PREIS DER LEIPZIGER BUCHMESSSE 2020 — die Nominierten

Die nominierten Bücher für den Leipziger Buchpreis

Belletristik

Verena Güntner: „Power“ (DuMont Buchverlag)

Maren Kames: „Luna Luna“ (Secession Verlag)

Leif Randt: „Allegro Pastell“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Ingo Schulze: „Die rechtschaffenen Mörder“ (S. Fischer Verlag)

Lutz Seiler: „Stern 111“ (Suhrkamp Verlag)

Sachbuch/Essayistik

Bettina Hitzer: „Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“ (Klett-Cotta Verlag)

Michael Martens: „Im Brand der Welten.
Ivo Andrić. Ein europäisches Leben“ (Paul Zsolnay Verlag)

Armin Nassehi: „Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft“ (Verlag C. H. Beck)

Julia Voss: „Hilma af Klint – »Die Menschheit in Erstaunen versetzen«. Biographie“ (S. Fischer Verlag)

Wenzel, Jan (Hg.) zusammen mit Anne König, Andreas Rost u.a.: „Das Jahr 1990 freilegen“ (Spector Books)

Übersetzung

Pieke Biermann: übersetzte aus dem amerikanischen Englisch „Oreo“ von Fran Ross (dtv Verlag)

Luis Ruby: übersetzte aus dem brasilianischen Portugiesisch „Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau. Sämtliche Erzählungen I“ von Clarice Lispector (Penguin Verlag)

Andreas Tretner: übersetzte aus dem Bulgarischen „Die Sanftmütigen“ von Angel Igov (eta Verlag)

Melanie Walz: übersetzte aus dem Englischen „Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der Provinz“ von George Eliot (Rowohlt Verlag)

Simon Werle: übersetze aus dem Französischen „Der Spleen von Paris. Gedichte in Prosa sowie frühe Dichtungen“ von Charles Baudelaire (Rowohlt Verlag)

Matthias Thonon, Daniela Chmelik, Renate Aichinger, Katja Schraml als Preisträger/innen beim Bad Godesberger Literaturwettbewerb

Matthias Thonon gewinnt den Hauptpreis der Jury, Katja Schraml gewinnt den Publikumspreis … beim 9. Bad Godesberger Literaturwettbewerb im Haus an der Redoute in Bonn (Bad Godesberg).

In diesem Jahr (2019) fand der Godesberger Literaturwettbewerb bereits zum 9. Mal statt.

Der von der Parkbuchhandlung (Inhaberin Barbara Ter-Nedden) ins Leben gerufene Wettbewerb hat sich zu einer festen Größe im Bad Godesberger Kulturleben entwickelt und zieht AutorInnen aus ganz Deutschland an. Auch aus Österreich.

Die Jury bestand in diesem Jahr aus der Pädagogin Annie Katherina Kawka-Wegmann, dem GA-Redakteur Rüdiger Franz und den Germanisten Prof. Dr. Norbert Oellers sowie Prof. Dr. Georg Guntermann. (Rüdiger Franz sprach die Laudatio.)

Autorinnen und Autoren wird in Bad Godesberg ein Forum geboten, um Texte aller literarischen Gattungen zu präsentieren.

Aus allen Einsendungen wählte die Jury 10 AutorInnen aus, die während einer Veranstaltung ihre Texte im „Haus an der Redoute“ lesen sollten.

8 Autorinnen und Autoren kamen am 10.12.2019 (an diesem Tag wurden übrigens auch 2 Literaturnobelpreise überreicht) LIVE ins „Haus an der Redoute“ in Bonn-Bad-Godesberg (Bad Godesberg ist heute ein Stadtbezirk / Stadtteil von Bonn), um LIVE vor Publikum zu lesen. (2 weitere Autoren/innen waren aus unterschiedlichen Gründen verhindert.)

Nach den Lesungen von je Person circa 8 Minuten kam es zur Abstimmung durch das Publikum, und zu einer kleinen Auszählpause.

Der Publikumspreis ging danach an Katja Schraml.

Der Hauptpreis der Jury (das stand vorher schon fest, wurde aber auch erst nun verkündet) ging an Matthias Thonon.

Das alles geschah in Anwesenheit von Bezirksbürgermeister Christoph Jansen, der ein paar nette Worte zur Begrüßung sprach.

1. PREIS DER JURY an Matthias Thonon

2. PREIS DER JURY an Daniela Chmelik

3. PREIS DER JURY an Renate Aichinger

PUBLIKUMSPREIS an Katja Schraml

TEXTE ALS BUCH: Barbara Ter-Nedden (Hrsg.), Am frühen Morgen. Anthologie, Kid Verlag 2019, 12,80 Euro.

Kurt-Wolff-Preis 2020 geht an den Arco Verlag in Wuppertal, Förderpreis an Hentrich & Hentrich nach Leibzig

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QUELLE: http://www.kurt-wolff-stiftung.de/kurt-wolff-preis-2020/

GEWINNER aus ENDAUSWAHL HOTLIST 2019 stehen fest, DIE SIEGER-VERLAGE

Für die Hotlist-Siegerliste standen 30 Kandidaten aus 160 Einsendungen zur Wahl. Eine Besonderheit der Hotlist gegenüber anderen Preisen ist: Ausgezeichnet werden nicht die Autoren, sondern die Verlage.

Das sind die diesjährigen Gewinner:

  • Alibri Verlag (Aschaffenburg): „Tot ohne Gott von Franz Josef Wetz“ (Erzählendes Sachbuch)
  • Berenberg Verlag (Berlin): „Das deutsche Zimmer von Carla Maliandi“ (Roman)
  • Drachenhaus Verlag (Esslingen): „Stadtleben“, herausgegeben von Jing Bartz und Shi Zhanjun (8 Frauen 8 Geschichten)
  • Edition 8 (Zürich): „Der Mann mit der magischen Kamera“ von  Pedro Badrán (Roman)
  • Edition Nautilus (Hamburg): „Das Fortschreiten der Nacht“ von Jakuta Alikavazovic (Roman)
  • Edition Rugerup (Berlin): „Sichel von Ruth Lillegraven“ (Langgedicht)
  • Elif Verlag (Nettetal): „Gedichte erinnern eine Stimme“ von Sigurður Pálsson (Gedichte)
  • Guggolz Verlag (Berlin): „Apoll Besobrasow“ von Boris Poplawski (Roman)
  • Wagenbach (Berlin): „Saison der Wirbelstürme“ von Fernanda Melchor (Roman)
  • weissbooks.w (Frankfurt): „Und andere Formen menschlichen Versagens“ von Lennardt Loß (Roman)

Der Jury gehörten an: Manu Hofstätter (Buchhändlerin und Blog lesefieber.ch, Einigen bei Spiez), Klaus Kowalke (Lessing und Kompanie Buchhandlung, Chemnitz), Bettina Schulte (Kulturredaktion Badische Zeitung, Freiburg i.Br) und Sabine Vogel (Literaturkritikerin, Berlin).

QUELLE: https://www.hotlist-online.com/

 

Bachmannpreis 2019 für Birgit Birnbacher, andere Preise an Leander Fischer, Julia Jost, Yannic Han Biao Federer und Ronya Othmann

QUELLE: bachmannpreis.orf.at

Bachmannpreis 2019 für Birgit Birnbacher

Der Bachmannpreis geht in diesem Jahr an Birgit Birnbacher. Leander Fischer bekommt den Deutschlandfunkpreis. Julia Jost nimmt den KELAG-Preis mit nach Hause. Der 3sat-Preis geht an Yannic Han Biao Federer. Das Publikum stimmte beim BKS-Bank-Preis für Ronya Othmann.

Der heißeste Bachmannpreis aller Zeiten – teilweise hatte es in Klagenfurt 38 Grad Celsius – fand am Sonntag seinen Höhepunkt. Fünf Preise wurden vergeben, die vier Jurypreise brauchten alle eine Stichwahl. Insgesamt sind drei Österreicher unter den fünf Preisträgern. Zwei Autoren sind aus Deutschland.

Gmünder: „Knisternd und aufrührend“

Die Österreicherin Birgit Birnbacher gewann mit dem Text „Der Schrank“. Es geht hier um eine soziologische Studie, eine an dieser Studie Teilnehmende und das plötzliche Erscheinen eines Schrankes. Die Laudatio für Birgit Birnbacher hielt Stefan Gmünder, er nannte die Sprache knisternd, sie rühre auf. „Plötzlich steht ein Biedermeierschränkchen im Haus, alles im Text dreht sich um eine 36-Jährige, die im Prekariat lebt.“ Ohne Winke mit dem Zaunpfahl erzähle der Text vom Lebenskampf, von Ferne klinge Samuel Becketts Endspiel an.

Birnbacher sagte in einer ersten Reaktion: „Unglaublich. Der Preis bedeutet uns allen viel, darum sind wir auch hier. Es ist eine besondere Runde, so habe ich das erlebt. Es sind viele da, die den Preis verdient hätten.“

Preisvergabe on demand

Deutschlandfunkpreis für Leander Fischer

Der Deutschlandfunkpreis ging nach einer Stichwahl zwischen dem deutschen Autor Yannic Han Biao Federer und dem Österreicher Leander Fischer an Fischer. Er las den Text „Nymphenverzeichnis Muster Nummer eins Goldkopf“, in dem Musik mit Fliegenfischen verschwimmt.

Hubert Winkels sagte in seiner Rede, er freue sich sehr, da er ja auch vom Deutschlandfunk komme. Der Titel sei sperrig, und es sei auch eine der sperrigsten Arbeiten, Köder für das Fliegenfischen zu knüpfen. „Da erfahren wir ausführlicher davon, als wir jemals wollten.“ Doch der Text schaffe es, Stück für Stück beim Zusammensetzen langsam das Vergnügen am Fertigen eines Kunstwerks zu vermitteln. Der Protagonist ist Musiklehrer, doch kein Violinkonzert könne schöner sein, als das Knüpfen der Köder.

KELAG-Preis an Julia Jost

Auch beim dritten Preis gab es eine Stichwahl, diesmal zwischen der in Kärnten geborenen Julia Jost und dem Deutschen Yannic Federer. Wie beim Deutschlandfunkpreis hing die letzte Entscheidung an Klaus Kastberger, es gewann die gebürtige Kärntnerin Julia Jost mit ihrem Text „Schakaltal“.

Klaus Kastberger sagte in seiner Laudatio, noch hätten in Kärnten nicht alle Täler den richtigen Namen. Jost zeige in ihrem Text, wie ein solcher Bezeichnungsvorgang heute fiktional von statten gehen könnte. So werde aus dem Bärental oder einem ähnlichen das Schakaltal, nach dem Schrei einer Mutter, die um ihr Kind trauert. „Es ist eine Kindergeschichte, die die Auseinandersetzung mit der braunen Vergangenheit neu führt und mit neuen Mitteln erweitert.“

3sat-Preis für Yannic Han Biao Federer

Und auch beim vierten Preis gab es eine Stichwahl, in diesem Fall zwischen Yannic Han Biao Federer und Daniel Heitzler. Es gewann Federer. Auch hier gab Klaus Kastberger den Ausschlag. Er las auf Einladung von Hildegard Keller den Text „Kenn ich nicht“. In ihrer Laudatio sagte Keller, der Text berühre, weil er eine Trennungsgeschichte radikal von außen erzähle. „Der Autor kippt in die Geschichte, seine Freunde geben ihm immer wieder neue Namen. Bei diesem Gestöber von Alter Egos findet Trauerarbeit statt, das könnte man fast übersehen.“

BKS-Bank-Publikumspreis für Ronya Othmann

Das Onlinevoting am Samstag konnte die deutsche Autorin Ronya Othmann mit ihrem Text „Vierundsiebzig“ über den Völkermord der Jesiden für sich entscheiden. Die Jury diskutierte weniger über die Qualität des Textes als darüber, wie man über Unsägliches schreiben und wie man darüber urteilen könne.

Jutta Profijt „Unter Fremden“: Friedrich-Glauser-Preis 2018 in der Sparte „Roman“

Der Preis in der Sparte „Roman“ ist mit 5.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Die Preisträgerin 2018 wurde am Samstag, dem 5. Mai 2018 während der 32. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Halle verkündet und geehrt

QUELLE: http://www.das-syndikat.com

>>Madiha, eine junge Syrerin, hat es mithilfe ihres Landsmanns Harun nach einer lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland geschafft. Dort lebt sie in einer Unterkunft in der Nähe von Düsseldorf, gemeinsam mit anderen Migranten aus den verschiedensten Ländern. Sie macht Bekanntschaft mit Deutschen und deutschen Sitten, die ihr fremder nicht sein könnten. Mit ihren Augen sieht der Leser die Gebräuche und Gewohnheiten in Deutschland, dem fremden Land, und erlebt, wie das Eigene, das, was ihm eigentlich vertraut ist, plötzlich fremd wird. Gleichzeitig erfährt er viel über das Leben in einer muslimischen Gesellschaft, in der Frauen nichts gelten und unterwürfig sein müssen. Aber auch da gibt es Ausnahmen: Madiha wurde von ihrem Vater als Kunsthandwerkerin ausgebildet und beschützt – solange er sie beschützen konnte. So wird das Vorurteil entlarvt, dass muslimische Männer Frauen automatisch als Menschen zweiter Klasse ansehen würden. Aber auch in anderer Hinsicht ist Madiha, die durch ihre Gehbehinderung bereits in Syrien eine Außenseiterin war, eine durch und durch ambivalente Figur. Sie ist auch in Deutschland fremd unter ihren eigenen Landsleuten und entspricht keinem Klischee: So fällt sie beispielsweise schon optisch dadurch auf, dass sie grüne Augen hat. Zudem arbeitet sie, die einst in Syrien in einer deutschsprachigen Familie aufwuchs, im Camp als Dolmetscherin, obwohl sie Analphabetin ist. Trotz dieser kommunikativen Aufgabe bleibt sie jedoch einsam. Es sind vor allem diese Qualitäten der Hauptfigur, die den Roman niemals larmoyant werden lassen. Dass Madiha eine Figur mit großem Entwicklungspotential ist, wird spätestens dann deutlich, als Harun eines Tages spurlos verschwindet und sie sich mithilfe der deutschen Polizei, eines libanesischen Restaurantbesitzers und eines kleinen Flüchtlingsjungen auf die Suche nach ihm macht. Bei ihren eher unfreiwilligen Ermittlungen stößt sie auf ein Netzwerk von Syrern, die Landsleute beseitigen wollen, die sie für schuldig halten und damit den syrischen Krieg nach Deutschland trage<<

PREISTRÄGERIN 2018 Leipzig: Esther Kinsky: „Hain. Geländeroman“ – sowie Schögel, Stöhr und Durkot

Preisträger 2018

Der Preis der Leipziger Buchmesse 2018 ging an

Belletristik:
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Esther Kinsky: „Hain. Geländeroman“
(Suhrkamp Verlag)

Sachbuch/Essayistik:
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Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“
(Verlag C.H.Beck)

Übersetzung:
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Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen: Serhij Zhadan: Internat
(Suhrkamp Verlag)