Matthias Thonon, Daniela Chmelik, Renate Aichinger, Katja Schraml als Preisträger/innen beim Bad Godesberger Literaturwettbewerb

Matthias Thonon gewinnt den Hauptpreis der Jury, Katja Schraml gewinnt den Publikumspreis … beim 9. Bad Godesberger Literaturwettbewerb im Haus an der Redoute in Bonn (Bad Godesberg).

In diesem Jahr (2019) fand der Godesberger Literaturwettbewerb bereits zum 9. Mal statt.

Der von der Parkbuchhandlung (Inhaberin Barbara Ter-Nedden) ins Leben gerufene Wettbewerb hat sich zu einer festen Größe im Bad Godesberger Kulturleben entwickelt und zieht AutorInnen aus ganz Deutschland an. Auch aus Österreich.

Die Jury bestand in diesem Jahr aus der Pädagogin Annie Katherina Kawka-Wegmann, dem GA-Redakteur Rüdiger Franz und den Germanisten Prof. Dr. Norbert Oellers sowie Prof. Dr. Georg Guntermann. (Rüdiger Franz sprach die Laudatio.)

Autorinnen und Autoren wird in Bad Godesberg ein Forum geboten, um Texte aller literarischen Gattungen zu präsentieren.

Aus allen Einsendungen wählte die Jury 10 AutorInnen aus, die während einer Veranstaltung ihre Texte im „Haus an der Redoute“ lesen sollten.

8 Autorinnen und Autoren kamen am 10.12.2019 (an diesem Tag wurden übrigens auch 2 Literaturnobelpreise überreicht) LIVE ins „Haus an der Redoute“ in Bonn-Bad-Godesberg (Bad Godesberg ist heute ein Stadtbezirk / Stadtteil von Bonn), um LIVE vor Publikum zu lesen. (2 weitere Autoren/innen waren aus unterschiedlichen Gründen verhindert.)

Nach den Lesungen von je Person circa 8 Minuten kam es zur Abstimmung durch das Publikum, und zu einer kleinen Auszählpause.

Der Publikumspreis ging danach an Katja Schraml.

Der Hauptpreis der Jury (das stand vorher schon fest, wurde aber auch erst nun verkündet) ging an Matthias Thonon.

Das alles geschah in Anwesenheit von Bezirksbürgermeister Christoph Jansen, der ein paar nette Worte zur Begrüßung sprach.

1. PREIS DER JURY an Matthias Thonon

2. PREIS DER JURY an Daniela Chmelik

3. PREIS DER JURY an Renate Aichinger

PUBLIKUMSPREIS an Katja Schraml

TEXTE ALS BUCH: Barbara Ter-Nedden (Hrsg.), Am frühen Morgen. Anthologie, Kid Verlag 2019, 12,80 Euro.

Schweizer Buchpreis 2019 an Sibylle Berg

Für das Buch:

GRM. Brainfuck

PREISGELD: 30.000 Schweizer Franken

AUS DER BEGRÜNDUNG DER JURY:

>> Sibylle Berg ist das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der formal Avantgarde ist und inhaltlich die Lesenden im Innersten packt. Mit sarkastischem Ingrimm begleitet sie vier Londoner Jugendliche aus kaputten Familien durch die Horrorszenarien einer deregulierten Gesellschaft und weiter in die Zukunft, in die Diktatur der künstlichen Intelligenz. Dem entfesselten Kapitalismus setzt die Autorin ihre entfesselte Fantasie entgegen. Eine kompromisslose Gesellschaftskritik in hochexplosiver Sprache, mit Spreng-Sätzen und bösem Witz. <<

Sekretariatsadresse

Schweizer Buchpreis c/o LiteraturBasel
Theaterstrasse 22, CH-4051 Basel
+41 61 261 29 50

http://www.schweizerbuchpreis.ch

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ZUVOR:

Zürich / Basel, 17.September 2019

aus der Medienmitteilung zur Nominierung der SHORTLIST:

>> Schweizer Buchpreis 2019: Die fünf Nominierten stehen festSibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2019. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 42‘000 Franken dotiert. Der oder die Preisträger*in erhält 30‘000 Franken; die vier anderen Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 3‘000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 10. November 2019 um 11 Uhr im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt. <<

 

Den Georg-Büchner-Preis 2019 erhält Lukas Bärfuss

Quelle: deutscheakademie.de

9. Juli 2019

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2019 an den Schriftsteller Lukas Bärfuss. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 2. November 2019 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:
»Mit Lukas Bärfuss zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus. In einer distinkten und dennoch rätselhaften Bildersprache, karg, klar und trennscharf, durchdringen sich nervöses politisches Krisenbewusstsein und die Fähigkeit zur Gesellschaftsanalyse am exemplarischen Einzelfall, psychologische Sensibilität und der Wille zur Wahrhaftigkeit. Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens. Es sind Qualitäten, die zugleich Bärfuss‘ Essays prägen, in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleitet.«

Lukas Bärfuss, geboren am 30. Dezember 1971 in Thun/Schweiz, ist Dramatiker, Erzähler und Essayist. Er lebt in Zürich.
Bärfuss begann zunächst 1998 als Dramatiker und avancierte zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Theaterautoren. Seine Theaterstücke wurden in rund ein Dutzend Sprachen übersetzt und werden weltweit gespielt. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen: »Die sexuellen Neurosen unserer Eltern« (2003), »Der Bus« (2005), »ÖL« (2009), »Frau Schmitz« (2016). Sein neuestes Drama, »Der Elefantengeist«, wurde im September 2018 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt.
Als Erzähler debütierte Lukas Bärfuss 2002 mit der Novelle »Die toten Männer«. Sein erster Roman »Hundert Tage« über den Völkermord in Ruanda erschien 2008. Wie dieser so fand auch sein zweiter Roman »Koala« aus dem Jahr 2014, in dem er den Suizid seines Bruders darstellerisch verarbeitet, ein großes Echo in der Öffentlichkeit. Für diesen Roman wurde ihm 2014 der Schweizer Buchpreis verliehen. 2017 erschien sein jüngster Roman »Hagard«, dessen Geschichte um einen erfolgreichen Geschäftsmann kreist, der sich durch obsessives Begehren aus allen sozialen Bindungen löst.
Lukas Bärfuss tritt immer wieder mit pointierten Essays und Debattenbeiträgen zum politischen Geschehen an die Öffentlichkeit. 2015 erschien sein Essayband »Stil und Moral«, 2018 der Band »Krieg und Liebe«.

Zu den vielen Auszeichnungen, die Lukas Bärfuss erhalten hat, zählen: 2005 Mülheimer Dramatikerpreis, 2008 Mara-Cassens-Preis, 2009 Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis), 2010 Hans-Fallada-Preis, 2013 Berliner Literaturpreis, 2014 Solothurner Literaturpreis, 2014 Schweizer Buchpreis, 2015 Nicolas-Born-Preis, 2016 Johann-Peter-Hebel-Preis, 2018 Preis der LiteraTour Nord.

Lukas Bärfuss ist Mitglied der der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Der Georg-Büchner-Preis:
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an herausragende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Er wird finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Darmstadt.

Lukas Bärfuss Autorenseite: http://www.lukasbaerfuss.ch
Verlage: Wallstein Verlag
Hartmann & Stauffacher

Seine Werke und Auszeichnungen im Überblick:
Prosa
Die toten Männer. Novelle. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002
Hundert Tage. Roman. Wallstein, Göttingen 2008
Koala. Roman. Wallstein, Göttingen 2014
Stil und Moral. Essays. Wallstein, Göttingen 2015
Hagard. Roman. Wallstein, Göttingen 2017
Krieg und Liebe. Essays. Wallstein, Göttingen 2018
Contact. Zeichnungen von Michael Günzburger, mit Texten von Lukas Bärfuss, Edition Patrick Frey, Zürich, 2018

Theaterstücke (im Verlag Hartmann & Stauffacher)
Sophokles‘ Oedipus (1998)
Medeää (2000)
Vier Frauen (2000)
Siebzehn Uhr siebzehn (2000)
Othello, kurze Fassung (2001)
Meienbergs Tod (2001)
Die Reise von Klaus und Edith durch den Schacht zum Mittelpunkt der Erde (2001)
august02, Nationalulk (2002)
Vier Bilder der Liebe (2002)
Die sexuellen Neurosen unserer Eltern (2003)
Heinrich IV. (2004)
Alices Reise in die Schweiz (2005)
Der Bus (Das Zeug einer Heiligen) (2005)
Jemand schreit in unseren Rosen (2005)
Amygdala (2007)
Die Probe (Der brave Simon Korach) (2007)
Öl (2009)
Malaga (2010)
Parzival (2010)
Zwanzigtausend Seiten (2012)
Anschlag (2013)
Die schwarze Halle (2013)
Frau Schmitz (2016)
Der Elefantengeist (2018)

Auszeichnungen (Auswahl)
2001 Kulturförderpreis der Stadt Thun
2003 Nachwuchsautor des Jahres der Zeitschrift Theater heute für »Die sexuellen Neurosen unserer Eltern«
2005 Mülheimer Dramatikerpreis für »Der Bus«
2005 Gerrit-Engelke-Preis
2007 Spycher: Literaturpreis Leuk
2008 Mara-Cassens-Preis für »Hundert Tage«
2008 Anna Seghers-Preis (gemeinsam mit Alejandra Costamagna)
2009 Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung für »Hundert Tage«
2009 Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis (Sonderpreis) für »Hundert Tage«
2010 Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster
2011 Kulturpreis Berner Oberland
2013 Berliner Literaturpreis verbunden mit der Heiner Müller-Gastprofessur am Peter-Szondi-Institut der FU Berlin
2014 Solothurner Literaturpreis
2014 Longlist beim Deutschen Buchpreis mit »Koala«
2014 Schweizer Buchpreis für »Koala«
2015 Nicolas-Born-Preis
2016 Johann-Peter-Hebel-Preis
2017 Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse mit »Hagard«
2018 Preis der LiteraTour Nord für sein bisheriges Werk und seinen jüngsten Roman »Hagard«