15 Nominierte: PREIS DER LEIPZIGER BUCHMESSE 2016

Die Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hat aus den insgesamt 401 Werken, die von 113 Verlagen eingereicht wurden, jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den renommierten Preis nominiert:

Kategorie Belletristik:

• Marion Poschmann: „Geliehene Landschaften – Lehrgedichte und Elegien“ (Suhrkamp)

• Roland Schimmelpfennig: „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ (S. Fischer)

• Nis-Momme Stockmann: „Der Fuchs“ (Rowohlt)

• Heinz Strunk: „Der goldene Handschuh“ (Rowohlt)

• Guntram Vesper: „Frohburg“ (Schöffling & Co.)

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

• Werner Busch: „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“ (C.H. Beck)

• Jürgen Goldstein: „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ (Matthes & Seitz)

• Ulrich Raulff: „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung“ (C.H. Beck)

• Christoph Ribbat: „Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ (Suhrkamp)

• Hans Joachim Schellnhuber: „Selbstverbrennung: Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ (C. Bertelsmann)

Kategorie Übersetzung:

• Kirsten Brandt: übersetzte aus dem Katalanischen „Flüchtiger Glanz“ von Joan Sales (Hanser)

• Brigitte Döbert: übersetzte aus dem Serbischen „Die Tutoren“ von Bora Ćosić (Schöffling & Co.)

• Claudia Hamm: übersetzte aus dem Französischen „Das Reich Gottes“ von Emmanuel Carrère (Matthes & Seitz Berlin)

• Frank Heibert: übersetzte aus dem Englischen „Frank“ von Richard Ford (Hanser Berlin)

• Ursula Keller: übersetzte aus dem Russischen „Eine Straße in Moskau“ von Michail Ossorgin (Die Andere Bibliothek)

QUELLE: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/de/

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Kurt Wolff Preis 2016 an Ch. Links Verlag (und an Vorwerk 8)

QUELLE: Kurt-Wolff-Stiftung

>>Der Kurt Wolff Preis 2016 geht an den Christoph Links Verlag, der seit 25 Jahren mit großer Konsequenz und ohne Scheu vor brisanten Themen die Deutschen in Wort und Bild mit ihrer jüngeren Geschichte und gegenwärtigen Rolle in der Weltgesellschaft konfrontiert. So ist in Essay und Reportage, Reisebericht und Recherche, Dokumentation und historischer Studie eine sorgfältig gestaltete Enzyklopädie der Zeitgeschichte entstanden, die den Rückblick auf den Nationalsozialismus, die DDR und die Bundesrepublik vor 1990 in die Prozesse der Globalisierung einbettet, vom Kolonialismus des 19. Jahrhunderts bis zum illegalen Kunsthandel der Gegenwart.

Der Förderpreis zum Kurt Wolff Preis 2016 geht an den Verlag Vorwerk 8, der seit 1994 mit Spürsinn, Geistesgegenwart und großem typographischen und visuellen Einfallsreichtum die Künste miteinander ins Gespräch bringt, dafür sorgt, dass keine mit sich selbst allein ist und in Literatur und Film, Theater, Musik und bildende Kunst die Impulse aus Wissenschaften wie Anthropologie und Medientheorie eingehen.

Die Preisverleihung findet am Freitag, den 18. März 2016 um 13 Uhr auf der Leipziger Buchmesse in Halle 5 im Forum DIE UNABHÄNGIGEN statt, das von der Kurt Wolff Stiftung in Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse organisiert wird.

Die Laudatio hält der Autor und Journalist Christoph Dieckmann.

Wir danken der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Preisgelder betragen 26.000 Euro (Hauptpreis) und 5.000 Euro (Förderpreis).

Das Kuratorium der KWS: Renate Georgi, Joachim Kersten (Vorsitzender), Michael Krüger, Dr. Jochen Meyer, Dr. Lothar Müller, Alexander Oechsner, Annegret Schult, Dr. Erdmut Wizisla.<<

3.12.2015

Swetlana Alexijewitsch || Nobelpreis in Literatur des Jahres 2015

Pressemitteilung 8. Oktober 2015
Der Nobelpreis in Literatur des Jahres 2015
Swetlana Alexijewitsch
Der Nobelpreis in Literatur des Jahres 2015 wird
der weißrussischen Schriftstellerin
Swetlana Alexijewitsch verliehen
„für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“
QUELLE:

Clemens J. Setz (Schriftsteller) erhält den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2015

Clemens J. Setz erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015

2015 bestand die Jury aus:

Prof. Dr. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse(Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Sandra Kegel (FAZ), Kristina Maidt-Zinke (freie Kritikerin), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk)

Der diesjährige Preisträger ist Clemens J. Setz mit seinem Werk „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“.

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird am 1. November 2015 vergeben.

Der mit 30.000,- € dotierte Wilhelm Raabe-Literaturpreis, gestiftet von Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk, geht an Clemens J. Setz für seinen Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ (erschienen 2015 im Suhrkamp Verlag).

Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, und der Intendant von Deutschlandradio, Dr. Willi Steul, stimmten dem Vorschlag der Jury zu.

Die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises, die am 1. Oktober tagte, setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Prof. Dr. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig), Sandra Kegel (FAZ), Kristina Maidt-Zinke (freie Kritikerin), Dr. Michael Schmitt (3sat), Prof. Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), und Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk).

Die Begründung der Jury lautet:
„Unsere Gegenwart ist noch verrückter, als wir ohnehin glauben. Und es gibt die andere, verborgene und faszinierende Seite unserer scheinbaren Normalität – wir müssen nur genau hinschauen. Das zeigt Clemens J. Setz mit seinem 1000-seitigen Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Hier entwirft der 33-jährige österreichische Autor eine neue, verstörende und zugleich hochkomische Dimension unserer Realität – von der man am Ende nicht weiß, ob sie den Kern unseres Daseins ausmacht.

Die einundzwanzigjährige Natalie wird in einem Wohnheim für Behinderte Betreuerin von Alexander Dorm, der im Rollstuhl sitzt und einst als frauenfeindlicher Stalker die Ehe von Christoph Hollberg und dessen Frau zerstört hat. Hollberg allerdings besucht nunmehr den Täter Dorm wöchentlich, und es entsteht eine eigentümlich schillernde Beziehung, zwischen perverser Abhängigkeit und subtiler Quälerei. Will sich Hollberg rächen? Natalie hat diesen Verdacht.

Mit großem Sprachwitz entwirft der universal gebildete Autor einen Thriller, mit zahllosen Bezügen sowohl zur Hoch- als auch Populärkultur, spielerisch werden Erzählarten integriert und Realitätsversionen ausprobiert. Sämtliche Wissensfelder scheinen hier zusammenzuströmen und neu abgemischt zu werden. Und Setz führt mitten hinein in zentrale Fragen unsere Gegenwart: was ist krank und was ist normal, was real, was eingebildet, was ist menschlich, was ist technisch, wo verschwimmen die Grenzen zwischen beiden? Organisches und Mechanisches werden verschränkt – Technik und Natur vermählen sich. Selbst die Menschenhelferin Natalie sprengt mit ihren kalt exerzierten Leidenschaften alle herkömmlichen Maßstäbe, so wie das gesamte Buch es tut.

Wie in seinen bisherigen Büchern und Essays erweist sich Clemens Setz auch in diesem Roman als phantastischer avantgardistischer Welterfinder. Mit einer Ästhetik der Drastik unterläuft er moralische Üblichkeiten, alles Eindeutige und Erwartbare. Und das erwartbar Provokative gleich mit. Die Gegenwart erscheint einem neu und anders nach der Lektüre: Das Verrückte ist normal, das Normale verrückt. Und manchmal rührt es direkt ans Herz, wie verrutscht der Mensch in seiner selbstgeschaffenen Welt ist.“

Oberbürgermeister Ulrich Markurth und der Intendant Dr. Willi Steul überreichen Clemens J. Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015 am 1. November im Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters.

Der Preisträger wird außerdem bei der Langen Nacht der Literatur am 31. Oktober lesen, ebenfalls im Kleinen Haus des Staatstheaters. Karten für diese Veranstaltung sind an den Kassen des Staatstheaters erhältlich.

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis wird jährlich vergeben und würdigt einen aktuellen, zeitgenössischen Roman. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rainald Goetz, Jochen Missfeldt, Ralf Rothmann, Wolf Haas, Katja Lange-Müller, Andreas Maier, Sibylle Lewitscharoff, Christian Kracht, Marion Poschmann und Thomas Hettche.

QUELLE:
Stadt Braunschweig, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Fachbereich Kultur
Abteilung Literatur und Musik
Raabe-Haus:Literaturzentrum
Schlossplatz 1
38100 Braunschweig

Preisträger vom Preis der Leipziger Buchmesse sind Wagner, Pressler, Ther

QUELLE:
http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/de/Preistraeger/

Preisträger 2015
Der Preis der Leipziger Buchmesse 2015 geht an
Belletristik:
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Jan Wagner: „Regentonnenvariationen. Gedichte“
(Hanser Berlin Verlag)

Sachbuch/Essayistik:
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Philipp Ther: „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“
Suhrkamp Verlag)

Übersetzung:
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Mirjam Pressler übersetzte aus dem Hebräischen: „Amos Oz: Judas“
(Suhrkamp Verlag)

Die Jury 2015

Hubert Winkels (DIE ZEIT / Deutschlandfunk)

René Aguigah (Deutschlandradio Kultur)

Dirk Knipphals (taz)

Sandra Kegel (FAZ)

Meike Feßmann (Freie Literaturkritikerin)

Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung)

Daniela Strigl (Freie Literaturkritikerin)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Jaron Lanier

>>In der Begründung des Stiftungsrats heißt es:

„Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2014 an Jaron Lanier und ehrt mit dem amerikanischen Informatiker, Musiker und Schriftsteller einen Pionier der digitalen Welt, der erkannt hat, welche Risiken diese für die freie Lebensgestaltung eines jeden Menschen birgt.

Eindringlich weist Jaron Lanier auf die Gefahren hin, die unserer offenen Gesellschaft drohen, wenn ihr die Macht der Gestaltung entzogen wird und wenn Menschen, trotz eines Gewinns an Vielfalt und Freiheit, auf digitale Kategorien reduziert werden. Sein jüngstes Werk „Wem gehört die Zukunft“ wird somit zu einem Appell, wachsam gegenüber Unfreiheit, Missbrauch und Überwachung zu sein und der digitalen Welt Strukturen vorzugeben, die die Rechte des Individuums beachten und die demokratische Teilhabe aller fördern.

Mit der Forderung, dem schöpferischen Beitrag des Einzelnen im Internet einen nachhaltigen und ökonomischen Wert zu sichern, setzt Jaron Lanier sich für das Bewahren der humanen Werte ein, die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens, auch in der digitalen Welt, sind.“

Jaron Lanier, geboren am 3. Mai 1960 in New York City, gehört als einer der Pioniere in der Entwicklung des Internets zu den wichtigsten Konstrukteuren der digitalen Welt. Er gilt als der Vater des Begriffs der „virtuellen Realität“ und war selbst als Unternehmer und leitender Forscher an zahlreichen Entwicklungen beteiligt. Heute betreut er als führender Wissenschaftler ein Projekt mehrerer Universitäten zur Erforschung des „Internets 2“ und arbeitet als Forscher für Microsoft Research.

Jaron Lanier war einer der Ideengeber für die Entwicklung von internet-basierten Computernetzwerken und hat virtuelle Kameras, 3D-Grafiken für Kinofilme und den ersten Avatar, einen künstlichen Stellvertreter für eine reale Person in der virtuellen Welt, konstruiert. Der an verschiedenen Universitäten in den USA lehrende Informatiker, der nach dem Schulabbruch Vorlesungen in Mathematik besuchte und hier seine Begeisterung für die Computertechnologie entdeckt hat, hat sich darüber hinaus als Musiker, Komponist und bildender Künstler international einen Namen gemacht.

Seit dem Jahr 2000 setzt sich Jaron Lanier verstärkt mit der immer größer werdenden Diskrepanz zwischen Mensch und Maschine, Wirklichkeit und virtueller Realität sowie zwischen der finanziellen Nutzbarmachung für die Internetbenutzer und dem Missbrauch von Wissen und Daten auseinander. Mit seinen beiden Büchern „Gadget. Warum die Zukunft uns noch braucht“ (2010 im Suhrkamp Verlag) und „Wem gehört die Zukunft?“ (2013, dt. 2014 im Verlag Hoffmann und Campe) sowie zahlreichen Artikeln über negative Entwicklungen in der Digitalen Welt ist er in den letzten Jahren zu einem ihrer wichtigsten Kritiker geworden.

Jaron Lanier lebt mit seiner Frau und seiner Tochter im kalifornischen Berkeley. Für seine Erfindungen und Entwicklungen wurde er mit zwei Ehrendoktortiteln ausgezeichnet und hat 2001 den CMU’s Watson Award sowie 2009 den Lifetime Career Award der IEEE, dem weltweit größten Berufsverband für Ingenieure, erhalten. Sein neuestes Buch „Wem gehört die Zukunft?“ wurde 2014 mit dem Goldsmith Book Prize der Harvard University ausgezeichnet.<<

QUELLE: LINK

Dem Stiftungsrat Friedenspreis gehören an:

Stephan Detjen (Deutschlandradio, Berlin)
Prof. Ulrich Khuon (Deutsches Theater, Berlin)
Felicitas von Lovenberg (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Peter von Matt (Dübendorf/Schweiz)
Prof. Dr. Karl Schlögel (Berlin)
Janne Teller (New York)
Matthias Ulmer (Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart)
Thomas Wrensch (Buchhandlung Graff, Braunschweig)
Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung, Tübingen) als Vorsteher des Börsenvereins zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates.

KURT-WOLFF-PREISE 2014 an „Verbrecher Verlag“ und an „mairisch Verlag“

http://www.kurt-wolff-stiftung.de/Neuigkeiten.htm

Pressemitteilung Kurt-Wolff-Preise-2014

2.12.2013

„Die Kurt Wiolff Stiftung darf Ihnen heute die Träger der Kurt-Wolff-Preise des Jahres 2014 verkünden, es sind der Verbrecher Verlag (Hauptpreis) und der mairisch Verlag (Förderpreis). Wie jedes Jahr wurden die Preisträger vom Kuratorium der KWS gewählt.

Die Begründung:

Der Kurt-Wolff-Preis 2014 geht an den Verbrecher Verlag in Berlin, der seit fast zwanzig Jahren durch große Editionen wie die der Tagebücher von Erich Mühsam und Werkausgaben wie die von Gisela Elsner die Erinnerung an die sozialistischen und anarchistischen Traditionen in Deutschland wachhält und zugleich den aktuellen literarischen und essayistischen Erkundungen des Stadtlebens, der Musik und der Politik eine feste Bühne bietet.

Der Kurt-Wolff-Förderpreis geht an den Hamburger mairisch Verlag, der mit großem Spürsinn junge deutsche Prosaautoren entdeckt und in seinem klug komponierten Programm dem aktuellen Dialog zwischen Literatur, Musik, Graphic Novels und Hörspiel Rechnung trägt.

Die Preisverleihung findet wieder auf der Leipziger Buchmesse statt, am Freitag, den 14. März 2014 um 13 Uhr im Berliner Zimmer (Halle 5, E 315). Die Laudatio hält Dietmar Dath.“

http://www.verbrecherverlag.de/

http://mairisch.de/

Stefan Weidle

(Vorstandsvorsitzender der KWS)