HOTLIST-Preise 2015 an kookbooks (für Monika Rinck) und Verbrecher Verlag (für Anke Stelling)

>>Hauptpreis: KOOKBOOKS

Melusine-Huss-Preis: Verbrecher Verlag

Der Preis der Hotlist 2015 geht an den Verlag kookbooks für Monika Rincks Essays „Risiko und Idiotie“. Er ist mit 5000 Euro dotiert.

Zusätzlich vergaben Buchhändlerinnen und Buchhändler den Melusine-Huss-Preis, der in diesem Jahr an den Verbrecher Verlag für Anke Stellings Roman „Bodentiefe Fenster“ geht und mit einem Druckgutschein der Druckerei Theiss im Wert von 4000 Euro dotiert ist.

Verliehen wurden die Preise am 16. Oktober 2015 im Literaturhaus Frankfurt.

Die Begründung der Jury für den Hauptpreis:

„Die als Lyrikerin bekannte Monika Rinck legt einen Essayband vor, in dem sie den Möglichkeiten des Verstehens von Dichtung, von Kunst überhaupt nachforscht. Rinck stellt darin Gewissheiten infrage und umkreist die Kerne ihrer Themen. Dazu gehört vor allem das Spannungsverhältnis der Schriftstellerin in der Gesellschaft. Ihre Überlegungen sind nicht eingängig, erschließen sich nicht auf den ersten Blick, doch wer sich darauf einlässt, wird mit überraschenden Einsichten, mit Perspektivwechseln und spielerischen Denkbewegungen belohnt. Es begegnet uns hier eine Autorin, die sich aussetzt und einmischt – mit allen ihren Widersprüchen und auf der Höhe der Zeit. Rincks Essays haben einen ganz eigenen Ton, deutlich ist ihnen anzumerken, dass hier eine Dichterin spricht. Ihre Texte durchkreuzen absichtlich Erwartungshaltungen, sie sind Denkabenteuer: witzig, philosophisch, verstiegen, aber immer anregend.

Kookbooks – der Verlag, in dem die Essays wie auch mehrere Lyrikbände von Monika Rinck erschienen sind – wurde 2003 gegründet und hat sich in zwölf Jahren zu einem der wichtigsten jungen Verlage entwickelt. Risikofreudig und innovativ, professionell und mutig hat er sich insbesondere der Lyrik verschrieben. Überzeugend ist die grafische Gestaltung der Bücher von Andreas Töpfer. Seine Schutzumschlag-Grafiken – eigentliche Kunstwerke – harmonieren hervorragend mit dem gesamten Verlagsprogramm und bringen die avantgardistischen Inhalte gut zur Geltung.“

Die Hotlist-Jury 2015: Alexandra von Arx, Osama Ishneiwer, Harald Klauhs, Michael Sacher, Dorothea von Törne<<

QUELLE. http://www.hotlist-online.com/

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Frank Witzel – Deutscher Buchpreis 2015 – Begründung der Jury

>>Preisträger 2015

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

Gudrun Ensslin eine Indianersquaw aus braunem Plastik und Andreas Baader ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung – die Welt des kindlichen Erzählers, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt, ist nicht minder real als die politischen Ereignisse, die jene Jahre in Atem halten und auf die sich der 13-Jährige seinen ganz eigenen Reim macht. Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst und Betrachtungen der aktuellen Gegenwart entrücken ihn dabei immer weiter seiner Umwelt. Es entsteht ein Kaleidoskop aus Stimmungen einer Welt, die ebenso wie die DDR 1989 Geschichte wurde.

Begründung der Jury

„Frank Witzels Werk ist ein im besten Sinne maßloses Romankonstrukt. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. In diese Geschichte eingewoben ist das politische Erwachen der alten Bundesrepublik, die beginnt, sich  vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien. Diese Ära des Umbruchs wird heraufbeschworen in disparaten Episoden, die unterschiedlichste literarische Formen durchspielen, vom inneren Monolog über die Action-Szene oder das Gesprächsprotokoll bis zum philosophischen Traktat. Der Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ ist in seiner Mischung aus Wahn und Witz, formalem Wagemut und  zeitgeschichtlicher Panoramatik einzigartig in der deutschsprachigen Literatur. Frank Witzel begibt sich auf das ungesicherte Terrain eines spekulativen Realismus. Mit dem Deutschen Buchpreis wird ein genialisches Sprachkunstwerk ausgezeichnet, das ein großer Steinbruch ist, ein hybrides Kompendium aus Pop, Politik und Paranoia.“<<

QUELLE:

DAS BUCH ERSCHEINT BEI VERLAG MATTHES & SEITZ

Swetlana Alexijewitsch || Nobelpreis in Literatur des Jahres 2015

Pressemitteilung 8. Oktober 2015
Der Nobelpreis in Literatur des Jahres 2015
Swetlana Alexijewitsch
Der Nobelpreis in Literatur des Jahres 2015 wird
der weißrussischen Schriftstellerin
Swetlana Alexijewitsch verliehen
„für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“
QUELLE:

Clemens J. Setz (Schriftsteller) erhält den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2015

Clemens J. Setz erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015

2015 bestand die Jury aus:

Prof. Dr. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse(Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Sandra Kegel (FAZ), Kristina Maidt-Zinke (freie Kritikerin), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk)

Der diesjährige Preisträger ist Clemens J. Setz mit seinem Werk „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“.

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird am 1. November 2015 vergeben.

Der mit 30.000,- € dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk, geht an Clemens J. Setz für seinen Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ (erschienen 2015 im Suhrkamp Verlag).

Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, und der Intendant von Deutschlandradio, Dr. Willi Steul, stimmten dem Vorschlag der Jury zu.

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises, die am 1. Oktober tagte, setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Sandra Kegel (FAZ), Kristina Maidt-Zinke (freie Kritikerin), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), und Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).

Die Begründung der Jury lautet:
„Unsere Gegenwart ist noch verrückter, als wir ohnehin glauben. Und es gibt die andere, verborgene und faszinierende Seite unserer scheinbaren Normalität – wir müssen nur genau hinschauen. Das zeigt Clemens J. Setz mit seinem 1000-seitigen Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Hier entwirft der 33-jährige österreichische Autor eine neue, verstörende und zugleich hochkomische Dimension unserer Realität – von der man am Ende nicht weiß, ob sie den Kern unseres Daseins ausmacht.

Die einundzwanzigjährige Natalie wird in einem Wohnheim für Behinderte Betreuerin von Alexander Dorm, der im Rollstuhl sitzt und einst als frauenfeindlicher Stalker die Ehe von Christoph Hollberg und dessen Frau zerstört hat. Hollberg allerdings besucht nunmehr den Täter Dorm wöchentlich, und es entsteht eine eigentümlich schillernde Beziehung, zwischen perverser Abhängigkeit und subtiler Quälerei. Will sich Hollberg rächen? Natalie hat diesen Verdacht.

Mit großem Sprachwitz entwirft der universal gebildete Autor einen Thriller, mit zahllosen Bezügen sowohl zur Hoch- als auch Populärkultur, spielerisch werden Erzählarten integriert und Realitätsversionen ausprobiert. Sämtliche Wissensfelder scheinen hier zusammenzuströmen und neu abgemischt zu werden. Und Setz führt mitten hinein in zentrale Fragen unsere Gegenwart: was ist krank und was ist normal, was real, was eingebildet, was ist menschlich, was ist technisch, wo verschwimmen die Grenzen zwischen beiden? Organisches und Mechanisches werden verschränkt – Technik und Natur vermählen sich. Selbst die Menschenhelferin Natalie sprengt mit ihren kalt exerzierten Leidenschaften alle herkömmlichen Maßstäbe, so wie das gesamte Buch es tut.

Wie in seinen bisherigen Büchern und Essays erweist sich Clemens Setz auch in diesem Roman als phantastischer avantgardistischer Welterfinder. Mit einer Ästhetik der Drastik unterläuft er moralische Üblichkeiten, alles Eindeutige und Erwartbare. Und das erwartbar Provokative gleich mit. Die Gegenwart erscheint einem neu und anders nach der Lektüre: Das Verrückte ist normal, das Normale verrückt. Und manchmal rührt es direkt ans Herz, wie verrutscht der Mensch in seiner selbstgeschaffenen Welt ist.“

Oberbürgermeister Ulrich Markurth und der Intendant Dr. Willi Steul überreichen Clemens J. Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015 am 1. November im Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters.

Der Preisträger wird außerdem bei der Langen Nacht der Literatur am 31. Oktober lesen, ebenfalls im Kleinen Haus des Staatstheaters. Karten für diese Veranstaltung sind an den Kassen des Staatstheaters erhältlich.

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird jährlich vergeben und würdigt einen aktuellen, zeitgenössischen Roman. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rainald Goetz, Jochen Missfeldt, Ralf Rothmann, Wolf Haas, Katja Lange-Müller, Andreas Maier, Sibylle Lewitscharoff, Christian Kracht, Marion Poschmann und Thomas Hettche.

QUELLE:
Stadt Braunschweig, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Fachbereich Kultur
Abteilung Literatur und Musik
Raabe-Haus:Literaturzentrum
Schlossplatz 1
38100 Braunschweig

Schriftsteller Thomas Lehr bekam am 18.9.2015 den bedeutenden Joseph-Breitbach-Preis überreicht … zu Koblenz

2015: Thomas Lehr

Die Stiftung Joseph Breitbach und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz verleihen den diesjährigen Joseph-Breitbach-Preis an den Schriftsteller Thomas Lehr.

Begründung der Jury:
In Thomas Lehr würdigt die Jury eine der eigenwilligsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur, einen Autor, der sich seit seinem Debüt ›Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade‹ aus dem Jahr 1993 in jedem Werk aufs Neue mit poetischer Phantasie um eine zwingende Kongruenz von Stoff und Form bemüht. Lehr verfügt über eine Fülle höchst unterschiedlicher Erzählweisen, sei es die raffinierte Schnitttechnik des bundesrepublikanischen Breitwandpanoramas ›Nabokovs Katze‹, sei es der in zahllose Splitter zerspringende Monolog eines Sterbenden in der Novelle ›Frühling‹ oder die narrative Zeitlupentechnik in dem Science-Fiction-Roman ›42‹. Das an der ›Ilias‹ und Goethes ›West-östlichem Divan‹ geschulte Epos ›September Fata Morgana‹ – ein rhapsodischer Roman in vier Stimmen und Identitäten – darf in seiner artistischen Verschränkung von westlicher und östlicher Perspektive als eine der gelungensten Antworten auf das Trauma der Attentate vom 11. September bezeichnet werden. Lehr verbindet politische Neugier mit existenziellem Ernst, philosophische und naturwissenschaftliche Gedankenspiele mit einem feinen Gespür für atmosphärische Details und emotionale Komplexität mit sinnlicher Präzision. Die Jury ehrt in ihm einen Autor am Puls der Gegenwart, der weit entfernt davon ist, sich dem Zeitgeist zu unterwerfen.
Der Preis wird für das literarische Gesamtwerk verliehen und ist mit 50.000 € dotiert. Die Verleihung findet am 18. September 2015 im Stadttheater Koblenz statt. Die Laudatio hält Sigrid Löffler.

Biographie:
Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren. Er arbeitet und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Berliner Literaturpreis (2011). 1999 erschien beim Aufbau-Verlag sein Roman ›Nabokovs Katze‹, 2010 sein Roman ›September. Fata Morgana‹ bei Hanser. Sein Roman ›42‹ stand 2005 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Thomas Lehr ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland; 2012 wurde er als Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin gewählt.

Auszeichnungen:

  • 1995 Mara-Cassens-Preis
  • 1996 Förderpreis Literatur Akademie der Künste Berlin
  • 1999 Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz
  • 2006 Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz
  • 2010 Pfalzpreis für Literatur
  • 2011 Berliner Literaturpreis
  • 2012 Marie-Luise-Kaschnitz-Preis

Veröffentlichungen:

  • 1993 Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade
  • 1994 Die Erhörung
  • 1999 Nabokovs Katze
  • 2001 Frühling
  • 2005 42
  • 2010 September. Fata Morgana
  • 2012 Größenwahn passt in die kleinste Hütte. Kurze Prozesse

LONGLIST Deutscher Buchpreis 2015 ist da!

QUELLE:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutscher Buchpreis 2015: Jury nominiert 20 Romane

Longlist heute veröffentlicht / 199 Titel waren in der Auswahl / Shortlist wird am

16. September veröffentlicht

Die Titel für den Deutschen Buchpreis 2015 sind nominiert: Die Jury hat 20

Romane für die Longlist ausgewählt. Die sieben Jurymitglieder haben seit

Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2014 und dem

16. September 2015 erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Claudia Kramatschek (freie Kritikerin): „Die diesjährige Longlist

ist eine aufschlussreiche Landkarte, sie bildet die Vielfältigkeit und

Vielstimmigkeit der deutschsprachigen Literatur ab. In diesem Jahr aber

zeichnet sich eines deutlich ab: Die Welt ist in ihr zu Hause. Die ausgewählten

Autoren und Autorinnen nehmen sich der Seelendramen afrikanischer

Flüchtlinge an, entführen uns in die Weiten Afghanistans oder in die engen

Gassen eines Istanbuler Armenviertels. Zugleich bleibt diese Literatur ganz bei

sich, indem sie in mal utopischer, mal dystopischer, mal schelmischer, mal

dokumentarischer Manier von ersten und letzten Dingen erzählt und den Platz

des Individuums in einer Welt verhandelt, die zugerichtet ist durch die kapitalen

Ströme des Geldes sowie repressive Systeme der Macht. Es stehen auf dieser

Landkarte bekannte neben eher unbekannten Namen und große Verlage neben

eher kleineren. Das macht sie für uns umso erfreulicher.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe (Kiepenheuer & Witsch,

August 2015)

 Ralph Dutli: Die Liebenden von Mantua (Wallstein, August 2015)

 Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen (Knaus, August 2015)

 Valerie Fritsch: Winters Garten (Suhrkamp, März 2015)

 Heinz Helle: Eigentlich müssten wir tanzen (Suhrkamp,

September 2015)

 Gertraud Klemm: Aberland (Droschl, Februar 2015)

 Steffen Kopetzky: Risiko (Klett-Cotta, Februar 2015)

 Rolf Lappert: Über den Winter (Carl Hanser, August 2015)

 Inger-Maria Mahlke: Wie Ihr wollt (Berlin Verlag, März 2015)

 Ulrich Peltzer: Das bessere Leben (S. Fischer, Juli 2015)

 Peter Richter: 89/90 (Luchterhand, März 2015)

 Monique Schwitter: Eins im Andern (Droschl, August 2015)

 Clemens J. Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre (Suhrkamp,

September 2015)

 Anke Stelling: Bodentiefe Fenster (Verbrecher Verlag, März 2015)

 Ilija Trojanow: Macht und Widerstand (S. Fischer, August 2015)

 Vladimir Vertlib: Lucia Binar und die russische Seele (Deuticke, Februar

2015)

 Kai Weyand: Applaus für Bronikowski (Wallstein, März 2015)

 Frank Witzel: Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen

manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 (Matthes & Seitz,

Februar 2015)

 Christine Wunnicke: Der Fuchs und Dr. Shimamura (Berenberg,

März 2015)

 Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel (Kiepenheuer & Witsch,

August 2015)

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2015 gehören neben Claudia Kramatschek

an: Markus Hinterhäuser (Wiener Festwochen), Rolf Keussen (Mayersche Droste,

Düsseldorf), Ursula Kloke (Botnanger Buchladen, Stuttgart), Ulrike Sárkány

(Norddeutscher Rundfunk), Christopher Schmidt (Süddeutsche Zeitung) und

Bettina Schulte (Badische Zeitung).

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Titel für

die Shortlist aus, die am 16. September 2015 veröffentlicht wird. Erst am Abend

der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche

Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf

Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die

Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind zudem die Frankfurter Buchmesse

und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen

Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 12. Oktober 2015 zum Auftakt der Frankfurter

Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Interessierte können die

Preisverleihung per Live-Stream unter http://www.deutscher-buchpreis.de

mitverfolgen. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen die

Preisverleihung im Rahmen von „Dokumente und Debatten“ im Digitalradio und

als Livestream im Internet unter http://www.deutschlandradio.de.

Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das Buch „Die Longlist

2015 – Leseproben“, herausgegeben vom Fachmagazin Börsenblatt im Verlag der

MVB Marketing- und Verlagsservice des Deutschen Buchhandels GmbH, einer

Wirtschaftstochter des Börsenvereins. Darin werden Leseproben und

Hintergrundinformationen zu den nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab

kommender Woche in vielen Buchhandlungen erhältlich.

Ab heute, 11 Uhr, sind zudem unter http://www.detektor.fm/deutscher-buchpreis

Hörproben der Longlist-Titel abrufbar, die von Digitalradio detektor.fm, Leipzig,

produziert wurden. Die Hörproben sind außerdem zugänglich über die detektor.fm-

App und die Smart-TV-App und über den Livestream des Senders. Von Montag bis

Freitag wird vom 19. August bis zum 16. September dort täglich um 17:40 Uhr ein

Longlist-Titel vorgestellt.

Ab dem 20. August stellen sieben Literaturblogs als „Die Buchpreisblogger“ die

nominierten Titel vor. Die Blogger lesen die 20 Bücher der Longlist, stellen sie

zur Diskussion, bieten Hintergrundinformationen und kritische

Debattenbeiträge. Zusammengeführt werden die Blogs auf der Facebook-Seite

des Deutschen Buchpreises http://www.facebook.com/DeutscherBuchpreis und unter

dem Hashtag #dbp15.

Pressefoto der Jury zum Download:

http://www.deutscher-buchpreis.de/presse/pressedownloads/

Copyright: Rainer Rüffer

V.l.n.r.: Ulrike Sárkány, Claudia Kramatschek, Markus Hinterhäuser, Ursula

Kloke, Rolf Keussen, Bettina Schulte, Christopher Schmidt

Weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis 2015 können abgerufen

werden unter http://www.deutscher-buchpreis.de. Infos, Neuigkeiten und Geschichten

rund um den Deutschen Buchpreis 2015 gibt es auch bei Facebook unter

http://www.facebook.com/DeutscherBuchpreis

Frankfurt am Main, 19. August 2015

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Claudia Paul, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon +49 (0) 69 1306-293, E-Mail: paul@boev.de

Thomas Koch, Presse-Referent

Telefon +49 (0) 69 1306-292, E-Mail: t.koch@boev.de

Die TeilnehmerInnen des Bachmann-Wettbewerbs Klagenfurt 2015

Anna Baar, 1973 in Zagreb geboren, lebt in Klagenfurt. Sie studierte Publizistik, Slawistik und Theaterwissenschaften in Wien und Klagenfurt. Ihr Roman «Die Farbe des Granatapfels» erscheint 2015.

Valerie Fritsch, 1989 in Graz geboren, lebt dort und in Wien. Sie studierte an der Akademie für angewandte Photographie in Graz. 2011 erschien ihr Roman «Die VerkörperungEN», 2015 «Winters Garten».

Saskia Hennig von Lange, 1976 in Hanau geboren, lebt in Frankfurt am Main. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte, sie lehrt und forscht an der Universität Gießen. Unter anderem wurde sie mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet.

FALKNER, 1970 im österreichischen Kollerschlag als Michaela Falkner geboren, lebt in Wien. Sie promovierte in Politischer Psychologie und versteht ihre Arbeit als Gesamtkunstwerk. Sie veröffentlicht mit Nummern versehene «Manifeste», mittlerweile in 49 Teilen.

Dana Grigorcea, 1979 in Bukarest geboren, lebt in Zürich. Studierte deutsche und niederländische Philologie sowie Theater- und Filmregie in Bukarest und Brüssel. Sie arbeitete unter anderem bei der «Deutschen Welle» in Bonn und beim Fernsehsender «Arte». Im Herbst 2015 erscheint ihr zweiter Roman «Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit».

Tim Krohn, 1965 in Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen geboren. Er wuchs in der Schweiz auf und lebt in Val Müstair. Krohn veröffentlichte zahlreiche Romane und Theaterstücke, unter anderem das «Einsiedler Welttheater 2013» für mehr als 500 Mitwirkende. Er gewann unter anderem den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis.

Jürg Halter, 1980 in Bern geboren, lebt auch dort. Der Dichter (u.a. «Nichts, das mich hält») und Performancekünstler studierte an der Hochschule der Künste Bern und trat unter anderem in den USA, Japan und Russland auf. Er erhielt unter anderem Buchpreise von Stadt und Kanton Bern.

Nora Gomringer, 1980 in Neunkirchen an der Saar geboren, lebt in Bamberg. Sie veröffentlichte fünf Lyrikbände und eine Essay-Sammlung. Ausgezeichnet wurde Gomringer unter anderem mit dem Joachim-Ringelnatz-Preis.

Teresa Präauer, 1979 in Linz geboren, lebt in Wien. Sie erhielt den aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt, den Roman «Für den Herrscher aus Übersee». Sie war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde unter anderem mit dem Hölderlin-Förderpreis ausgezeichnet.

Katerina Poladjan, 1971 in Moskau geboren, lebt seit 1979 in Deutschland. Sie schreibt Romane, Theatertexte, Essays und ist zudem ausgebildete Schauspielerin. Unter anderem spielte sie in «Der Untergang» mit. 2011 erschien ihr Debütroman «In einer Nacht, woanders».

Ronja von Rönne, 1992 in Berlin geboren, lebt in Berlin und Grassau. Sie ist Autorin und Redakteurin im Feuilleton der «Welt». Ihr Text «Warum mich der Feminismus anekelt» löste eine Netzdebatte aus. Ihre Einladung nach Klagenfurt wurde deswegen teilweise kritisiert.

Sven Recker, 1973 in Bühl (Baden) geboren, lebt in Berlin. Arbeitete eine Zeitlang als Sportjournalist, seit sechs Jahren schult er für die in Berlin ansässige Organisation Media in Cooperation and Transition (MiCT) Journalisten etwa aus Libyen, Ägypten und Nordkorea. Sein Romandebüt «Krume Knock Out» erscheint 2015.

Monique Schwitter, 1972 in Zürich geboren, lebt in Hamburg. Sie studierte Theaterregie und Schauspiel in Salzburg und schreibt Romane, Erzählungen und Theaterstücke (unter anderem «Wenn‘s schneit beim Krokodil»). Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem Robert-Walser-Preis.

Peter Truschner, 1967 in Klagenfurt geboren, lebt in Berlin. Er studierte Philosophie, Politik und Kommunikationswissenschaft. Sein Roman «Die Träumer» wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert. Truschner arbeitet zudem als Fotograf. 2015 erscheint sein Foto-/Textbuch «Bangkok Struggle».