erfährt Moira, wenn sie Mama zum Arzt begleitet, zum Dr. Grünhagen zum Beispiel?

Und wie hält es Moira mit der Liebe? Mit Jungs? Mit Partys? Mit den anderen aus ihren Jugend-Kreisen? Und ihrem Berufswunsch? Wem erzählt sie von der Sorge um die Mutter, wem nicht? Wie verhält sich der Papa, der von der Mutter getrennt lebt?

Alles das erschreibt der Roman aus der Sicht der jungen Frau. Damit wendet sich das Buch an alle Patienten und an alle Angehörigen von Patienten, zudem Freunde und Bekannte, auch die Ärzte und Schwestern, wann immer es um einen Fall von (leicht?) „verrückt“ oder jedenfalls „Anders_werdend“ geht. Und hier ist es kein Ratgeber, es gibt auch nicht DIE Lösung, sondern der Roman erschreibt Facetten des Problemes. Dieses geschieht so einfühlsam, dass man der Handlung mit großer Sympathie folgt.

Heidi Lehmann hat mit dem Roman „Bitterschönes Schicksal oder als meine Mutter seltsam wurde“ vielleicht eine große Lücke im ansonsten so übergroßen Angebot der Bücherwelt „zu_geschrieben“:  die psychiatrische Erkrankung eines Elternteils, aus der Sicht der jungen Tochter, die gerade zur reifen Frau wird, dargestellt. Dieses Buch lohnt das Lesen.

 

Tobias Julian Stein schreibt den wichtigen und modernen Aachen-Roman „Aachen Unlimited“

T. J. Stein ist bei Aachen aufgewachsen, lebt heute in Aachen, hat eben dort studiert, ist kurz vor dem Doktorabschluss … und kennt die Szene der Universitätsstadt sehr genau. Sein Buch „Aachen Unlimited“ ist nicht umsonst mit der Zusatzzeile versehen: „Der ultimative Studentenroman aus dem äußersten Westen.“

Wir finden Aachen vor, wie wir es bislang nicht kannten. Da sind die Studenten aus so vielen Ländern der Welt, sie alle konzentrieren sich um die Universität, zum Beispiel um die Bibliothek, dann bekannte Ausläufer wie die Pontstraße mit unendlich vielen Lokalen und Imbissen. Zudem gibt es noch die Leute ohne Studium, ohne direkten Bezug zur Uni, die sich auch dort tummeln, zum Beispiel, weil es einen wichtigen Club dort gibt, oder ein Fitnesstudio.

Tobias Julian Stein begleitet 9 Personen am Tag des 30. April bis hinein in den 1. Mai, wo alle auf große Partys hoffen, auf Erlösung, auf Liebschaften, auf Ablenkung. Zudem sind noch viele weitere Menschen in diese genaue Beobachtung eingewoben.

So entdecken die Aachener und alle Nicht-Aachener die Stadt neu. Da gibt es auch den Obdachlosen, die rumänische Jung-Prostituierte, den Paketzentralenhilfarbeiter. Sie werden sich so oder so begegnen. Der mit ihr, sie mit dem, usw. Es ist wie ein Reigen von unterschiedlichsten Menschen, aber dann in der Aachener City hochkonzentriert und verdichtet in der / für die Mainacht.

Der Autor schaut genau hin, er belauscht die Sprache derer, seltsame Laute, Stakkato-Sätze, Rap, banale Dialoge, hochtiefschürfende Gespräche. Das ist schon eine Kunst, wie er all das einfängt, als Wahrheit von Aachen, auch als Wahrheit des Menschen in einer Stadt wie Aachen, und dann in diesem Roman zusammenbringt.

Aachen Unlimited, auch wenn der Roman vor allem im studentischen Milieu spielt, ist ein Buch, was eigentlich jeder Aachener, jede Aachenerin kennen sollte, solange sie sich (noch) für die Identität der Stadt interessiert. Hier erfährt man endlich mal, was alles passiert, wenn die Leute in der Pontstraße und anderswo zusammenglucken. Jetzt weiß man, wie sich Erasmus-Studenten wirklich fühlen. Und auch welche Karrieren angestrebt beziehungsweise angedacht werden, darf man hier auf dem Wege der höchst gelungenen Literatur lesen.

Ein absolutes Aachen-Buch als moderner Stadt-Roman, der sich dennoch gut lesen lässt. (Jeder Soziologe düfte sich angesichts dieses Buches die Finger reiben. Denn besser kann man kaum darstellen, wie unterschiedlich die Menschen ticken, und wie ähnlich sie sich dann schlussendlich auch noch sind.) AACHEN UNLMITED.

Hanna Pfetzing mit ihrem Roman über dreizehn Frauen: Biografien 1967 bis 2017

Hanna Pfetzing aus Gießen hat im Oktober 2017 einen Roman vorgelegt, in welchem 13 Frauen beleuchtet werden, über 50 Jahre hinweg: ihre Leben. Stationen, Brüche, Hoffnungen, Gelingen. Alle kennen sich irgendwie, sind miteinander verzahnt, manche ganz direkt, andere etwas entfernter. Aber die Lebenswege werden sehr unterschiedlich verlaufen. („Roman über die Biografien einstiger Rebellinnen“, heißt es auch im Untertitel des Buches.)

Es sind Frauen, die in der Phase 67/68 als junge Frauen an der Umwandlung und an der Rebellion bestimmter Kreise teilhatten, damals, als das dumpfe Deutschland des Nachkriegs viele Menschen zu ersticken drohte. In einer mittelkleinen/mittelgroßen Universitätsstadt treffen wir auf bewegte und sich bewegende Frauen, die nun in ihre Lebensläufe „hineingeraten“, aktiv wie passiv. Daraus wurde das Buch „Dreizehn Frauen und die Pizza in Nizza“, denn diese Frauen soll(t)en sich mal nach Jahren wiedertreffen und dann die kleine Reise antreten, nach Nizza, von der man vor rund 50 Jahren scherzhaft und ernsthaft gesprochen hatte. Eines Tages …

Der Roman schildert fiktional, aber doch scheinbar real (real und fiktional in einem) 13 Biografien von Frauen, die durch die APO-Bewegung geprägt wurden, sei es durch Aktionen und Diskussionen an der Uni, sei es durch Teilhabe an der Kinderladenbewegung, sei es durch Demonstrationen, zuvorige und spätere Kleinkriege gegen Eltern und damals noch die Schule … oder auch nur über dezente Verschiebungen im Alltag. Denn jeder Mensch „tickt anders“, also müssen sich auch diese 13 Lebensläufe unterscheiden.

Hanna Pfetzing wirft hier ihren Blick auf das, was wir als „Schicksal“ kennen, als „unser Leben“, als Melange aus aktiven Entscheidungen, Zufällen, Situationen, die sich so oder so dahinentwickelt haben, und wegen alledem, was noch zum Leben gehört: Es geht auch um Liebschaften, Ehen, Kinder, Enkel, Krankheiten, Prägung durch das Elternhaus … auch um Ortswechsel und die beruflichen Entscheidungen.

Dieses Buch ist ein wichtiger Rückblick auf das, was diese Generation wollte, und auf das, was aus dieser Generation wurde. Exemplarisch an 13 Frauen aufgeschrieben, dazu der Clou: Was wird oder wurde denn aus der Reise nach Nizza? 50 Jahre danach? Werden diese Frauen, alle Frauen, ein Teil der Frauen die „spleenige Idee“ umsetzen? Und wie wird sie dann sein, so eine Reise?

Auch das E-Book der Autorin Moni Folz ist nun publiziert

Das Buch „Papperlakröt!“ der Autorin aus dem Raum Landau, Moni Folz, erschien im August 2017 als Papierausgabe und zusätzlich im September 2017 als E-Book-Variante. Die Autorin beschreibt in ihrem Werk eine Geschichte, die zwischen Realität und Phantasie changiert, denn eine Schülerin wird hier mit einem Kobold zusammengebracht. Anders: Der Kobold nähert sich den Menschen und gerät an das junge Mädchen. Zwei Welten – und die Akteure des Buches agieren sowohl bei den Menschen als auch in den Höhlen der Kobolde. Kobold und Mensch bekämpfen zusammen Unrecht und Mobbing in der Menschenwelt, und ebenso tun sie das zusammen in der Koboldwelt. Dieses „Setting“ ist gut gewählt, die Geschichte ist richtig spannend und abenteuerreich. Es gibt natürlich auch einige Böse wie den schlimmen Gunnar und dessen Gang. Dann sind da aber noch Gute als Helfer … wie das Flederschwein Trudi, ja, Flederschwein, Sie haben richtig gelesen. Außerdem finden sich viele herrliche Ausdrücke, wo die Sprache in eine neue Koboldsprache zusammengemischt wird.

Moni Folz legt mit „Papperlakröt!“ ihr Kinderbuch-Jugendbuch-Debüt vor

Die in der Südpfalz lebende Moni Folz hat im August 2017 ihr erstes Buch auf den Weg gebracht. Es ist publiziert und nun also auf dem Buchmarkt.

Dabei handelt es sich um eine aufregende und spannende Geschichte um einen Kobold, der Theodor heißt, viel Schabernack betreibt, sich dann auch noch immer wieder mit vielen anlegt, zugleich aber doch ein verdammt netter Kerl ist. Er wird sich auch mit den Menschen beschätigen und in deren Welt auf eine Schülerin namens Theresa stoßen.

Es geht also um zwei Welten, Kobolde da und Menschen dort, in denen jeweils eine Person sich behaupten muss. Theresa gegen Mobbing an der Schule und der Kobold Theodor gegen eine böse Koboldgang (der Boss ist Gunnar) in den Schlickerhöhlen. In beiden Welten ist mächtig was los.

Natürlich gibt es auch noch ein seltsames Tier, ein Flederschwein, welches sich Trudi nennt, und welches dann auch noch Helferin in allem wird.

Die ganzen Ereignisse sind wie ein Strudel, sodass dieses Buch gelesen wird, ohne dass man es weglegen mag. Zusätzlich gibt es viel Witz und Humor und ganz eigene Wortschöpfungen, worauf ja schon der Titel verweist.

Der Autorin ist hier etwas ganz Feines gelungen. Ein Kinderbuch / Jugendbuch für die Hauptzielgruppe 8 bis 11 Jahre, aber letztlich auch für alle Altersgruppen darüber. Ein Buch, dass von allen Generationen „verschlungen“ werden darf und kann und muss.

Mit diesem Buch wurde „ein ganz toller Krötendienst“ uns erwiesen. PAPPERLAKRÖT!

 

Schriftstellerin Jerry J. Smith mit einem Roman über eine junge, rebellische Frau in der Selbstfindung

„Die Ungezähmte“, Roman.

Die in Leipzip lebende Jerry J. Smith hat ein Buch vorgelegt, in welchem es um eine junge Frau namens Marie geht. Diese ist irgendwie angepasst, lässt sich auch von ihrem Bruder allzuviel sagen … lebt und arbeitet in Berlin. Aber das ist nur das Vorstadium des Ganzen.

Denn sie, die Deutsche, wird schließlich noch nach Kanada gelangen, wo sie auch hinwill und immer sein wollte. Das macht allein der Wille.

Sie wird den Weinbau und Weinanbau erlernen. Auch wird sie alles um das „Weinmachen“ sich aneignen. Das ist die eine (äußere) Kerngeschichte des Buches. Und: Eine junge Frau macht in diesem Setting ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte endlich wahr.

Aber auf diesem Weg gibt es viele Hindernisse, darunter Liebesbeziehungen und Beziehungen zu Menschen ganz allgemein. Kämpfe. Marie muss durch Täler der Tränen, um die Höhen des Lebens zu erklimmen. Schließlich beginnt der Roman, als sie noch junge (unausgegorene) 22 Jahre ist.

Diese ganzen (aufregenden) Erlebnisse um die Stationen Berlin, Großbrittanien, Kanada beschreibt die Autorin in einer so mitnehmenden Art, die einen das Buch in einem Sog durchfliegen lässt. Leserinnen und Leser erleben überaus hautnah mit, was die Marie alles erlebt, womit sie hadert, wofür sie streitet.

Zusätzlich ist in den Roman eine Ratgeber-Figur eingebaut, ein Freund, aber ein ferner Freund, der sich gerne in Texten an die Autorin wendet. Aus seinen Botschaften zieht Marie Kraft, über seine Äußerungen denkt sie immer wieder nach … und kontrolliert, ob ihr Handeln dem entspricht, was der Freund ihr geraten hat.

Das Buch ist eines der Selbstfindung. Und die Leser können am Ende vieles verstehen und werden kopfnickend zustimmen. Wahr, intensiv … und schön erzählt.