Jutta Profijt „Unter Fremden“: Friedrich-Glauser-Preis 2018 in der Sparte „Roman“

Der Preis in der Sparte „Roman“ ist mit 5.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Die Preisträgerin 2018 wurde am Samstag, dem 5. Mai 2018 während der 32. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Halle verkündet und geehrt

QUELLE: http://www.das-syndikat.com

>>Madiha, eine junge Syrerin, hat es mithilfe ihres Landsmanns Harun nach einer lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland geschafft. Dort lebt sie in einer Unterkunft in der Nähe von Düsseldorf, gemeinsam mit anderen Migranten aus den verschiedensten Ländern. Sie macht Bekanntschaft mit Deutschen und deutschen Sitten, die ihr fremder nicht sein könnten. Mit ihren Augen sieht der Leser die Gebräuche und Gewohnheiten in Deutschland, dem fremden Land, und erlebt, wie das Eigene, das, was ihm eigentlich vertraut ist, plötzlich fremd wird. Gleichzeitig erfährt er viel über das Leben in einer muslimischen Gesellschaft, in der Frauen nichts gelten und unterwürfig sein müssen. Aber auch da gibt es Ausnahmen: Madiha wurde von ihrem Vater als Kunsthandwerkerin ausgebildet und beschützt – solange er sie beschützen konnte. So wird das Vorurteil entlarvt, dass muslimische Männer Frauen automatisch als Menschen zweiter Klasse ansehen würden. Aber auch in anderer Hinsicht ist Madiha, die durch ihre Gehbehinderung bereits in Syrien eine Außenseiterin war, eine durch und durch ambivalente Figur. Sie ist auch in Deutschland fremd unter ihren eigenen Landsleuten und entspricht keinem Klischee: So fällt sie beispielsweise schon optisch dadurch auf, dass sie grüne Augen hat. Zudem arbeitet sie, die einst in Syrien in einer deutschsprachigen Familie aufwuchs, im Camp als Dolmetscherin, obwohl sie Analphabetin ist. Trotz dieser kommunikativen Aufgabe bleibt sie jedoch einsam. Es sind vor allem diese Qualitäten der Hauptfigur, die den Roman niemals larmoyant werden lassen. Dass Madiha eine Figur mit großem Entwicklungspotential ist, wird spätestens dann deutlich, als Harun eines Tages spurlos verschwindet und sie sich mithilfe der deutschen Polizei, eines libanesischen Restaurantbesitzers und eines kleinen Flüchtlingsjungen auf die Suche nach ihm macht. Bei ihren eher unfreiwilligen Ermittlungen stößt sie auf ein Netzwerk von Syrern, die Landsleute beseitigen wollen, die sie für schuldig halten und damit den syrischen Krieg nach Deutschland trage<<

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Nominierungen Krimipreise GLAUSER 2017 und Hans-Jörg-Martin-Preis

Preisverleihung am Samstag, 6. Mai 2017 in Graz.

Die Nominierungen

Nominierte für den Friedrich-Glauser-Preises 2017 in der Sparte „Kriminalroman“:

Bernhard Aichner: Interview mit einem Mörder, Haymon

Simone Buchholz: Blaue Nacht, Suhrkamp Nova

Christian v. Ditfurth: Zwei Sekunden, carl’s books

Sunil Mann: Schattenschnitt, Grafit

Sven Stricker: Sörensen hat Angst, rororo

Nominierte für den Friedrich-Glauser-Preises 2017 in der Sparte „Debüt-Kriminalroman“:

Peter Gallert und Jörg Reiter: Kopfjagd, Emons

Ule Hansen: Neuntöter, Heyne

Gerhard Jäger: Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod, Blessing Verlag

Sofie Rathjens: Aschenkind, Aufbau Verlag

Frank Schlösser: Der letzte Pfeil, Emons

Nominierte für den Friedrich-Glauser-Preises 2017 in der Sparte „Kurzkrimi“:

Raoul Biltgen: Helden – ein Wiener Mosaik, in: Tatort Hofburg, Falter Verlag

Peter Godazgar: Sicherheit ist planbar, in: Handwerk hat blutigen Boden, kbv

Petra Ivanov: Das Geständnis, in: Mord in Switzerland, Band 2, Appenzeller Verlag

Thomas Kastura: Genug ist genug, in: Plätzchen, Punsch und Psychokiller, Knaur

Ella Theiss: Sehnsucht, in: Suche Trödel, finde Leiche, kbv

Nominierte des Hansjörg-Martin-Preises für den besten Kinder- und Jugendkrimi:

Alexandra Fischer-Hunold: Lord Gordon – Ein Mops in königlicher Mission, Ravensburger

Anja von Kampen: Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel, Mixtvision

Manuela Martini: Kristallträne, Arena

Ursula Poznanski: Elanus, Loewe

Susanne Schmidt: Merjem, Jacoby Stuart

Preisträger des Ehrenglausers

Der Ehrenpreis der Autoren wird vom SYNDIKAT für besondere Verdienste um den deutschsprachigen Kriminalroman verliehen. Er ist nicht dotiert und versteht sich als Würdigung der Autoren für Arbeit und Werk einer Kollegin oder eines Kollegen.

Die Jury des SYNDIKATs hat den Ehrenglauser 2017 den in Unna tätigen Sigrun Krauß und Herbert Knorr, Gründer und Leiter des größten europäischen Krimifestivals „Mord am Hellweg“, in Würdigung ihres Engagements für die Kriminalliteratur zuerkannt.

QUELLE: http://www.das-syndikat.com

Glauserpreis 2016: Die Preisträger und die Nominierten

Das SYNDIKAT schreibt jedes Jahr Autorenpreise aus, die vom SYNDIKAT e.V., dem Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur, gestiftet werden: den Friedrich-Glauser-Preis in den Sparten „Roman“, „Debütroman“ und „Kurzkrimi“, den Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi sowie den Ehrenglauser für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur.

Die Preisträger und Nominierten des Friedrich-Glauser-Preises 2016 und des Hansjörg-Martin-Preises 2016 sind:

Preisträger und Nominierte in der Sparte „Kriminalroman“

  • Gewinner: Michael Böhm: Herr Petermann und das Triptychon des Todes, Bookspot Verlag
  • Ulrich Effenhauser: Alias Toller, Transit
  • Andreas Gruber: Todesurteil, Goldmann
  • Ria Klug: Die Vollpfostenmasche, Grafit
  • Merle Kröger: Havarie, Argument/Ariadne

Preisträger und Nominierte in der Sparte „Debüt-Kriminalroman“

  • Vera Buck: Runa, Limes
  • Gewinner: Benjamin Cors: Strandgut, dtv
  • Carsten Germis: Sayonara Bulle, rororo
  • Iris Grädler: Meer des Schweigens, Dumont
  • Clara Weiss: Milchsblut, Goldmann

Preisträgerin und Nominierte in der Sparte „Kurzkrimi

  • Christiane Dieckerhoff: Hechte der Nacht, in: Flossen hoch 3.0 – Jetzt erst recht, Leda Verlag
  • Gewinnerin: Iris Leister: Der Hias, in: BoandlKramer & andere Geschichten aus dem Bayerischen Wald, Edition Golbet, HePeLo Verlag
  • Laura Müller-Hennig: Wenn sie da ist, in: Mordlichterglanz, Leinpfad Verlag
  • Friederike Schmöe: Das nackte Licht, in: Glühweinopfer und Lebkuchenleichen. Ein fränkischer Adventskalender in 24 Kurzkrimis, ars vivendi
  • Roland Spranger: C, in: Tatort Franken No. 6, ars vivendi

Preistägerin und Nominierte des Hansjörg-Martin-Preises

  • Wulf Dorn: Die Nacht gehört den Wölfen, cbt
  • Kristina Dunker: Bevor er es wieder tut, dtv pocket
  • Andreas Hartmann (Autor), Ulla Mersmeyer (Illustratorin): Auf die harte Tour, Obelisk
  • Annette Mierswa (Autorin), Nina Dulleck (Illustratorin): Die geheime Welt der Suni Stern, Tulipan
  • Gewinnerin: Ursula Poznanski: Layers, Loewe

DerEhrenglauser geht an Jürgen Kehrer in Würdigung seines Engagements für die deutschsprachige Kriminalliteratur und für sein bisheriges literarisches Gesamtwerk im Bereich der Kriminalliteratur.

 

QUELLE: http://www.das-syndikat.com

Autor Friedrich Ani erhält Deutschen Krimipreis 2016

 

32. Deutscher Krimi Preis 2016

National

Zum dritten Mal schon erhält Ani diesen Preis!

Der Deutsche Krimipreis wird seit dreißig Jahren vom Bochumer Krimi-Archiv vergeben. Er ist undotiert. Die Preisträger wurden von einer Jury aus Krimi-Kritikern und Buchhändlern aus den Neuerscheinungen des vergangenen Jahres ausgewählt.

QUELLE muenchen.de SCHREIBT:

>>Bekannt wurde Friedrich Ani mit seiner Krimi-Reihe um den Ermittler und Vermisstensucher Tabor Süden. Zwei Bücher mit dem eigenwilligen Protagonisten bescherten Ani bereits Erfolge beim Krimipreis: 2003 gewann sein Roman „Süden und der Straßenbahntrinker“, 2014 das Buch „M“. Nun freut sich der in Kochel am See geborene Autor über seinen dritten Sieg: Der im August letzten Jahres erschienene Roman „Der namenlose Tag“ führt einen neuen Protagonisten ein, den pensionierten Kommissar Jakob Franck. Dieser wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als der Vater eines Mädchens, das vermeintlich Selbstmord begangen hat, zu ihm kommt und ihn bittet, den Fall noch einmal zu untersuchen. Friedrich Anis Bücher zeichnen sich durch einen weitgehenden Verzicht auf blutige Morde aus, sondern erzeugen Spannung auf der psychologischen Ebene. Die Geschichten spielen zum überwiegenden Teil in München, wo er bereits seit Jahrzehnten lebt. Neben seinen Krimis verfasste Ani auch zahlreiche Drehbücher, unter anderem für den Münchner „Tatort“, sowie Lyrikbände und Kinderbücher. Für das Drehbuch zu dem auf seinem Roman basierenden Film „Süden und der Luftgitarrist“ erhielt er 2010 den renommierten Grimme-Preis. Anis nächster Roman steht übrigens bereits in den Startlöchern: „Der einsame Engel“ erscheint im Februar und holt die Figur Tabor Süden zurück auf die Bildfläche.<<