Tobias Julian Stein schreibt den wichtigen und modernen Aachen-Roman „Aachen Unlimited“

T. J. Stein ist bei Aachen aufgewachsen, lebt heute in Aachen, hat eben dort studiert, ist kurz vor dem Doktorabschluss … und kennt die Szene der Universitätsstadt sehr genau. Sein Buch „Aachen Unlimited“ ist nicht umsonst mit der Zusatzzeile versehen: „Der ultimative Studentenroman aus dem äußersten Westen.“

Wir finden Aachen vor, wie wir es bislang nicht kannten. Da sind die Studenten aus so vielen Ländern der Welt, sie alle konzentrieren sich um die Universität, zum Beispiel um die Bibliothek, dann bekannte Ausläufer wie die Pontstraße mit unendlich vielen Lokalen und Imbissen. Zudem gibt es noch die Leute ohne Studium, ohne direkten Bezug zur Uni, die sich auch dort tummeln, zum Beispiel, weil es einen wichtigen Club dort gibt, oder ein Fitnesstudio.

Tobias Julian Stein begleitet 9 Personen am Tag des 30. April bis hinein in den 1. Mai, wo alle auf große Partys hoffen, auf Erlösung, auf Liebschaften, auf Ablenkung. Zudem sind noch viele weitere Menschen in diese genaue Beobachtung eingewoben.

So entdecken die Aachener und alle Nicht-Aachener die Stadt neu. Da gibt es auch den Obdachlosen, die rumänische Jung-Prostituierte, den Paketzentralenhilfarbeiter. Sie werden sich so oder so begegnen. Der mit ihr, sie mit dem, usw. Es ist wie ein Reigen von unterschiedlichsten Menschen, aber dann in der Aachener City hochkonzentriert und verdichtet in der / für die Mainacht.

Der Autor schaut genau hin, er belauscht die Sprache derer, seltsame Laute, Stakkato-Sätze, Rap, banale Dialoge, hochtiefschürfende Gespräche. Das ist schon eine Kunst, wie er all das einfängt, als Wahrheit von Aachen, auch als Wahrheit des Menschen in einer Stadt wie Aachen, und dann in diesem Roman zusammenbringt.

Aachen Unlimited, auch wenn der Roman vor allem im studentischen Milieu spielt, ist ein Buch, was eigentlich jeder Aachener, jede Aachenerin kennen sollte, solange sie sich (noch) für die Identität der Stadt interessiert. Hier erfährt man endlich mal, was alles passiert, wenn die Leute in der Pontstraße und anderswo zusammenglucken. Jetzt weiß man, wie sich Erasmus-Studenten wirklich fühlen. Und auch welche Karrieren angestrebt beziehungsweise angedacht werden, darf man hier auf dem Wege der höchst gelungenen Literatur lesen.

Ein absolutes Aachen-Buch als moderner Stadt-Roman, der sich dennoch gut lesen lässt. (Jeder Soziologe düfte sich angesichts dieses Buches die Finger reiben. Denn besser kann man kaum darstellen, wie unterschiedlich die Menschen ticken, und wie ähnlich sie sich dann schlussendlich auch noch sind.) AACHEN UNLMITED.

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Hanna Pfetzing mit ihrem Roman über dreizehn Frauen: Biografien 1967 bis 2017

Hanna Pfetzing aus Gießen hat im Oktober 2017 einen Roman vorgelegt, in welchem 13 Frauen beleuchtet werden, über 50 Jahre hinweg: ihre Leben. Stationen, Brüche, Hoffnungen, Gelingen. Alle kennen sich irgendwie, sind miteinander verzahnt, manche ganz direkt, andere etwas entfernter. Aber die Lebenswege werden sehr unterschiedlich verlaufen. („Roman über die Biografien einstiger Rebellinnen“, heißt es auch im Untertitel des Buches.)

Es sind Frauen, die in der Phase 67/68 als junge Frauen an der Umwandlung und an der Rebellion bestimmter Kreise teilhatten, damals, als das dumpfe Deutschland des Nachkriegs viele Menschen zu ersticken drohte. In einer mittelkleinen/mittelgroßen Universitätsstadt treffen wir auf bewegte und sich bewegende Frauen, die nun in ihre Lebensläufe „hineingeraten“, aktiv wie passiv. Daraus wurde das Buch „Dreizehn Frauen und die Pizza in Nizza“, denn diese Frauen soll(t)en sich mal nach Jahren wiedertreffen und dann die kleine Reise antreten, nach Nizza, von der man vor rund 50 Jahren scherzhaft und ernsthaft gesprochen hatte. Eines Tages …

Der Roman schildert fiktional, aber doch scheinbar real (real und fiktional in einem) 13 Biografien von Frauen, die durch die APO-Bewegung geprägt wurden, sei es durch Aktionen und Diskussionen an der Uni, sei es durch Teilhabe an der Kinderladenbewegung, sei es durch Demonstrationen, zuvorige und spätere Kleinkriege gegen Eltern und damals noch die Schule … oder auch nur über dezente Verschiebungen im Alltag. Denn jeder Mensch „tickt anders“, also müssen sich auch diese 13 Lebensläufe unterscheiden.

Hanna Pfetzing wirft hier ihren Blick auf das, was wir als „Schicksal“ kennen, als „unser Leben“, als Melange aus aktiven Entscheidungen, Zufällen, Situationen, die sich so oder so dahinentwickelt haben, und wegen alledem, was noch zum Leben gehört: Es geht auch um Liebschaften, Ehen, Kinder, Enkel, Krankheiten, Prägung durch das Elternhaus … auch um Ortswechsel und die beruflichen Entscheidungen.

Dieses Buch ist ein wichtiger Rückblick auf das, was diese Generation wollte, und auf das, was aus dieser Generation wurde. Exemplarisch an 13 Frauen aufgeschrieben, dazu der Clou: Was wird oder wurde denn aus der Reise nach Nizza? 50 Jahre danach? Werden diese Frauen, alle Frauen, ein Teil der Frauen die „spleenige Idee“ umsetzen? Und wie wird sie dann sein, so eine Reise?

Magazin „move36“ berichtet über Autor Timo Snow

FULDAER AUTOR TIMO SNOW
VERÖFFENTLICHT UNDERGROUND-ROMAN

Willkommen in Absurdistan

Artikel von K. Nico Bensing

H-Town – eine Stadt, die das komplette Gegenteil dessen ist, was landläufig auch nur annähernd als normal oder bürgerlich bezeichnet werden kann: Die Charaktere in dieser fiktiven Welt überbieten sich mit Skurrilitäten, die Dialoge sind zuweilen verrückt, manchmal bissig oder gar abartig, und die Geschichte, die alles zusammen hält, sprüht vor kreativem Unsinn. Dennoch dürfte nicht jedem gefallen, was der Hat- tenhofer Autor Timo Snow da in seinen Underground-Roman „Marie Malheur und das große Mundwerk“ gepresst hat. […]

Ganzer Artikel in der MOVE|36, Ausgabe Mai 2016, Seite 50 und 51

Rezension des Buches „Shakespeare und Tarot“

Eine Rezension von Kirsten Buchholzer zu dem Buch von Matthias Höltje „Shakespeare und Tarot“ liegt vor.

QUELLE: Tarot Heute, Zeitschrift des Tarot e.V., Ausgabe 46, April 2015, S. 33 und 34

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Aus dem Verlagstext zum Buch von Matthias Höltje:

>>Die Entdeckung des lange gesuchten Schlüssels zu Shakespeares Sonetten: Matthias Höltje erklärt ausgiebig und pointiert eine Auswahl aus den Sonetten. Im parallelen Blick auf die Tarotkarten erscheint unvermutet eine dritte Dimension. Bildlich und wissenschaftlich dargestellt offenbart sich nicht nur eine präzise Vorstellung von Shakespeares hintergründigem Universum, sondern zugleich auch ein zeitloses Kompendium menschlicher und kosmischer Zusammenhänge.

William Shakespeare gilt – sofern man jenen berühmten Namen für alle uns bekannten Veröffentlichungen tatsächlich für eine einzige und dieselbe Person (an)nehmen kann – als überaus universalistisch in den Kosmos des Lebens eindringender Dichter. Aber es ist nicht nur das irdische Tun, welches sich in Gier, Verlangen, Ehrgeiz, Hass, Mord und anderen Abgründen bei ihm wiederfindet … oder welches sich in der Liebe, der Sehnsucht und jener Suche nach Vervollkommnung zeigt.

Da ist auch das, was den Kosmos im Innersten zusammenhält und den Menschen in seinem Schaffen und Tun seit jeher bestimmt, gewiss auch formt … und letztlich natürlich bedingt.

Vermittels des Tarots erschließt sich ein völlig neuer Blick auf Shakespeare, denn die Jahrhunderte alten Weisheiten der Karten spiegeln sich auch in den Sonetten Shakespeares. Es ist eine postmoderne Betrachtung, ja, die Entdeckung einer gänzlich unvermuteten Dimension von Shakespeare, wenn man seine Sonette parallel mit den Wesenheiten des Tarots deutet. Der Autor und Forscher Matthias Höltje geht hier diesen Schritt beispielhaft mit 23 Sonetten und 23 Tarotkarten. Die bereits abgeschlossenen Studien von Höltje befassten sich dabei schon systematisch mit den ersten 78 Sonetten des Gesamtzyklus und werden auch noch als eine Komplettausgabe erscheinen.

Ein entscheidender Schlüssel zum Shakespeare-Verstehen und zum Lösen mancher Rätsel ist gefunden.<<