Früherer Monitor-Chef Klaus Bednarz starb am späten Dienstagabend, 14. April 2015

Stand: 15.04.2015, 09.30 Uhr, QUELLE: WDR Pressestelle

>>Der langjährige WDR-Mitarbeiter und Fernsehjournalist Klaus Bednarz ist tot. Er starb am späten Dienstagabend, 14. April 2015. Der frühere „Monitor“-Chef wurde 72 Jahre alt.<<

WDR-Intendant Tom Buhrow sagte: „Mit Klaus Bednarz verlieren wir einen der bedeutendsten deutschen Fernsehjournalisten. Klaus Bednarz war ein unbeugsamer Fürsprecher für Mensch und Umwelt. Er war Vorbild für kritischen, unerschrockenen Journalismus. Unter seiner Leitung entwickelte sich ‚Monitor’ zu einem Magazin, das auf dem Gebiet des investigativen Journalismus Herausragendes und Richtungsweisendes geleistet hat und leistet. In Erinnerung bleiben werden aber auch seine packenden Dokumentationen und Reisereportagen. Klaus Bednarz war mit Leib, Seele und messerscharfem Verstand Journalist – und ein feiner Mensch. Wir sind sehr traurig, dass er nicht mehr bei uns ist.“

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Fritz J. Raddatz ist tot, Literaturkritiker scheidet aus dem Leben

3. September 1931 in Berlin ||| † 26. Februar 2015 in Zürich

Fritz J. Raddatz wurde 1931 in Berlin geboren. Studium Germanistik, Geschichte, Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte und Amerikanistik an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin. 1953 Staatsexamen. Von 1960 bis 1969 war er stellvertretender Leiter des Rowohlt-Verlags, von 1977 bis 1985 Feuilletonchef der Wochenzeitung „Die Zeit“. Einen Tag vor dem Erscheinen seines letzten Buches dann der Suizid, am 26.2.2015, der vorher schon in Interviews zu anderen Freitoden (wie denen von Erich Loest oder Wolfgang Herrndorf) indirekt schon angekündigt war.

Autor Ralph Giordano am 10.12.2014 verstorben

>>Der Journalist und Schriftsteller Ralph Giordano ist tot. Wie eine Sprecherin seines Verlags Kiepenheuer und Witsch bestätigte, starb der 91-Jährige in der vergangenen Nacht in Köln. Laut der dortigen Lokalzeitung „Express“ erlag Giordano den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs, den er sich vor einigen Wochen bei einem Sturz in seiner Wohnung zugezogen hatte.

Als Publizist trat Giordano immer wieder für Minderheiten ein und engagierte sich öffentlich, indem er Unterdrückung, rechtsextremes Gedankengut und die Verletzung von Menschenrechten anprangerte. Seine eigene Lebensgeschichte war Triebfeder für seine Arbeit als Fernsehautor und Schriftsteller.<<

QUELLE: http://www.tagesschau.de, Stand 10.12.2014 14:14 Uhr

 

>>Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren. Nach der Befreiung am 4. Mai 1945 durch britische Truppen arbeitete er als Journalist und Publizist, als Fernsehdokumentarist und Schriftsteller. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, darunter »Die Bertinis« (1982), »Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein« (1987), »Ostpreußen ade« (1994), »Deutschlandreise« (1998), »Sizilien, Sizilien! Eine Heimkehr« (2002) und »Erinnerungen eines Davon – gekommenen« (2007). Zuletzt erschien sein Buch »Mein Leben ist so sündhaft lang: Ein Tagebuch« (2010). Er starb am 10. Dezember 2014 in Köln.<<

QUELLE: Kiepenheuer & Witsch, abgerufen am 10.12.2014, gegen 14:26 Uhr.

Autor Siegfried Lenz ist tot, 7.10.2014

QUELLE: http://www.hoffmann-und-campe.de/presse/pressemeldungen/presse-archiv-2014-hoffmann-und-campe-verlag/tod-siegfried-lenz/

Siegfried Lenz, einer der bedeutendsten und meistgelesenen Schriftsteller der deutschen Literatur, ist am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren verstorben.

Für sein Werk, das 14 Romane, 120 Erzählungen, zahlreiche Novellen, Hörspiele und Dramen umfasst, darunter Welterfolge wie Deutschstunde (1968), So zärtlich war Suleyken (1955) und Schweigeminute (2008), wurde er mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte.

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, war 194445 in der Kriegsmarine, Ende April 1945 Desertion und kurze Kriegsgefangenschaft,  danach Umzug nach Hamburg, wo er Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft studierte. 1951 erschien sein erster Roman Es waren Habichte in der Luft im HOFFMANN  UND CAMPE Verlag, der in der Folge jedes Buch von Lenz veröffentlichte. 1999 erschien eine Werkausgabe in zwanzig Bänden, eine überarbeitete Werkausgabe ist in Planung. Die Bücher von Siegfried Lenz wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, zahlreiche seiner Bücher wurden verfilmt. Die Taschenbuchausgaben der Werke von Siegfried Lenz erscheinen bei dtv in München.

Im Juni 2014 wurde die Siegfried Lenz Stiftung in Hamburg gegründet, die sich um die wissenschaftliche Aufarbeitung des schriftstellerischen und publizistischen Werks kümmert und alle zwei Jahre einen Siegfried Lenz Preis verleiht. Der erste Preisträger, der am 14. November 2014 ausgezeichnet wird, ist Amos Oz. Sein persönliches Archiv übergab Siegfried Lenz dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach.

Thomas Ganske, der Verleger von Siegfried Lenz und langjähriger Freund:
»Wir sind zusammen fischen gegangen und haben über seine Bücher und seine Pläne gesprochen. Er hat mich mit seinem Rat für HOFFMANN UND CAMPE, der immer sein Verlag war, ein Leben lang begleitet. Jetzt bleibt die Erinnerung an eine einzigartige Freundschaft, an einen großen Menschen und als Zeugnis dafür seine Bücher.«

Daniel Kampa, Programm-Geschäftsführer des HOFFMANN UND CAMPE Verlags: »Siegfried Lenz war einer dieser Menschen, die es heute eigentlich nicht mehr gibt, ein Schriftsteller, der über den Kreis der Literaturinteressierten hinaus geliebt wurde. Er war ein Klassiker zu Lebzeiten, dem die Rolle des schriftstellerischen Grand-Seigneurs nicht behagte. Er war ein Großschriftsteller, der sich dem kleinen Mann von der Straße (oder besser vom Meer) verbunden fühlte. Siegfried Lenz war ein Künstler, der sein Schreiben auch als moralische Verpflichtung betrachtete und sich engagiert mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzte. Als wahrer Humanist war er ein Moralist, der nie den Zeigefinder erhob. Und Siegfried Lenz war vor allem eines: ein leidenschaftlicher, ein großartiger, ein großer Erzähler. Seine unsterblichen Geschichten werden auch künftigen Generationen dabei helfen, die Welt und sich selbst besser zu verstehen.«

Der Tod hat einen Großen ereilt: Gabriel José García Márquez

Der kolumbianische Nobelpreisträger starb am Gründonnerstag in Mexiko-Stadt an (oder auch nach) einem Krebsleiden.

Die Nachricht von seinem Tod kam vor diesem Hintergrund nicht überraschend, seine Familie hatte bestätigt, dass der 87-Jährige an Krebs im Endstadium litt.

Wegen einer schweren Lungenentzündung hatte Gabriel García Márquez mehrere Tage in einem Krankenhaus verbringen müssen.

Er durfte wieder nach Hause, musste aber dort künstlich beatmet werden.

García Márquez hat unter anderem „Hundert Jahre Einsamkeit“ und „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ verfasst.

Er gilt als meistgelesener Schriftsteller Lateinamerikas. Magischer Realismus, dieser Titulierung und Klassifizierung wird er oft zugeordnet.

n Deutschland erscheinen die Bücher von Gabriel García Márquez im S. Fischer Verlag, bei Kiepenheuer & Witsch sowie bei Der Audio Verlag.

Gabriel José García Márquez (* 6. März 1927 in Aracataca, Kolumbien; † 17. April 2014 in Mexiko-Stadt, Mexiko)

Der große Erich Loest ist nicht mehr

Sein Verlag, Steidl, schreibt:

„Wir trauern um unseren Autor
Erich Loest, der am Abend des
12. September im Alter von
87 Jahren aus dem Leben schied.

Er hinterlässt eine große Lücke
und ein reiches Werk, an dem
er bis in seine letzten Tage
gearbeitet hat.“

Seine Kurzbio, bei Steidl: „Erich Loest, geboren 1926 in Mittweida, war ein bedeutender Chronist der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Zu seinen Büchern gehören die Romane Zwiebelmuster, Froschkonzert, Prozeßkosten, Löwenstadt, der Bestseller Nikolaikirche sowie Kriminalromane und Erzählbände. Seit 1990 lebte Loest wieder in Leipzig. Erich Loest starb am 12. September 2013. Sein letztes Buch, die Erzählung Lieber hundertmal irren erschien erst kurz zuvor, am 4. September.“

Literaturpreise

1981: Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster
1984: Marburger Literaturpreis
1992: Karl-Hermann-Flach-Preis
1998: Mainzer Stadtschreiber

Ehrungen

1992: Ehrenbürger von Mittweida
1996: Ehrenbürger von Leipzig
1997: Kommandeurskreuz des Verdienstordens der Republik Polen
1999: Großes Bundesverdienstkreuz
2001: Ehrendoktor der Technischen Universität Chemnitz
2009: Deutscher Nationalpreis
2009: Ehrendoktor der Philosophie der Justus-Liebig-Universität Gießen[10]
2010: Kulturgroschen des Deutschen Kulturrats