BERLIN VERLAG: Nur noch Hardcover bleiben

Wie die Zeitung „DIE WELT“ (29.04.16) berichtet, steht dem Berlin Verlag ein heftiger Einschnitt bevor. (Sitz: Hedemannstraße 14, 10969 Berlin) Gründer des Berlin Verlags waren Arnulf Conradi, Elisabeth Ruge, Veit Heinichen

Das 1994 gegründete Unternehmen BERLIN VERLAG gibt Herstellung, Vertrieb und Marketing fortan an PIPER ab.

Die Aufgaben werden also künftig von demjenigen Piper Verlag in München übernommen, dem der Berlin Verlag seit seiner Übernahme durch die schwedische Verlagsgruppe Bonnier im Jahr 2012 organisatorisch zugeordnet ist.

Verlag und Betriebsrat werden über einen Sozialplan verhandeln.

Im Zuge der Neustrukturierung schrumpft auch das Programm.

Die Taschenbuchsparte wird nun aufgegeben und inhaltlich fortan von Piper weitergeführt.

Das auf Unterhaltungsliteratur spezialisierte Imprint Bloomsbury Berlin wird sogar eingestellt.

In Berlin verbleiben demnach Lektorat und Presse, die sich künftig auf das Hardcover-Programm in den Bereichen Belletristik und Sachbuch konzentrieren.

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Verlage fordern mehr Engagement im Urheberrechtsschutz und schreiben Offenen Brief an Seehofer

Einige der Münchner Medienunternehmen (Filmfirmen wie Constantin Film, Sony, und Verlage wie Piper, dtv und Random House) fordern in einem offenen Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) einen besseren Urheberrechtsschutz in Bayern.

Sie kritisieren im Brief fehlende Strukturen sowie mangelnde personelle und fachliche Kapazitäten im Bereich des Urheberstrafrechts.

Andere Bundesländer hätten Schwerpunktstaatsanwaltschaften oder integrierte Ermittlungseinheiten eingerichtet, um das illegale Downloaden von Musik, eBooks oder Filmen zu verfolgen.

„Interne Zeitvorgaben, fehlende Spezialisierung und gravierende technische Wissenslücken der Staatsanwaltschaft verhindern geradezu eine effektive Strafverfolgung“, beklagen die Schreibenden.