Heidi Lehmann schreibt den Roman „Bitterschönes Schicksal … “ über Mutter-Tochter, wenn Mama in die Psychatrie muss

Die Österreicherin Heidi Lehmann, in Hamburg lebend, hat einen Roman geschrieben, der sich zuerst an Jugendliche, an ältere Jugendliche wendet, aber auch an die Generation der Erwachsenen. Dieser Jugendroman und Erwachsenenroman behandelt in der Sprache der Jugendlichen Moira (16 Jahre, später dann, gegen Ende des Buches ist sie 19 Jahre) eine vertrackte Lage, weil die arme Moira sich damit konfrontiert sieht, dass die Mutter sich irgendwie verändert hat.

Hinzu kommt die schon etwas zurückliegende Scheidung der Eltern, sodass ein Doppelproblem für den jungen Menschen hier vorliegt. Dazu kommt noch die jüngere Schwester, die auch an allem zu knabbern hat, und wo die Schwester Teilmutter spielen muss … oder denkt, es zu müssen.

Wie also geht Moira nun mit allem um, wie ist der Kontakt zur Mutter? Was passiert, als die Mutter zwischenzeitlich auch in die Psychiatrie muss, ja, das berühmte Hamburg-Ochsenzoll, die Klinik da? Was erfährt Moira, wenn sie Mama zum Arzt begleitet, zum Dr. Grünhagen zum Beispiel?

Und wie hält es Moira mit der Liebe? Mit Jungs? Mit Partys? Mit den anderen aus ihren Jugend-Kreisen? Und ihrem Berufswunsch? Wem erzählt sie von der Sorge um die Mutter, wem nicht? Wie verhält sich der Papa, der von der Mutter getrennt lebt?

Alles das erschreibt der Roman aus der Sicht der jungen Frau. Damit wendet sich das Buch an alle Patienten und an alle Angehörigen von Patienten, zudem Freunde und Bekannte, auch die Ärzte und Schwestern, wann immer es um einen Fall von (leicht?) „verrückt“ oder jedenfalls „Anders_werdend“ geht. Und hier ist es kein Ratgeber, es gibt auch nicht DIE Lösung, sondern der Roman erschreibt Facetten des Problemes. Dieses geschieht so einfühlsam, dass man der Handlung mit großer Sympathie folgt.

Heidi Lehmann hat mit dem Roman „Bitterschönes Schicksal oder als meine Mutter seltsam wurde“ vielleicht eine große Lücke im ansonsten so übergroßen Angebot der Bücherwelt „zu_geschrieben“:  die psychiatrische Erkrankung eines Elternteils, aus der Sicht der jungen Tochter, die gerade zur reifen Frau wird, dargestellt. Dieses Buch lohnt das Lesen.

 

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Auch das E-Book der Autorin Moni Folz ist nun publiziert

Das Buch „Papperlakröt!“ der Autorin aus dem Raum Landau, Moni Folz, erschien im August 2017 als Papierausgabe und zusätzlich im September 2017 als E-Book-Variante. Die Autorin beschreibt in ihrem Werk eine Geschichte, die zwischen Realität und Phantasie changiert, denn eine Schülerin wird hier mit einem Kobold zusammengebracht. Anders: Der Kobold nähert sich den Menschen und gerät an das junge Mädchen. Zwei Welten – und die Akteure des Buches agieren sowohl bei den Menschen als auch in den Höhlen der Kobolde. Kobold und Mensch bekämpfen zusammen Unrecht und Mobbing in der Menschenwelt, und ebenso tun sie das zusammen in der Koboldwelt. Dieses „Setting“ ist gut gewählt, die Geschichte ist richtig spannend und abenteuerreich. Es gibt natürlich auch einige Böse wie den schlimmen Gunnar und dessen Gang. Dann sind da aber noch Gute als Helfer … wie das Flederschwein Trudi, ja, Flederschwein, Sie haben richtig gelesen. Außerdem finden sich viele herrliche Ausdrücke, wo die Sprache in eine neue Koboldsprache zusammengemischt wird.

Moni Folz legt mit „Papperlakröt!“ ihr Kinderbuch-Jugendbuch-Debüt vor

Die in der Südpfalz lebende Moni Folz hat im August 2017 ihr erstes Buch auf den Weg gebracht. Es ist publiziert und nun also auf dem Buchmarkt.

Dabei handelt es sich um eine aufregende und spannende Geschichte um einen Kobold, der Theodor heißt, viel Schabernack betreibt, sich dann auch noch immer wieder mit vielen anlegt, zugleich aber doch ein verdammt netter Kerl ist. Er wird sich auch mit den Menschen beschätigen und in deren Welt auf eine Schülerin namens Theresa stoßen.

Es geht also um zwei Welten, Kobolde da und Menschen dort, in denen jeweils eine Person sich behaupten muss. Theresa gegen Mobbing an der Schule und der Kobold Theodor gegen eine böse Koboldgang (der Boss ist Gunnar) in den Schlickerhöhlen. In beiden Welten ist mächtig was los.

Natürlich gibt es auch noch ein seltsames Tier, ein Flederschwein, welches sich Trudi nennt, und welches dann auch noch Helferin in allem wird.

Die ganzen Ereignisse sind wie ein Strudel, sodass dieses Buch gelesen wird, ohne dass man es weglegen mag. Zusätzlich gibt es viel Witz und Humor und ganz eigene Wortschöpfungen, worauf ja schon der Titel verweist.

Der Autorin ist hier etwas ganz Feines gelungen. Ein Kinderbuch / Jugendbuch für die Hauptzielgruppe 8 bis 11 Jahre, aber letztlich auch für alle Altersgruppen darüber. Ein Buch, dass von allen Generationen „verschlungen“ werden darf und kann und muss.

Mit diesem Buch wurde „ein ganz toller Krötendienst“ uns erwiesen. PAPPERLAKRÖT!

 

Peter Härtling verstorben: 10.7.2017

>>Nach kurzer schwerer Erkrankung ist heute, am 10. Juli 2017, der Schriftsteller Peter Härtling im Alter von 83 Jahren verstorben.

Peter Härtling war einer der großen Schriftsteller des Landes, der in über 60 Jahren eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen, autobiographischen Schriften und Kinderbüchern veröffentlicht hat. Er war tätig als Herausgeber, Journalist und von 1967 bis 1973 Mitglied der Geschäftsleitung des S. Fischer Verlags.

Im Jahr 2015 erschien Peter Härtlings letzter Roman Verdi – Ein Roman in neun Fantasien.

Peter Härtling erhielt für sein Werk zahllose Preise und Auszeichnungen.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch trauert um einen langjährigen Autor und Freund und verneigt sich vor seiner literarischen Lebensleistung. Wir werden Peter Härtlings Lebenswerk für seine Leser und Freunde lebendig erhalten.

Verlag Kiepenheuer & Witsch
Köln, den 10. Juli 2017<<

 

QUELLE: Verlag Kiepenheuer & Witsch