Aus dem Goethe-Werther wurde ein Neo-Werther

Das konnte man so nicht erwarten. Ein Buch, das seit 1774 da ist, gedruckt erstmals dann da, erscheint 2019 ganz neu und ganz anders.

Der Grund ist eine sprachkünstlerische Intervention. Es ging dem „Bearbeiter“ des Werks, Klaus Jans, darum, Sprechblasenmaterial einzuarbeiten, also 3 zusammenhängende Worte, die ganz dem Zeitgeist entsprechen, die man in jeder Talkshow oder bei jedem Interviewauftritt benutzen kann/könnte, ohne groß aufzufallen. Massensprachware mit moderner Attitüde. Auch bei Diskussionen mit #fridaysforfuture-Menschen einzusetzen.

Und nun finden wir alle 3 Worte als Wortkombi immer wieder, wieder und wieder, in Goethes Werther wieder.

Es entstand das Buch:

Goethe alias die Leiden des jungen Werthers in der globalisierten Welt
MIT DEM UNTERITEL Neo-Werther und Neo-Roman durch sprachliche Intervention

Auf 35 extra Seiten Vorbemerkungen vorab können wir genau lesen, welche Geschichte der Veränderungen, Abänderungen und Verfälschungen wir beim Werther zu beklagen haben, über die Jahrhunderte. Nun aber liegt eine Intervention ins Werk vor, die sich frech dazu bekennt. Also eine absichtliche und dazu auch noch bekanntgemachte Veränderung. (Selten passiert so etwas!)

Auf diese Weise soll natürlich ein Bewusstsein über Sprache geschaffen werden. Es geht um Sprache als Füllmittel, um Sprache als Betrug, um Sprache als Manipulation, um Sprache als Blendung … und vieles mehr. (Außerdem hat die „globalisierte Welt“ noch eine feine Bedeutungsdopplung in sich drin, etwas weißer Schimmel reitet also auch noch.)

Was man sich nicht vorstellen kann, ist … dass nun in jeden Satz des Buches dieses Wort-Kombination eingebaut wurde, und dass es zudem auch noch grammatisch an allen Stellen funktioniert!!! Das ist aufregend neu! Und zugleich ganz einfach erstellt.

Die deutsche Sprache kommt also nun höchst variabel daher. Das Buch ist eine Werbung für das Lego-Prinzip, mit welchem man/frau doch einige Sätze bauen und umbauen … bzw. auch mal schön erweitern kann.

Der Neo-Werther hat also etwas von Literatur, etwas von Kunst und etwas von Sprache. Sprachkunst zudem. Ein absolut ungewöhnliches Experiment. Absolut erfreulich aber auch!

Man ist gespannt, wie sich Goethe-Klassizisten zu dem Werk verhalten werden. Denn so einen Ansatz an und um und für den „Großen“ aus Weimar kannte man bislang nicht. Schon Warhols Siebdrucke waren dieser Geisteswelt als „Geisterwelt“ anfangs ja ziemlich fremd. (Heute findet man sie in fast allen Museums-Shops.)

Eher geht es in der tradierten Zu-Goethe-Literatur um Ausdeutungen von Goethes Werk, auch um Einordnungen, um seine Impulse für die damalige Zeit in den diversen Wissenschaften, zudem um Verbindungen von Goethe mit und zu bestimmten Zeitgenossen, bis hin zu der Verarbeitung der jeweiligen Briefwechsel, die der Nachwelt vorliegen.

>>Goethe alias die Leiden des jungen Werthers in der globalisierten Welt<< sorgt da für frischen Wind. Danke. Das tat gut.

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SYNDIKAT und die Krimipreise der Autoren 2019

Das SYNDIKAT schreibt jedes Jahr Autorenpreise aus, die vom SYNDIKAT e. V., dem Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur, gestiftet werden: den Friedrich-Glauser-Preis in den Sparten „Roman“, „Debütroman“ und „Kurzkrimi“, den Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi sowie den Ehrenglauser für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur.

Die Preisträger und Nominierten des Friedrich-Glauser-Preises 2019 und des Hansjörg-Martin-Preises 2019 sind:

Preisträger und Nominierte in der Sparte „Kriminalroman“

  • Alex Beer: Die rote Frau, Limes
  • Max Bronski: Oskar, Droemer
  • Simone Buchholz: Mexikoring, Suhrkamp
  • Till Raether: Unter Wasser, Polaris
  • Edgar Rai: Halbschwergewicht, Piper

Preisträger und Nominierte in der Sparte „Debüt-Kriminalroman“

  • Cid Jonas Gutenrath: Skorpione, Ullstein
  • David Krems, Falsches Licht, Picus Verlag Wien
  • Marie Reiners: Frauen, die Bärbel heißen, Scherz
  • Christof Weigold: Der Mann, der nicht mitspielt, KiWi
  • Gerd Zahner: Goster, Transit Buchverlag

Preisträgerin und Nominierte in der Sparte „Kurzkrimi“

  • Peter Godazgar mit Zu schlau für diese Welt, in: Die Stadt, das Salz und der Tod, Grafit
  • Almuth Heuner mit Schwarzes Erbe, in: Zechen, Zoff und Zuckerwerk, Prolibris
  • Judith Merchant mit Goldrausch ohne Rauschgold, in: Makronen, Mistel, Meuchelmord, Knaur
  • Ursula Sternberg mit Sieben, in: Zechen, Zoff und Zuckerwerk, Prolibris
  • Reinhard Jahn/Walter Wehner mit An Tagen wie diesen, in: Zechen, Zoff und Zuckerwerk, Prolibris

Preisträgerin und Nominierte des Hansjörg-Martin-Preises

  • André Marx: Die drei Fragezeichen: Feuriges Auge, Kosmos
  • June Perry: White Maze, Arena
  • Ursula Poznanski: Thalamus, Loewe
  • Margit Ruile: God’s Kitchen, Loewe
  • Christoph Scheuring: Absolute Gewinner, Magellan

Preisträger des Ehrenglausers

Der Ehrenglauser 2019 geht an Thomas Koch in Würdigung seines Engagements für die Kriminalliteratur.

QUELLE: das-syndikat.com

Anke Stelling ist Preisträgerin (Belletristik) Preis der Leipziger Buchmesse 2019

QUELLE: preis-der-leipziger-buchmesse.de

Preisträger 2019

Preisträger in der Kategorie Belletristik

Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen
(Verbrecher Verlag)

Über das Buch

Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn Freundschaft hört bekanntlich beim Geld auf. Die ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren brüchig geworden. Sie hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und sie zusehen muss, wie sie da mithält. Noch in den Achtzigern hieß es, alle Menschen wären gleich und würden demnächst auch durch Tüchtigkeit und Einsicht gerecht zusammenleben. Nun sieht Resi sich angesichts einer Wohnungskündigung mit der harten und enttäuschenden Wirklichkeit konfrontiert

Zur Begründung der Jury

„Schäfchen im Trockenen“ ist ein scharfkantiger, harscher Roman, der wehtun will und wehtun muss, der protestiert gegen den beständigen Versuch des besänftigt Werdens, der etwas aufreißt in unserem sicher geglaubten Selbstverständnis und dadurch den Kopf frei macht zum hoffentlich klareren Denken.

Die Autorin

Anke Stelling lebt als Autorin in Berlin. Sie hat das Kinderbuch ERNA UND DIE DREI WAHRHEITEN (cbt bei Random House, 2017) sowie sieben Romane, zwei davon gemeinsam mit Robby Dannenberg, verfasst, die bei Ammann, Fischer und im Verbrecher Verlag erschienen. BODENTIEFE FENSTER (2015) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und bekam den Melusine-Huss-Preis auf der Hotlist für Bücher aus unabhängigen Verlagen.

Eichendorff-Literaturpreis 2019 für Christa Ludwig

Die Schriftstellerin Christa Ludwig wird, so die dpa-Meldung am 7.2.2019, mit dem Eichendorff-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet, mit 5000 Euro ist er dotiert. «Ihre Werke sind sensibel und eindringlich, sie sind bildend und voll innerer Anteilnahme an Mensch und Natur», teilte der «Wangener Kreis» dazu mit.

Zu Ludwigs Werken zählt der Roman «Ein Bündel Wegerich» über die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler. Ludwig schaffe es, so erklärte die Jury, historische Umstände ihrer Figuren «in poetische Sprache zu setzen».

Die Autorin wurde 1949 in Wolfhagen bei Kassel geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Sprecherziehung. Seit 1989 ist sie freie Schriftstellerin. Sie schreibt auch Kinder- und Jugendbücher.

  • Ein Lied für Daphnes Fohlen. Anrich, Kevelaer 1994, ISBN 3-89106-184-6.
  • Blitz ohne Donner. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2003, ISBN 3-7725-2245-9.
  • Carlos in der Nacht. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2005, ISBN 3-7725-1545-2.
  • Die Siebte Sage. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-7725-2177-5.
  • Christa Ludwig: Persönlich. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-7725-2267-3.
  • Hufspuren. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2008–2010 (Reihe).
  • Himmelshuf und Mähnenmeer. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-7725-2367-0.
  • Puzzle-Ponys. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7725-2478-3.
  • Bellcanto. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-7725-2797-5.
  • Ein Bündel Wegerich, Verlag Oktaven, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-7725-3008-1. (Roman über die späten Jahre der Lyrikerin Else Lasker-Schüler in Jerusalem)

1956 wurde der nach dem Lyriker Joseph von Eichendorff benannte Preis für zeitgenössische Literatur zum ersten Mal verliehen. Geehrt wurden seither unter anderem Ottfried Preußler, Peter Härtling, Ilse Tielsch und Hans-Ulrich Treichel. Dieses Jahr (2019) ist die Preisverleihung am 22. September in Wangen im Allgäu.

Das Buch „Lorén“ von Charlotte Uceda Camacho ist sehr ehrlich und sehr intensiv

Eine Mutter aus Siegen hat 2013 ihre Tochter verloren. Das geschah durch ein gemeines und böses Verbrechen, zudem im eigenen Wohnhaus der Familie. Der Ex-Freund der Tochter hat Lorén, so der Name der jungen Frau, nachts umgebracht. Das unsägliche Leid, was über die Familie gekommen ist, hat Charlotte Uceda Camacho, die Mutter, in einem Buch aufgeschrieben, ganz genau, beginnend mit der Tat, dazu Rückblicke. Und alles danach.

Das Buch heißt „Lorén“ … wie die Tochter. Lorén schreibt man Akzent, ein seltener Name, einzigartig.

Wir erleben Wut und Zorn, Trauer, Schock, Erstarrung. Liebe. Verzweiflung. Es sind so viele Gefühle,  die sich in dem Buch offenbaren. Natürlich auch gegen den Täter. Aber auch Zorn auf die Justiz in Siegen liest man in diesem Buch.

Alles können die Leserinnen und Leser ganz direkt mitempfinden: Denn es wird Tag für Tag das Geschehen aufgeschrieben, ganz genau, auch die Beerdigung, auch der Prozess vor dem Landgericht, auch die Auswahl des Grabsteins, auch das Ausräumen des Zimmers, auch die wütenden und detailgenauen Briefe an den Staatsanwalt oder die Anwältin des Täters et al.  (Denn es geht bei der Tat auch um die Justiz-Frage Anklage auf Totschlag oder Anklage auf Mord, Verurteilung wegen Totschlags oder Verurteilung wegen Mordes.)

Schließlich sind da die Kondolenzbriefe so vieler Menschen, auch der direkte mündliche Zuspruch, die vielen schönen Erinnerungen an Lorén, welche sehr beliebt war, wirklich sehr beliebt. Dazu Erinnerungen der Mutter an die Kindheit von Lorén, an die Jugend von Lorén. Wir finden auch viele schöne Fotos von Lorén in vielen Altersstufen in dem Buch.

Insofern ist das Buch eine große Anklage an das Verbrechen, an die Verbrecher, an die Sinnlosigkeit solcher Taten, zugleich finden sich auch kritische Gedanken über die deutsche Rechtsprechung, die Justiz, das Verhalten eines Gerichtes und anderes mehr … nicht von einer Juristin, sondern von einer Mutter, die ihre Tochter durch ein böses Verbrechen verloren hat.

Das Buch hat sehr viele Facetten, man wird lange darüber nachdenken, Tränen werden hochkommen, werden fließen, ja, bei den Lesenden, und man wird vieles anders sehen als zuvor. Es ist ein Buch, welches alle Opferfamilien von Verbrechen so oder so nachvollziehen können. Es ist aber auch ein Buch, woraus Menschen von der Polizei, der Justiz, Anwälte, Richter, Anwältinnen, Richterinnen sehr vieles lernen können.Denn sie schauen in die Gefühlswelt der von der Tat direkt betroffenen. Mutter, Vater, Schwester.

Und es ist ein Buch über den wundervollen Menschen Lorén. Ein trauriges Buch, ein wütendes Buch, aber zugleich auch ein Buch voller Liebe.

CHARLOTTE UCEDA CAMACHO

Lorén

Bericht einer Mutter über das Leben, die Liebe und die sinnlose Ermordung ihrer Tochter

ISBN 978-3-96290-013-7

MAYER und THALIA werden 1 UNTERNEHMEN: Kleine fette Sensation

QUELLE: Thalia Presse-Abteilung via PRESSEPORTAL

Buchhandel im Schulterschluss: Mayersche und Thalia schließen sich zu Europas bedeutendstem Buchhandelsunternehmen zusammen

– Aus den 55 Mayerschen Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und den rund 300 von Thalia im deutschsprachigen Raum wird Europas bedeutendster familiengeführter Sortimentsbuchhändler

– Engagement für das Lesen: Mehr als 200 Jahre Mayersche und 100 Jahre Thalia

– Regionales Buchhandels-Know-how ergänzt innovative Omni-Channel-Strategie

Aachen/Hagen, 10. Januar 2019. Die Mayersche Buchhandlung mit Best Of Books (B.O.B) und Thalia schließen sich zusammen. Aus den 55 Mayerschen Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, den rund 300 Buchhandlungen von Thalia im deutschsprachigen Raum sowie B.O.B wird der bedeutendste familiengeführte Sortimentsbuchhändler in Europa.

„Die beiden Unternehmen werden voneinander lernen und die jeweiligen Stärken zum Nutzen der Kunden einbringen“, erklärt Dr. Hartmut Falter, Inhaber und Geschäftsführer der traditionsreichen Mayerschen Buchhandlung und künftig zweiter geschäftsführender Gesellschafter bei Thalia. „So werden die Kompetenzen der Mayerschen und von Thalia zu einer komplementären und neuen Qualität zusammengeführt.“ Das Stammhaus in Aachen verbleibt weiterhin bei der Familie Falter.

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen im Buchhandel sind zukunftsweisende Konzepte und Allianzen notwendig, um weiterhin erfolgreich am Markt zu agieren. „Thalia und die Mayersche verschmelzen zu einem innovationsstarken Buchhändler, der nicht nur für eine hohe Marktpräsenz steht, sondern auch für das im internationalen Vergleich erfolgreichste Omni-Channel-Buchhandelsunternehmen“, sagt Michael Busch, CEO und geschäftsführender Gesellschafter von Thalia. Der Zusammenschluss sei zugleich ein klares Signal für die Branche. Busch: „Wir setzen auf beständige Allianzen, denn wir im deutschen Buchhandel sind erfolgreicher, wenn wir gemeinsam handeln.“

Die Unternehmen Mayersche mit der Tochter B.O.B und Thalia werden gesellschafts-rechtlich integriert. Der bisherige Thalia-Gesellschafterkreis, bestehend aus den Familien Herder, Kreke, Busch und Göritz, wird um die Familie Falter erweitert. Hartmut Falter wird zweiter geschäftsführender Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsleitung von Thalia.

In dieser Rolle wird er weiterhin die Mayersche KG mit Best Of Books direkt führen, die Integration der beiden Unternehmensgruppen leiten und die Verantwortung für den Bereich Unternehmensentwicklung für das Gesamtunternehmen übernehmen. Der Verwaltungs-standort an der Matthiashofstraße in Aachen bleibt erhalten und übernimmt zukünftig Serviceaufgaben des gemeinsamen Unternehmens.

Hartmut Falter betont: „Die Mayersche und Thalia haben das gleiche Verständnis vom Buchhandel und teilen die gleichen Werte. Wir blicken auf eine lange Tradition im Buchhandel zurück, wir sind erfolgreiche Familienunternehmer und stehen für die uneingeschränkte Liebe zum Buch. In unserer neuen Partnerschaft wollen wir noch innovativer und interessanter für unsere Kunden werden.“ Das Online-Geschäft wird zukünftig gemeinsam vorangetrieben. Das sichert eine größere Reichweite und mehr Marktstärke im Wettbewerb mit international agierenden Online-Händlern.

Für Thalia folgt der Zusammenschluss mit der Mayerschen Buchhandlung auf den Marken-Relaunch im September 2018. Ziel der umfassenden Erneuerung ist es, die Relevanz von Büchern und inspirierenden Inhalten bei den Menschen zu stärken. Buchhandlungen mit einem kuratierten und überraschenden Sortiment sollen noch mehr als bisher zu analogen Rückzugsorten mit der richtigen Atmosphäre zum Eintauchen in Geschichten werden. Die persönliche Beratung durch qualifizierte und begeisterte Mitarbeiter macht dabei für den Kunden den wesentlichen Unterschied zum reinen Online-Handel aus.

Beide Häuser wollen die jeweiligen Kompetenzen zu einer komplementären und neuen Qualität für den Kunden zusammenführen. Best Of Books, der führende Shop-System-Betreiber für Bücher steht dabei für die Diversifikationskompetenz der Mayerschen. Seit mehr als 15 Jahren erschließt das Unternehmen Vertriebskanäle im Buch-Nebenmarkt wie SB-Warenhäuser, Verbrauchermärkte, Supermärkte und Drogerien. Die Stärken von Thalia liegen unter anderem in den Systemvorteilen und in der Omni-Channel-Expertise. Mit einem 100-prozentigen Fokus auf den Kundennutzen sind neue Services entstanden, die den Einkauf bei Thalia inspirierend und spielerisch einfach machen. So können online bestellte Bücher innerhalb von zwei Stunden in einer Buchhandlung in der Nähe abgeholt und Einkäufe in den Buchhandlungen mobil bezahlt werden – das Anstehen an der Kasse entfällt. Mit der Thalia App kann der Kunde seinem Lieblingsbuchhändler online folgen und auf exklusive Buchhändlerempfehlungen zugreifen.

Eine besondere Bedeutung kommt der 2013 gegründeten tolino Allianz zu, zu deren Gründungsmitgliedern Thalia gehört und der sich bisher international über 2.000 Buchhändler angeschlossen haben. Die Mayersche Buchhandlung ist seit 2015 tolino Partner.

Die deutsche Branchenlösung bietet dem US-amerikanischen Wettbewerber „Kindle“ erfolgreich Paroli – das ist neben Kanada weltweit einmalig. Mit der Kampagne „Welt, bleib wach“ sowie dem digitalen Buch-Abo Skoobe setzt Thalia aktuell erneut auf Branchenlösungen, um eine Breitenwirkung für das Lesen und das Buch zu erzielen.

Für Manuel Herder, Verleger aus Freiburg und Mehrheitsgesellschafter bei Thalia, ist der Zusammenschluss der beiden Häuser „der richtige Schritt von Unternehmerfamilien, ein Zeichen des Aufbruchs gegen die Marktmacht globaler Online-Händler und für die innerstädtische Lesekultur zu setzen.“

Über die Modalitäten des Vertrages wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Fusionskontrollbehörden.

Über die Mayersche

Die Mayersche Buchhandlung wurde im Jahr 1817 von Jacob Anton Mayer in Aachen gegründet. 2017 feierte sie ihr 200-jähriges Bestehen. Seit der Gründung ist die Mayersche in Familienbesitz. Heute wird das Traditionsunternehmen von der Familie Falter geführt und ist derzeit an insgesamt 55 Standorten im Westen Deutschlands vertreten. Zum Unternehmen gehört der Shop-in-Shop-Anbieter Best of Books. Insgesamt werden rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter knapp 120 Auszubildende, beschäftigt. Weitere Informationen: www.mayersche.de, www.bestofbooks.de.

Über Thalia

Thalia wurde 1919 in Hamburg gegründet und ist heute der größte Sortimentsbuchhändler im deutschen Sprachraum. Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Familien Herder, Kreke, Busch und Göritz. Zu Thalia gehören rund 300 Buchhandlungen in Deutschland und Österreich, inklusive 50% der Anteile an den mehr als 30 Buchhandlungen der Orell Füssli Thalia AG in der Schweiz. Thalia verbindet buchhändlerische Tradition und innovative digitale Services, die das Einkaufserlebnis persönlich, inspirierend und zugleich spielerisch einfach machen. Der erfolgreiche Omni-Channel-Ansatz des Unternehmens ermöglicht den Kunden den Zugang zu Angeboten über alle denkbaren Kanäle hinweg. Mit rund 3.000 Veranstaltungen im Jahr ist Thalia einer der großen Lese- und Literaturförderer in Deutschland. Für das Unternehmen sind 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Der Hauptsitz der Verwaltung befindet sich in Hagen. Weitere Informationen: thalia.de/Unternehmen.

Pressekontakt Mayersche: Katja Mankiewicz, Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail: k.mankiewicz ÄTT mayersche.de, Tel.: 0241 4777 554

Pressekontakt Thalia: Claudia Bachhausen-Dewart, Leiterin Unternehmenskommunikation, E-Mail: presse ÄTT thalia.de, Tel.: 02331 8046 1559

Autor Edgar Hilsenrath in Wittlich 92-jährig verstorben

Hilsenrath wurde besonders bekannt durch „Der Nazi & der Friseur“.

Man lese den Nachruf seines letzten Verlegers, Ken Kubota: http://hilsenrath.de/nachruf/

ANDERE SCHREIBWEISEN des Namens Edgar Hilsenrath:
Hilzenrat‘, Êdgar
Chilzenrat, Entnkar
Hilzenrāts, Edgars
Hilzenratas, Edgaras
Chil’zenrat, Ėdgar
Hiruzenrāto, Edogā
הילזנראט, אדגר (Schriftcode: Hebr)

The Nazi & the barber Roman, ersch. erstmalig in engl. Übers. 1971

The Nazi and the barber / Edgar Hilsenrath. Transl. by Andrew White
Hilsenrath, Edgar (Verfasser)
Der Nazi & der Friseur (engl.)
Verlag Garden City : Doubleday
Erscheinungsdatum: 1971
Umfang 383 S.

Die deutschsprachige Original-Ausgabe erschien (erst) 1977

Der Nazi & [und] der Friseur : Roman / Edgar Hilsenrath
Hilsenrath, Edgar (Verfasser)
Verlag Köln : Literarischer Verlag Braun
Erscheinungsdatum: 1977
Umfang/Format 423 S. ; 21 cm
ISBN/Einband/Preis 978-3-88097-058-8 Lw. : DM 28.00

Neuauflage dtv, 2006, ISBN 3-423-13441-0;

und: Band 2 der Gesammelten Werke, Köln 2005, ISBN 3-937717-01-3

Hilsenrath erhielt einige Literaturpreise.

Geboren am 2. April 1926 in Leipzig. Gestorben am 30. Dezember 2018 in Wittlich

1989: Alfred-Döblin-Preis (für Das Märchen vom letzten Gedanken)
1992: Heinz-Galinski-Preis
1994: Hans-Erich-Nossack-Preis
1996: Jakob-Wassermann-Literaturpreis
1998: Hans-Sahl-Preis
2004: Lion-Feuchtwanger-Preis
2006: Deutscher Hörbuchpreis für Der Nazi und der Friseur
2006: Armenischer Nationalpreis für Literatur
2006: Ehrendoktorwürde der Staatlichen Universität Jerewan
2009: Prix Mémorable
2016: Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil