Longlist ist da, 2019, Deutscher Buchpreis

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Nora Bossong, Schutzzone (Suhrkamp, September 2019)
  • Jan Peter Bremer, Der junge Doktorand (Berlin Verlag, September 2019)
  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Andrea Grill, Cherubino (Paul Zsolnay, Juli 2019)
  • Karen Köhler, Miroloi (Carl Hanser, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin, Februar 2019)
  • Emanuel Maeß, Gelenke des Lichts (Wallstein, Februar 2019)
  • Alexander Osang, Die Leben der Elena Silber (S. Fischer, August 2019)
  • Katerina Poladjan, Hier sind Löwen (S. Fischer, Juni 2019)
  • Lola Randl, Der Große Garten (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Eva Schmidt, Die untalentierte Lügnerin (Jung und Jung, März 2019)
  • Saša Stanišić, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Marlene Streeruwitz, Flammenwand. (S. Fischer, Mai 2019)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)
  • Ulrich Woelk, Der Sommer meiner Mutter (C.H.Beck, Januar 2019)
  • Norbert Zähringer, Wo wir waren (Rowohlt, März 2019)
  • Tom Zürcher, Mobbing Dick (Salis, März 2019)

Die Jury

Der Jury gehören neben Jörg Magenau an: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Björn Lauer (Hugendubel Frankfurt), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).

QUELLE: http://www.deutscher-buchpreis.de

Werbeanzeigen

Schriftstellerin Brigitte Kronauer im Alter von 78 Jahren am 22. Juli in Hamburg verstorben

QUELLE: Verlag KLETT-COTTA

>>Wir bedauern, mitteilen zu müssen, dass unsere geschätzte Autorin Brigitte Kronauer im Alter von 78 Jahren nach langer und schwerer Krankheit am Vormittag des 22. Juli in Hamburg verstorben ist.

Brigitte Kronauer, 1940 in Essen geboren, lebte in Hamburg. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Fontane- Preis der Stadt Berlin, mit dem Heinrich- Böll-Preis, dem Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg, dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Jean-Paul-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. 2005 wurde ihr von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der Büchner-Preis verliehen.

Kronauers Romandebüt »Frau Mühlenbeck im Gehäus« erschien im Jahre 1980 bei Klett-Cotta. Seitdem war sie dem Haus treu verbunden.

Zahlreiche Romane und Essaysammlungen sind bei Klett-Cotta erschienen. Zu ihren bedeutendsten Werken gehörten »Teufelsbrück« (2000) , »Verlangen nach Musik und Gebirge« (2004), »Errötende Mörder« (2007), »Gewäsch und Gewimmel« (2013) und »Der Scheik von Aachen« (2016).

Am 9. August erscheinen Brigitte Kronauers Romangeschichten »Das Schöne, Schäbige, Schwankende«.

Der Verlag Klett-Cotta verliert mit Brigitte Kronauer eine hoch geschätzte Autorin, die den Verlag nachhaltig geprägt hat. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.<<

Es folgen hier nur die Romane und Erzählungen aus ihrem Werk:

Romane

  • Frau Mühlenbeck im Gehäus. Klett-Cotta, Stuttgart 1980, ISBN 3-12-904501-5; dtv, München 1984, ISBN 3-423-10356-6.
  • Rita Münster. Klett-Cotta, Stuttgart 1983, ISBN 3-608-95218-7; dtv, München 1991, ISBN 3-423-11430-4.
  • Berittener Bogenschütze. Klett-Cotta, Stuttgart 1986, ISBN 3-608-95420-1; dtv, München 2000, ISBN 3-423-11291-3.
  • Die Frau in den Kissen. Klett-Cotta, Stuttgart 1990; dtv, München 1996, ISBN 3-423-12206-4.
  • Das Taschentuch. Klett-Cotta, Stuttgart 1994, ISBN 3-608-93220-8; dtv, München 2001, ISBN 3-423-12888-7.
  • Teufelsbrück. Klett-Cotta, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-93070-1; dtv, München 2003, ISBN 3-423-13037-7.
  • Verlangen nach Musik und Gebirge. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-93571-1; dtv, München 2006, ISBN 3-423-13511-5.
  • Errötende Mörder. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-93730-5; dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-13898-7.
  • Zwei schwarze Jäger. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-93885-2.
  • Gewäsch und Gewimmel. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-98006-6.
  • Der Scheik von Aachen. Klett-Cotta, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-608-98314-2.

Erzählungen

  • Die gemusterte Nacht. Erzählungen. Klett-Cotta, Stuttgart 1981, ISBN 3-12-904551-1; dtv, München 1989, ISBN 3-423-11037-6.
  • Enten und Knäckebrot. Sieben Erzählungen. Klett-Cotta, Stuttgart 1988.
  • Schnurrer. Geschichten. Klett-Cotta, Stuttgart 1992, ISBN 3-608-95852-5; dtv, München 2002, ISBN 3-423-12976-X.
  • Hin- und herbrausende Züge. Erzählungen, Klett-Cotta, Stuttgart 1993, ISBN 3-608-93286-0.
  • Die Wiese. Erzählungen. Reclam, Stuttgart 1993, ISBN 3-15-008921-2.
  • Die Einöde und ihr Prophet. Über Menschen und Bilder. Erzählungen und Essays. Klett-Cotta, Stuttgart 1996, ISBN 3-608-93406-5.
  • Die Tricks der Diva. Geschichten. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-018334-0 (darin: Dri Chinisin).
  • Frau Melanie, Frau Martha und Frau Gertrud. Drei Erzählungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-22397-6.
  • Die Kleider der Frauen. Geschichten. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-018542-1.
  • Die Tricks der Diva. Reclam, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-020212-8.
  • Im Gebirg. Mit Original-Flachdruckgrafiken von Gosia Machon. Edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-940111-81-4.

Sind da: Die Nominierten des Preis der Leipziger Buchmesse 2018

Die Nominierten des Preis der Leipziger Buchmesse 2018

Das sind die preisverdächtigen Autoren und Übersetzer dieses Jahres.

QUELLE: Leipziger Buchmesse, 8.2.2018

 

 

Nominierte in der Kategorie Belletristik

  • Isabel Fargo Cole: „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus)
  • Anja Kampmann: „Wie hoch die Wasser steigen“ (Carl Hanser Verlag)
  • Esther Kinsky: „Hain. Geländeroman“ (Suhrkamp)
  • Georg Klein: „Miakro“ (Rowohlt)
  • Matthias Senkel: „Dunkle Zahlen“ (Matthes & Seitz)

Nominierte in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Martin Geck: „Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“ (Siedler Verlag)
  • Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C. H. Beck)
  • Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne“ (Suhrkamp)
  • Bernd Roeck: „Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance“ (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C. H. Beck)
  • Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck)

Nominierte in der Kategorie Übersetzung

  • Robin Detje: übersetzte aus dem Amerikanischen „Buch der Zahlen“ von Joshua Cohen (Schöffling
  • Olga Radetzkaja: übersetzte aus dem Russischen „Sentimentale Reise“ von Viktor Schklowskij (Die Andere Bibliothek)
  • Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen „Internat“ von Serhij Zhadan (Suhrkamp)
  • Michael Walter: übersetzte aus dem Englischen die „Werksausgabe“ in drei Bänden von Laurence Sterne (Galiani)
  • Ernest Wichner: übersetzte aus dem Rumänischen „Oxenberg und Bernstein“ von Catalin Mihuleac (Paul Zsolnay Verlag)

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird am 15. März 2018 um 16 Uhr in der Glashalle der Leipziger Messe vergeben. Die Preisverleihung kann im Livestream unter verfolgt werden.

Über den Preis: Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Unter dem Vorsitz von Kristina Maidt-Zinke entscheiden die Jury-Mitglieder Maike Albath, Alexander Cammann, Gregor Dotzauer, Burkhard Müller, Jutta Person und Wiebke Porombka über die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse 2018.

8.12.17 IN DÜSSELDORF ÜBERREICHUNG – Erster Verlagspreis des Landes NRW geht an Lilienfeld Verlag Düsseldorf

>>Der mit 20.000 Euro dotierte Preis geht an den Lilienfeld Verlag aus Düsseldorf. Das Land Nordrhein-Westfalen vergibt die Auszeichnung gemeinsam mit der Regionalgeschäftsstelle NRW des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.

Mit der Verleihung des Verlagspreises soll der Beitrag unabhängiger, literarischer Verlage in Nordrhein-Westfalen zur kulturellen Vielfalt im Land gewürdigt und unterstützt werden. „Verlage mit einem dezidiert literarischen oder künstlerischen Programm wie Lilienfeld sind eine unverzichtbare Säule der literarischen Landschaft. Mit dem Verlagspreis wollen wir genau darauf aufmerksam machen“, sagte Ministerin Pfeiffer-Poensgen.

Rund 40 Verlage hatten sich um den Preis beworben, zehn wurden von der Jury für die Endrunde ausgewählt: Becker Joest Volk Verlag (Hilden), Cass Verlag (Löhne), Droste Verlag (Düsseldorf), Hörbuchverlag Headroom Sound Production (Köln), Kleinheinrich Verlag (Münster), Peter Hammer Verlag (Wuppertal), parasitenpresse (Köln), Rigodon Verlag (Essen), Rimbaud Verlag (Aachen), Weidle Verlag (Bonn) und der Lilienfeld Verlag.

Ihre Entscheidung für den Lilienfeld Verlag begründet die Jury unter anderem damit, dass es dem 2006 gegründeten Unternehmen auf hervorragende Weise gelungen sei, im Laufe seines zehnjährigen Bestehens in der Literaturlandschaft NRW ein eigenständiges literarisches Profil zu entwickeln.

Der 2006 von Viola Eckelt und Axel von Ernst gegründete Verlag hat sich das Motto „ausgraben, bewahren, wieder entdecken“ gegeben. Den Verlag zeichnet eine breit gefächerte Angebotspalette aus, die von weltliterarischen Klassikern bis zur neuesten Literatur reicht. Der Verlag macht zu Unrecht vergessene Schätze der Literatur wieder zugänglich, verlegt aber auch aktuelle Titel und bezieht Übersetzungen mit ein. Ob historische Zeugnisse, zeitgeschichtliche Funde, Seltenes aus anderen Ländern und in den Hintergrund geratene deutsche Autorinnen und Autoren, weltliterarische Klassiker oder sogar neueste Literatur – seit zehn Jahren gräbt Lilienfeld aus, bewahrt und entdeckt.

Der Verlag ist dabei aus Sicht der Jury sehr gut in der Literaturszene vernetzt und hat von Anfang an Wert auch auf eine hohe Qualität bei der Gestaltung der Bucheinbände und der Ausstattung der Titel gelegt. Über ihr eigenes unternehmerisches Tun hinaus engagieren sich die Inhaber des Verlags außerdem für die „Hotlist der unabhängigen Verlage“ und setzen sich damit aktiv für die Branche ein.<<

QUELLE: Kunststiftung NRW

Preisträger HOTLIST 2017 Verlag Assoziation A und Verlag Matthes & Seitz

Am Freitagabend, dem 13. Oktober, wurden – moderiert von der großartigen Anna Engel – im Literaturhaus Frankfurt vor der traditionellen Party der Independents die Preise der Hotlist verliehen:

Der Melusine-Huss-Preis des Jahres 2017 geht nach dem Votum der Buchhändlerinnen und Buchhändler, die an der Abstimmung teilgenommen haben, an den Verlag Assoziation A für Lutz Taufers Autobiographie „Über Grenzen – Vom Untergrund in die Favela“. Das bedeutet auch: Ein nächstes Projekt kann qualitätsvoll bei Theiss gedruckt werden (im Wert von 4000 Euro!).

Der Preis der Hotlist 2017 und 5000 Euro gehen nach dem Votum der Jury an den Verlag Matthes & Seitz Berlin für Brigitta Falkners „Strategien der Wirtsfindung“.

Die Jury schreibt unter anderem: „Dem Berliner Verlag Matthes & Seitz ist ein ganz besonderes und eigenwillig gestaltetes Buch gelungen. Die Autorin und bildende Künstlerin Brigitta Falkner erkundet darin in Texten und Bildern die wuchernde Welt der Parasiten und Schmarotzer und erweist sich dabei als ebenso kundige wie poetische Naturforscherin. Der Verlag hat mit diesem Titel ein verlegerisches Kleinod vorgelegt.“

Maro Verlag (Augsburg) erhält Bayerischen Kleinverlagspreis 2017

>>MÜNCHEN. „Den Preis für einen bayerischen Kleinverlag erhält in diesem Jahr der Maro Verlag aus Augsburg“, dies gab Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München bekannt. „Seit fast 50 Jahren sorgt der Maro Verlag für literarische Überraschungen. Er hat die freiheitsliebenden und wortmächtigen Autoren der Beat-Generation aus den USA in den deutschsprachigen Raum gebracht und zeigt bis heute besonderen Spürsinn für bemerkenswerte Autorinnen und Autoren“, gratulierte der Minister.

Der Kleinverlagspreis ist mit 7.500 Euro dotiert und wird 2017 zum neunten Mal vom Bayerischen Kunstministerium auf Vorschlag einer Jury vergeben. „Mit dem Bayerischen Kleinverlagspreis zeichnen wir bayerische Unternehmen aus, die die Verlagslandschaft im Freistaat mit innovativen Ideen, herausragenden Programmen und Lust am Entdecken von Autorinnen und Autoren beleben“, so Minister Spaenle.

Der Maro Verlag wurde 1969 von Benno Käsmayr und Franz Bermeitinger gegründet. Ab Frühjahr 1970 erschienen die ersten Buchveröffentlichungen. Der Durchbruch kam mit den Büchern von Charles Bukowski (Gedichte und Kurzprosa, kongenial übersetzt von Carl Weissner), der Anfang der 1970er-Jahre Schwierigkeiten hatte, in Deutschland einen Verlag zu finden. Weitere Titel von in Deutschland unveröffentlichten amerikanischen Autoren der Beat-Generation, den sogenannten Beatniks, wie William S. Burroughs, Jack Kerouac, Paul Bowles oder John Fante verschafften dem Maro Verlag sein bis heute gültiges Renommee. Maro machte das deutsche Publikum auch mit den Texten herausragender Autorinnen aus den USA wie Jane Kerouac, Anne Waldmann oder Juliet Escoria bekannt. Als besonders gewagtes und zu seiner Zeit zukunftsweisendes Projekt galt die Subskriptionsausgabe des Romans Mulligan Stew von Gilbert Sorrentino 1997. 100 nummerierte und signierte Exemplare, verkauft binnen drei Wochen, finanzierten die Publikation.

Der Maro Verlag entdeckte zahlreiche deutsche Autorinnen und Autoren wie Jörg Fauser, Günter Ohnemus, Uli Becker, Michael Schulte, Andreas Mand und Susanne Neuffer. Im Maro Verlag erschienen auch die ersten 15 Ausgaben der legendären in Original-Flachdruck-Graphik hergestellten „Tollen Hefte“, 1991-2012 von Armin Abmeier, nach dessen Tod von Rotraut Susanne Berner herausgegeben. Die Illustratorin und Autorin prägte die besondere Ästhetik des Maro Verlags. Bereits 1983 erhielt sie für die Gestaltung der Bucheinbände den Celestino-Piatti-Preis für Buchgrafik. Weitere Schwerpunkte des Maro Verlags sind Typographie-Bücher, Fachbücher zum Thema Textildesign und Textiltechnik sowie Fachbücher aus den Bereichen Sozialpolitik und Sozialpädagogik. 2002 erhielt der Verlag den Kurt-Wolff-Preis zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.

Die Jury würdigt mit ihrem Vorschlag, dem Minister Spaenle gern folgt, die Unbeirrbarkeit des Verlags: „Seit beinahe einem halben Jahrhundert leistet der Maro Verlag Pionierarbeit als innovativer Kleinverlag und ist dabei seinem Grundanliegen, qualitativ hochwertige Belletristik zu verlegen, ohne Kompromisse an den Zeitgeist treu geblieben. Das gilt auch für seine hohen gestalterischen Maßstäbe. Bei seinem Publikum hat sich der Verlag immer wieder auf überraschende Weise in Erinnerung gebracht. Der Maro Verlag ist in Bewegung geblieben und will bewegen.“ Ein besonderer Schwerpunkt sei die Pflege der deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, die ihrem Verlag treu geblieben sind. Nach wie vor sei dem Verlag das Aufspüren von Talenten ein wichtiges Anliegen.

 

Der Jury gehören an: Nicola Bardola (Autor und Journalist), Tanja Graf (Leiterin Literaturhaus München), Hans Kratzer (Süddeutsche Zeitung) und Sebastian Zembol (Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern e.V.).

 

Preisverleihung im Literaturhaus München

 

Die Preisverleihung ist für den 27. November 2017 im Münchner Literaturhaus als Auftakt zum Markt der unabhängigen Verlage im Rahmen des Literaturfests München geplant. Der Maro Verlag präsentiert sich dort auf Einladung des Literaturhauses mit einem eigenen Stand. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern finanziert zudem auch in diesem Jahr dem Preisträger-Verlag einen Stand auf der Münchner Bücherschau im Kulturzentrum Gasteig.<<

Quelle:
Pressemitteilung Nr. 367 vom 28.09.2017
Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

5 000 neue Wörter aus dem deutschen Sprachgebrauch und insgesamt 145 000 Stichwörter: DUDEN = Auflage 27

QUELLE: DUDEN Pressemitteilung

>Das Standardwerk „Duden – Die deutsche Rechtschreibung” jetzt in 27., völlig neu bearbeiteter und erweiterter Auflage im Handel.

Fake News, postfaktisch, Lügenpresse, Selfie, Livestream: Am 9. August 2017 erscheint das Standardwerk „Duden – Die deutsche Rechtschreibung” in 27., völlig neu bearbeiteter und erweiterter Auflage. Mit 5 000 neuen Wörtern aus dem deutschen Sprachgebrauch und insgesamt 145 000 Stichwörtern ist der neue Rechtschreibduden der umfangreichste und aktuellste, den es je gab. Alle Änderungen am amtlichen Regelwerk aus dem Sommer 2017 wurden in der 27. Auflage bereits berücksichtigt. Das große ẞ ist ab sofort ebenfalls im Duden zu finden.

Auch äußerlich wurde der neue Duden moderner, er präsentiert sich mit großen über den Buchrücken laufenden Versalien in einem frischen neuen Design. Der Wortschatz hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Wer auf dem aktuellen Stand der Sprache sein und alle neuen Wörter richtig schreiben will, braucht den neuen Duden. Er ist für 26 Euro erhältlich.

Mehr Aktualität

Der neue Rechtschreibduden ist 1264 Seiten stark und dokumentiert so aktuell wie nie den Stand der deutschen Rechtschreibung. Der Stichwortteil wurde erheblich erweitert und enthält jetzt rund 145 000 Einträge mit sämtlichen Schreibvarianten, die nach der gültigen amtlichen Rechtschreibregelung zulässig und begründbar sind. Mit rund 5 000 neu aufgenommenen Wörtern – wie beispielsweise postfaktisch, Kopfkino, Mütterrente und Social Bot – trägt das Wörterverzeichnis den jüngsten Entwicklungen im Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache in bewährter Weise Rechnung.

Unter den 5 000 Neuaufnahmen befinden sich etliche Neologismen. Die Wörter spiegeln die Entwicklungen in den Bereichen Technik, Mode, Sport, Politik und Verwaltung wider. Es sind zumeist Komposita, die häufig aus vorhandenen Wörtern oder Wortteilen neu zusammengesetzt werden, oder Übernahmen aus Fremdsprachen.

Neu aufgenommen werden beispielsweise Bezeichnungen wie verpeilen, tindern, Drohnenangriff, Darknet, Emoji, Fair Trade, Flüchtlingskrise, Klickzahl, Low Carb, polysportiv, Schmähgedicht, Tablet oder Veggie.

Mehr Sicherheit

Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung wurde 2017 behutsam aktualisiert, um Entwicklungen aus dem beobachteten Sprachgebrauch abzubilden. Es lässt ab sofort die Verwendung des Großbuchstabens „ẞ“ neben „SS“ zu, was insbesondere für die korrekte Schreibung von Eigennamen in Pässen und Ausweisen wichtig ist.

Darüber hinaus passte der Rechtschreibrat einzelne Wortschreibungen an den gängigen Schreibgebrauch an. Er strich zum Beispiel die eingedeutschte Schreibweise Ketschup, die kaum verwendet wurde – zulässig ist jetzt nur noch Ketchup. Auch andere ungebräuchliche Varianten wie Anschovis (amtlich erlaubt ist nur noch Anchovis), Majonäse (richtig: Mayonnaise) oder Frotté (richtig: Frottee) gelten ab sofort wieder als Fehler.

Außerdem ist ab sofort die Großschreibung des Adjektivs in Fällen wie Goldene Hochzeit und Neues Jahr zulässig. Der neue Duden dokumentiert auf 140 Seiten alle nun gültigen Rechtschreibregeln und Korrekturzeichen.

Sind für ein Wort mehrere Schreibvarianten zulässig, bietet der neue Duden wieder gelb unterlegte Duden-Empfehlungen an. Diese verhelfen Wörterbuchnutzern ganz praxisnah zu schnellen, unkomplizierten Entscheidungen. Die Empfehlungen der Dudenredaktion gründen vor allem auf der Häufigkeit des Vorkommens, also dem tatsächlichen Gebrauch im Sprachalltag.<<