PREISTRÄGERIN 2018 Leipzig: Esther Kinsky: „Hain. Geländeroman“ – sowie Schögel, Stöhr und Durkot

Preisträger 2018

Der Preis der Leipziger Buchmesse 2018 ging an

Belletristik:
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Esther Kinsky: „Hain. Geländeroman“
(Suhrkamp Verlag)

Sachbuch/Essayistik:
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Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“
(Verlag C.H.Beck)

Übersetzung:
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Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen: Serhij Zhadan: Internat
(Suhrkamp Verlag)

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Sind da: Die Nominierten des Preis der Leipziger Buchmesse 2018

Die Nominierten des Preis der Leipziger Buchmesse 2018

Das sind die preisverdächtigen Autoren und Übersetzer dieses Jahres.

QUELLE: Leipziger Buchmesse, 8.2.2018

 

 

Nominierte in der Kategorie Belletristik

  • Isabel Fargo Cole: „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus)
  • Anja Kampmann: „Wie hoch die Wasser steigen“ (Carl Hanser Verlag)
  • Esther Kinsky: „Hain. Geländeroman“ (Suhrkamp)
  • Georg Klein: „Miakro“ (Rowohlt)
  • Matthias Senkel: „Dunkle Zahlen“ (Matthes & Seitz)

Nominierte in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Martin Geck: „Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“ (Siedler Verlag)
  • Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C. H. Beck)
  • Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne“ (Suhrkamp)
  • Bernd Roeck: „Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance“ (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C. H. Beck)
  • Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck)

Nominierte in der Kategorie Übersetzung

  • Robin Detje: übersetzte aus dem Amerikanischen „Buch der Zahlen“ von Joshua Cohen (Schöffling
  • Olga Radetzkaja: übersetzte aus dem Russischen „Sentimentale Reise“ von Viktor Schklowskij (Die Andere Bibliothek)
  • Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen „Internat“ von Serhij Zhadan (Suhrkamp)
  • Michael Walter: übersetzte aus dem Englischen die „Werksausgabe“ in drei Bänden von Laurence Sterne (Galiani)
  • Ernest Wichner: übersetzte aus dem Rumänischen „Oxenberg und Bernstein“ von Catalin Mihuleac (Paul Zsolnay Verlag)

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird am 15. März 2018 um 16 Uhr in der Glashalle der Leipziger Messe vergeben. Die Preisverleihung kann im Livestream unter verfolgt werden.

Über den Preis: Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Unter dem Vorsitz von Kristina Maidt-Zinke entscheiden die Jury-Mitglieder Maike Albath, Alexander Cammann, Gregor Dotzauer, Burkhard Müller, Jutta Person und Wiebke Porombka über die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse 2018.

15 Finalisten für Preis der Buchmesse Leipzig (3 Kategorien mit je 5 zur Endausscheidung)

Kategorien Belletristik, Übersetzung und Sachbuch/Essayistik

365 eingereichte Werke hatte die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2017 zu begutachten.

Jeweils fünf Nominierte gehen nun pro Kategorie ins Rennen … um eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

 

Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird am 23. März zum 13. Mal vergeben.

 

Nominierte in der Kategorie Belletristik

  • Lukas Bärfuss: „Hagard“ (Wallstein Verlag)
  • Brigitte Kronauer: „Der Scheik von Aachen“ (Klett-Cotta)
  • Steffen Popp: „118“ (Kookbooks)
  • Anne Weber: „Kirio“ (S. Fischer)
  • Natascha Wodin: „Sie kam aus Mariupol“ (Rowohlt)

 

Nominierte in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  •  Leonhard Horowski: „Das Europa der Könige“ (Rowohlt)
  • Klaus Reichert: „Wolkendienst“ (S. Fischer)
  • Jörg Später: „Siegfried Kracauer“ (Suhrkamp)
  • Barbara Stollberg-Rilinger: „Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit“ (C.H.Beck)
  • Volker Weiß: „Die autoritäre Revolte“ (Klett-Cotta)

 

Nominierte in der Kategorie Übersetzung

  •  Holger Fock, Sabine Müller: übersetzten aus dem Französischen „Kompass“ von Mathias Énard (Hanser Berlin)
  • Gregor Hens: übersetzte aus dem Englischen „Shark“ von Will Self (Hoffmann und Campe)
  • Gabriele Leupold: übersetzte aus dem Russischen „Die Baugrube“ von Andrej Platonow (Suhrkamp)
  • Eva Lüdi Kong: übersetzte aus dem Chinesischen „Die Reise in den Westen“ (Reclam)
  • Petra Strien: übersetzte aus dem Spanischen „Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda“ von Miguel de Cervantes (Die Andere Bibliothek)

 

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird am 23. März 2017 um 16 Uhr in der Glashalle vergeben. Die Preisverleihung ist dann im Livestream unter http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse

 

QUELLE: http://www.leipziger-buchmesse.de PRESSEMITTEILUNGEN

Ansprechpartner für die Presse:

Ruth Justen

Pressesprecherin Leipziger Buchmesse

im Auftrag der Leipziger Messe

Tel.: +49 341 678-6555

Mobil: +49 174 78 31 205

Fax: +49 341 678-166555

E-Mail: r.justen AT leipziger-messe.de

 

Julia Wick

Pressereferentin

Telefon: +49 341 678-6552

Fax: +49 341 678-166552

E-Mail: j.wick AT leipziger-messe.de

 

Ansprechpartner der Jury:

Kristina Maidt-Zinke

Juryvorsitzende des Preises der Leipziger Buchmesse

E-Mail: maidtzinke AT gmx.de

 

 

Buchpreis Leipzig 2016 an Vesper und Goldstein und Döbert

Der Preis der Leipziger Buchmesse 2016 geht an Guntram Vesper, Jürgen Goldstein und Brigitte Döbert

QUELLE: PRESSEMEDUNGEN LEIPZIGER MESSE

Nachricht vom 17.03.16 | Preis der Leipziger Buchmesse, Leipziger Buchmesse / Lesefest Leipzig liest

Die Preisträger 2016 stehen fest: Guntram Vesper, Jürgen Goldstein und Brigitte Döbert erhielten heute in Leipzig den Preis der Leipziger Buchmesse 2016 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hatte 401 Werke von 113 Verlagen zur Auswahl.

Kategorie Belletristik:

Guntram Vesper

Frohburg

Schöffling & Co.

Zur Begründung

Guntram Vespers Roman „Frohburg“ gehört zu den Büchern, bei denen man leicht, ganz schnell, auf die großen Begriffe kommt. Opus magnum. Mammutwerk. Solche Wendungen. Schließlich breitet Guntram Vesper eine umfangreiche Geschichtslandschaft vor uns aus, die von der Gegenwart aus die alte Bundesrepublik, die DDR natürlich, die Nazizeit umfasst und weit in die Geschichte Deutschlands zurückbindet, bis dahin, wohin nur noch die Geschichtsbücher reichen.

Es lohnt sich aber, bei diesem Roman nicht nur den großen Bau zu sehen, sondern auf die Ebene der Details zu gehen, die Ebene der einzelnen Sätze. Die Sätze in diesem Buch sind lang, oft bringen sie gleich mehrere Perspektiven zusammen, und sie sind stets konkret, geatmet, nah dran an der Mündlichkeit. Insgesamt folgen sie dabei einer Ästhetik des Verknüpfens. Man spürt beim Lesen manchmal gar nicht, wie gleitend diese Sätze einen durch die Zeiten und Geschichten, Namen und Schauplätze tragen.

Und genauso folgt der Roman auch auf der größeren Ebene dieser Ästhetik des Verknüpfens. Die große Geschichte – Weltkrieg, Einmarsch der Roten Armee, DDR-Alltag, auch Alltag des bundesrepublikanischen Literaturbetriebs – wird mit dem Kleinen, der Geschichte Frohburgs und der eigenen Familiengeschichte verknüpft.

Wovon dieser Roman handelt, das ist letztendlich immer auch die Übermacht von Geschichte, Kriege, Systeme, historischer Wandel, der über die konkreten einzelnen Menschen hinwegrollt. Diese Erfahrung des 20. Jahrhunderts ist in dem Buch aufbewahrt, und zwar – und das ist wichtig – ohne aus den sogenannten kleinen Leuten Helden zu machen. Der Roman handelt aber auch von dem Erzähler, dem Verknüpfer, den Guntram Vesper der Übermacht an Geschichte entgegenhält. Auch der Erzähler hat, bei all seinem Können, nichts Heldisches, er ist ein, wie man bei diesem lebenssatten Buch mit Erstaunen immer wieder feststellen kann, erstaunlich junger, immer wieder von sich selbst überraschter Erzähler. Man glaubt ihm gern, dass seine Erzählungen wahr sind.

Der Autor

Guntram Vesper, 1941 in Frohburg geboren, lebt und arbeitet als freier Autor in Göttingen. Sein Lyrikdebüt „Fahrplan“ erschien 1964. Neben Gedichten verfasste er vor allem Hörspiele und Erzählungen. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u. a. mit dem Peter-Huchel-Preis 1985. 2006 erhielt er die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung.

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

Jürgen Goldstein

Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt

Matthes & Seitz

Zur Begründung

Der Entdecker, Zeichner, Schriftsteller, Übersetzer und Revolutionär Georg Forster, der an James Cooks zweiter Weltumseglung teilnahm und 1793 die Mainzer Republik ausrief, hat die Leser mit seiner „Reise um die Welt“ betört. Jürgen Goldstein ist offenbar bei ihm in die Lehre gegangen. Seine Prosa ist anschaulich und unaufgeregt. Auf wunderbare Weise findet er genau das richtige Maß, sehr fein tariert er das Verhältnis von Originalzitaten und Deutung aus. Entschlossen tritt er hinter seinen Gegenstand zurück, der dadurch umso besser zur Geltung kommt.

„Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ heißt das Buch im Untertitel. Es lässt jene kurze Episode des Globalisierungsprozesses aufleuchten, als Entdeckungen noch Verheißungen waren, noch nicht auf der Kippe, um in Verlustgeschichte umzuschlagen.

Auch Georg Forsters Leben endete mit einer Verlusterfahrung. Jürgen Goldstein fängt sie durch geschickte Montage wie ein Prisma ein. Die Tragik dieses politischen Naturschwärmers hat nichts Heroisches, sie wird gestreift von einer Art Sanftmut und Schicksalsergebenheit. Als leidenschaftlicher Jakobiner sitzt er am Ende seines Lebens allein in Paris und sieht durch die Jakobinische Schreckensherrschaft all seine Hoffnungen zerstört. Noch einmal versucht er, die Revolution als Naturereignis zu legitimieren, das sich – wie der Ausbruch eines Vulkans – nicht aufhalten lässt. In einem Brief an seine längst die Scheidung betreibende Frau schreibt er wahrheitsgemäß: „Aus der Ferne sieht alles anders aus, als man es bei näherer Betrachtung findet.“

Jürgen Goldsteins Forster-Buch ist mehr als eine Biografie. Es liest sich wie der Abenteuerroman eines Lebens, voller Erkenntnisse, die bis heute gültig sind.

Der Autor

Jürgen Goldstein, geboren 1962 in Beckum, lehrt als Professor für Philosophie an der Universität Koblenz-Landau. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Aspekte der Politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts, die Konstitution der neuzeitlichen Subjektivität und Rationalität, u.a. bei Hans Blumenberg und Descartes, sowie die Geschichte der Naturwahrnehmung. 2013 erschien „Die Entdeckung der Natur“ bei Matthes & Seitz Berlin. Für „Georg Forster“ erhielt er im Herbst 2015 den Gleim-Literaturpreis.

Kategorie Übersetzung:

Brigitte Döbert

Die Tutoren von Bora Ćosić

Schöffling & Co.

Zur Begründung

Unübersetzbar: Es gibt Bücher, denen dieser Ruf vorauseilt, als wäre es ihr Schicksal. Ein trauriges Schicksal, denn es würde bedeuten, dass es aus der Sprache seines Ursprungs nicht heraus kann, und ein umso traurigeres, wenn diese Sprache nicht groß ist. Aber manche Übersetzer und Übersetzerinnen fühlen sich gerade durch solche 8000er der Literatur herausgefordert. So erging es offenbar auch Brigitte Döbert, die das Opus magnum des serbischen Autors Bora Ćosić ins Deutsche gebracht hat: Die Tutoren. Es ist ein Buch, das fünf Generationen, 150 Jahre und eine unglaubliche Menge von Personal umfasst.

Brigitte Döbert hat viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt gesteckt, sie hat recherchiert, wie es so flächendeckend erst heute, im Zeitalter des Internets, geht, um noch den obskursten Anspielungen nachzuspüren, und für jede Nuance den eigenen Ton gefunden. Außer von der Pflicht zur Genauigkeit hat sie sich auch von jener Kühnheit leiten lassen, die man braucht, wenn man dem weit entfernten Fremden in der neuen Sprache eine Heimat schaffen will.

Der Autor

Brigitte Döbert, geboren 1959 in Offenbach am Main, ist freiberufliche Lektorin, Autorin und Literaturübersetzerin aus dem Bosnischen, Englischen, Kroatischen und Serbischen. Sie übersetzt neben Bora Ćosić u. a. Dževad Karahasan, Roman Simić, Dragan Velikić und Miljenko Jergović. Döbert hat zahlreiche Stipendien erhalten, darunter das Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds. 2012 war sie für den Brücke-Berlin-Preis nominiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin. […]

15 Nominierte: PREIS DER LEIPZIGER BUCHMESSE 2016

Die Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hat aus den insgesamt 401 Werken, die von 113 Verlagen eingereicht wurden, jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den renommierten Preis nominiert:

Kategorie Belletristik:

• Marion Poschmann: „Geliehene Landschaften – Lehrgedichte und Elegien“ (Suhrkamp)

• Roland Schimmelpfennig: „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ (S. Fischer)

• Nis-Momme Stockmann: „Der Fuchs“ (Rowohlt)

• Heinz Strunk: „Der goldene Handschuh“ (Rowohlt)

• Guntram Vesper: „Frohburg“ (Schöffling & Co.)

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

• Werner Busch: „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“ (C.H. Beck)

• Jürgen Goldstein: „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ (Matthes & Seitz)

• Ulrich Raulff: „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung“ (C.H. Beck)

• Christoph Ribbat: „Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ (Suhrkamp)

• Hans Joachim Schellnhuber: „Selbstverbrennung: Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ (C. Bertelsmann)

Kategorie Übersetzung:

• Kirsten Brandt: übersetzte aus dem Katalanischen „Flüchtiger Glanz“ von Joan Sales (Hanser)

• Brigitte Döbert: übersetzte aus dem Serbischen „Die Tutoren“ von Bora Ćosić (Schöffling & Co.)

• Claudia Hamm: übersetzte aus dem Französischen „Das Reich Gottes“ von Emmanuel Carrère (Matthes & Seitz Berlin)

• Frank Heibert: übersetzte aus dem Englischen „Frank“ von Richard Ford (Hanser Berlin)

• Ursula Keller: übersetzte aus dem Russischen „Eine Straße in Moskau“ von Michail Ossorgin (Die Andere Bibliothek)

QUELLE: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/de/

Katrin Bischof (die Übersetzerin) legt anspruchsvollen und intelligenten Roman vor

Die in den Niederlanden lebende (deutschsprachige) Übersetzerin Katrin Bischof hat im Dezember ihren ersten Roman veröffentlicht. Der Enklavenmann.

Dieses Buch zeichnet sich durch Einfühlsamkeit und Intelligenz aus und ist alles andere als der übliche lockere Frauenroman, den man uns tausendfach in den Großbuchhandlungen auf den Großtischen anbietet.

Ganz in Gegenteil. Bischof beschreibt mit großer Souveränität und höchster Beobachtungsgabe eine Beziehung zwischen (älterem) Mann (einem Hochschuldozenten) und einer (jüngeren) Frau (einer Studentin der Übersetzungswissenschaften) … ABER: aus der Sicht des Mannes.

Die Autorin wird demgemäß zur ICH-Erzählerin als Mann und übt den Rollenwechsel per Erzählperspektive.

Wir erfahren, wie zwei Personen sich annähern, die jeweils auch noch in andere(n) Paarungen verstrickt sind, und wie sie dann mit dem Thema „Anziehung“ und „Wirrnisse“ und „Abstoßung“ … und auch „Streit“ … umgehen.

Das Buch hat auch etwas von einer psychologischen Studie an sich. Im guten Sinne! Denn es liest sich auch spannend.

Bischof schrieb einen Beziehungsroman für alle diejenigen, die mehr wollen als Chefarztromantik am Wörtherseee, sondern genau diejenigen, die sich ernsthaft und voller Wissbegierde in die komplexen Strukturen von Mann und Frau reindenken wollen. Vermittels der Literatur.

Das Buch hat die ISBN-Nr. 978-3-939832-76-8. 316 Seiten. 16,50 EURO ist der Preis in Deutschland.

TITEL: „Der Enklavenmann“ LINK zu buchhandel.de

VdÜ und einige Verlage haben sich auf Vergütungsregeln geeinigt – dazu außerordentliche Mitgliederversammlung am 29. März 2014 in Köln

QUELLE: http://www.literaturuebersetzer.de/ VdÜ

Es waren die <<Vergütungsverhandlungen mit einer kleinen Gruppe von Verlagen wieder aufgenommen<<

>>Diese Verhandlungen haben zu einem Vorschlag für Gemeinsame Vergü­tungsregeln für Übersetzungen (GVR) geführt, den die Honorarkommission der Mitgliederversammlung zur Diskussion und Abstimmung vorlegt.

Dazu laden wir zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, die wir für denselben Tag wie die ordentliche MV einberufen, zu der bereits seit Dezember eingeladen ist: 29. März 2014.

Der Vorstand wird zur vorgeschlagenen Tagesordnung der ordentlichen MV beantragen, diese für die außerordentliche MV um 13.30 Uhr zu unterbrechen.

Seinen Tätigkeitsbericht wird der Vorstand vorher schriftlich verbreiten, so dass die hierzu vorgesehenen Tagesordnungspunkte im Laufe des Vormittags beendet werden können.

Wir arbeiten momentan an einer kommentierten und erläuterten Fassung dieser GVR. Sie wird allen Mitgliedern […] zugehen.<<

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>>Der VdÜ, als eingetragener Verein gegründet 1954, ist der Berufsverband der Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer. Autoren und Übersetzer sind natürliche Verbündete. Deshalb ist der VdÜ seit 1974 als Bundessparte Übersetzer eingebunden in den Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der Gewerkschaft ver.di. VdÜ-Mitglieder sind damit gleichzeitig Mitglieder von ver.di wie auch des „Verbandes deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V.“.

Der VdÜ vertritt die Interessen der Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer in der Öffentlichkeit, gegenüber den Vertragspartnern und deren Verbänden. Wir mischen uns ein. Die Zahl unserer Mitglieder steigt ständig: Im Juli 2011 zählen wir über 1200 Mitglieder.<<