Schriftstellerin Jerry J. Smith mit einem Roman über eine junge, rebellische Frau in der Selbstfindung

„Die Ungezähmte“, Roman.

Die in Leipzip lebende Jerry J. Smith hat ein Buch vorgelegt, in welchem es um eine junge Frau namens Marie geht. Diese ist irgendwie angepasst, lässt sich auch von ihrem Bruder allzuviel sagen … lebt und arbeitet in Berlin. Aber das ist nur das Vorstadium des Ganzen.

Denn sie, die Deutsche, wird schließlich noch nach Kanada gelangen, wo sie auch hinwill und immer sein wollte. Das macht allein der Wille.

Sie wird den Weinbau und Weinanbau erlernen. Auch wird sie alles um das „Weinmachen“ sich aneignen. Das ist die eine (äußere) Kerngeschichte des Buches. Und: Eine junge Frau macht in diesem Setting ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte endlich wahr.

Aber auf diesem Weg gibt es viele Hindernisse, darunter Liebesbeziehungen und Beziehungen zu Menschen ganz allgemein. Kämpfe. Marie muss durch Täler der Tränen, um die Höhen des Lebens zu erklimmen. Schließlich beginnt der Roman, als sie noch junge (unausgegorene) 22 Jahre ist.

Diese ganzen (aufregenden) Erlebnisse um die Stationen Berlin, Großbrittanien, Kanada beschreibt die Autorin in einer so mitnehmenden Art, die einen das Buch in einem Sog durchfliegen lässt. Leserinnen und Leser erleben überaus hautnah mit, was die Marie alles erlebt, womit sie hadert, wofür sie streitet.

Zusätzlich ist in den Roman eine Ratgeber-Figur eingebaut, ein Freund, aber ein ferner Freund, der sich gerne in Texten an die Autorin wendet. Aus seinen Botschaften zieht Marie Kraft, über seine Äußerungen denkt sie immer wieder nach … und kontrolliert, ob ihr Handeln dem entspricht, was der Freund ihr geraten hat.

Das Buch ist eines der Selbstfindung. Und die Leser können am Ende vieles verstehen und werden kopfnickend zustimmen. Wahr, intensiv … und schön erzählt.