Dichterin, Autorin, Schriftstellerin Barabara Köhler gestorben

Barbara Köhler wurde am 11. April 1959 in Burgstädt geboren und starb am 8. Januar 2021 in Mülheim an der Ruhr.

Anbei ihr Werkverzeichnis laut WIKIPEDIA:

Veröffentlichungen

Lyrik

  • Deutsches Roulette. Gedichte 1984–1989. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991.
  • Blue Box. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995.
  • In Front der See. 1995.
  • 36 Ansichten des Berges Gorwetsch. Dörlemann, Zürich 2013.
  • Istanbul, zusehends. Gedichte, Lichtbilder (Schriftenreihe der Kunststiftung NRW, Bd. 6). Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-940357-48-9.

Prosa

  • Retrospektive. (1991)
  • Wittgensteins Nichte. Vermischte Schriften, Mixed Media. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999.
  • Mit Osmar Osten: Ungarisches Wasser. (2000)
  • Rondeau Allemagne i inne wiersze. (2005)
  • Niemands Frau. Gesänge zur Odyssee. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007.
  • Duisburg für Anfänger. literurport.de 2010
  • Neufundland. Schriften, teils bestimmt. Edition Korrespondenzen, Wien 2012.
  • 42 Ansichten zu Warten auf den Fluss, Edition Korrespondenzen, Wien 2017, ISBN 978-3-902951-28-1. (44 Neunzeiler, entstanden im Sommer 2016 in Castrop-Rauxel auf der bewohnbaren Skulptur Warten auf den Fluss [namens Emscher] der Rotterdamer Künstlergruppe Observatorium)

Literaturkritische Arbeiten:

  • Ein öffentlicher Text. Debatte um Gomringer-Gedicht.

Übersetzungen

  • Gertrude Stein: zeit zum essen. eine tischgesellschaft. objects, food and portraits by Gertrude Stein. (Audio-CD, 2001)
  • Gertrude Stein: Tender Buttons. Zarte knöpft. (2004)
  • Samuel Beckett: Trötentöne / Mirlitonnades. Gedichte. (2005)

Auszeichnungen

  • 1990: Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung
  • 1994: Förderpreis zum Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis
  • 1995: Stadtschreiberin zu Rheinsberg
  • 1996: Clemens-Brentano-Preis
  • 1997: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 1997: „writer in residence“ an der University of Warwick
  • 1999: Literaturpreis Ruhr
  • 2001: Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen
  • 2003: Samuel-Bogumil-Linde-Preis
  • 2006: Stipendiatin im Künstlerhaus Edenkoben
  • 2007: Spycher: Literaturpreis Leuk
  • 2008: Joachim-Ringelnatz-Preis
  • 2009: Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft
  • 2009: Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung, mit Ulf Stolterfoht
  • 2016: Peter-Huchel-Preis
  • 2017: Alice Salomon Poetik Preis
  • 2018: Ernst-Meister-Preis für Lyrik

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„kunstanstifter verlag“ aus Mannheim bekommt Literaturpreis BaWü 2020

>>Der Verlagspreis Literatur geht an den kunstanstifter verlag aus Mannheim. Die literarischen Bilderbücher bespielen eine wichtige Nische im Buchhandel und sprechen Kinder gleichermaßen wie Erwachsene an.

„In diesem Jahr zeichnen wir den kunstanstifter verlag aus, der bemerkenswerte und originelle Geschichten mit künstlerischen Illustrationen verbindet. In herausragender Weise finden in den kleinen, hochwertigen Buchkunstwerken Form und Inhalt zusammen. Die literarischen Bilderbücher bespielen eine wichtige Nische im Buchhandel. Sie sprechen nicht nur Kinder an, sondern fesseln auch erwachsene Leser durch ihre außergewöhnlich gelungene ästhetische Aufmachung“, sagte Kunststaatssekretärin am Samstag (19. Dezember) anlässlich der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers. Mit dem mit 12.500 Euro dotierten Verlagspreis Literatur würdigt das Land Baden-Württemberg unabhängige Verlage für ihr besonderes Engagement für die Buch- und Lesekultur. Die Verlage bewerben sich mit einem besonderen Schwerpunkt im literarischen Bereich.

Der kunstanstifter verlag bereichere die literarische Landschaft um Bücher, die man sogar schon verstehe, bevor man sie lese, so die Jury in ihrer Begründung. Seine Stärke liege darin, Kinderbücher für Erwachsene und im besten Sinne erwachsene Bücher für Kinder zu wagen. Der unabhängige Verlag zeichne sich durch programmatisch anspruchsvoll zusammengestellte, sorgfältig produzierte und auf allen Ebenen hochwertige Programme aus, mit einem Profil, das immer wieder herausfordere.

Der Jury gehörten in diesem Jahr Martin Bruch (Literaturhaus Freiburg), Ulrich Rüdenauer (freier Journalist und Kurator der „Literatur im Schloss Bad Mergentheim“), Julia Schröder (freie Journalistin und Literaturkritikerin), Reinhilde Rösch (Geschäftsführerin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Landesverband Baden-Württemberg) und Ursula Kloke (Inhaberin des Botnanger Buchladens) an.

Der Preis soll wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie erst im Jahr 2021 in einer feierlichen Veranstaltung übergeben werden.

Der kunstanstifter verlag

Der kunstanstifter verlag wurde im Jahr 2006 von Suse und Niklas Thierfelder gegründet. Der Mannheimer Verlag hat sich auf erzählende „Bilderbücher für Kinder und Erwachsene“ spezialisiert und setzt auf neue Talente wie auf renommierte Autoren und Autorinnen, Illustratoren und Illustratorinnen und Buchgestalter und Buchgestalterinnen. 2019 erhielt er den Deutschen Verlagspreis. Für seine verlegten Titel wurde er mehrfach mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem German-Design-Award, dem Serafina-Nachwuchspreis für Illustratoren, dem Joseph-Binder-Award in Gold, dem German-Design-Award, dem Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis und der Beauty and the Book Award ausgezeichnet.<<

>>Der Verlagspreis Literatur Baden-Württemberg ist die Fortsetzung des bisherigen Landespreises für literarische ambitionierte Kleinverlage. In den letzten Jahren wurden der Verlag Das Wunderhorn Heidelberg (2018), Der Diwan Hörbuchverlag (2016), der Derk Janßen Verlag Freiburg (2014), der persona verlag Mannheim (2012), der konkursbuch Verlag Tübingen (2010) und der Verlag Urs Engeler Editor in Weil am Rhein (2008) mit dem Kleinverlagspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1996 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 12.500 Euro dotiert.<<

QUELLE: http://www.baden-wuerttemberg.de

67. Bremer Literaturpreis ( = 2021) geht an Marion Poschmann

Der 67. Bremer Literaturpreis 2021 geht an Marion Poschmann, der Förderpreis geht an Jana Volkmann

Bremen, 14. November 2020

Marion Poschmann erhält den mit 25.000 € dotierten Bremer Literaturpreis 2021 für ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband Nimbus.

Die Jurybegründung lautet:
„Der Gedichtband Nimbus überführt mit großem Formbewusstsein die Tradition der Naturlyrik in das Zeitalter von Klimawandel und Artensterben. Ihre Gedichte fügen Kindheitserinnerungen, präzise Gegenwartsbeobachtung und historische Wissensspeicher zu Naturbildern zusammen, die durch ihren Reichtum an Details bestechen.“

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik in Bonn und Berlin. An der Berliner Hochschule der Künste studierte sie Szenisches Schreiben. Heute lebt Marion Poschmann in Berlin. 2018 wurde sie ausgezeichnet mit dem Klopstock- Preis für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf den Shortlists sowohl für den Deutschen Buchpreis 2017 als auch in der englischen Fassung (The Pine Islands) für den Man Booker Prize 2019 stand.

Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ist mit 6.000 € dotiert. Im Jahr 2021 wird er der Autorin Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman Auwald verliehen. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Roman Auwald demonstriert ihr beeindruckendes Talent für eine dichte Wahrnehmungsprosa und sie verwandelt auf originelle Weise ein Katastrophengeschehen in die Möglichkeit, sich einer privaten Krise zu stellen.“

Jana Volkmann, geboren 1983 in Kassel, studierte in Berlin Europäische Literaturen und arbeitet derzeit an einer Dissertation über Hotels in der Gegenwartsliteratur. Sie lebt als freie Autorin und Journalistin in Wien.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2021 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis), Tonio Schachinger (Förderpreisträger 2020, Österreich), Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Es ist vorgesehen, die Preise am 18. Januar 2021, um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus zu verleihen. Am Vorabend der Preisverleihung soll eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke stattfinden.

Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik.     Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird ab 1977 ein Förderpreis verliehen, der seit 2005 von    der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert wird.

QUELLE: Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Die Stiftung ist nach dem Ehrenbürger der Stadt, dem Dichter, Übersetzer, Architekten und Innenarchitekten Rudolf Alexander Schröder (1878-1962) benannt. Sie vergibt seit 1962 jährlich den mit 20.000 € dotierten Bremer Literaturpreis. Seit 1977 wird der Literaturpreis durch einen Förderpreis ergänzt, dessen Finanzierung in Höhe von 6.000 € seit 2005 von der ÖVB – Öffentlichen Versicherung Bremen übernommen wird. Beide Preise werden alljährlich am 26. Januar, dem Geburtstag Rudolf Alexander Schröders, im Bremer Rathaus verliehen.

Christian Knull und sein Theater-von-Innen-Roman „Wir probten die Liebe“

Theatergruppen gibt es einige, einige viele. Für den normalen Besucher eines Theaters bleibt aber meist verschlossen, was da im Innern solcher Gruppen oder Ensembles passiert bzw. „abgeht“.

Feinsinnige Beobachter erkennen vielleicht Stress oder auch, dass A und B gar nicht so gerne miteinander spielen. Aber mehr? Sieht man von außen mehr?

Wir schön ist es dann, wenn ein Autor sich auf die Suche macht und die ganzen Anziehungen, Abstoßungen und Konflikte in einen feinen, kleinen Roman einbindet. 182 Seiten hat das Taschenbuch.

Es sind 12 Personen, die sich da am Stück „Der Reigen“ von Arthur Schnitzler versuchen. Gewiss, es sind Laien. Aber das nimmt diesem Roman gar nichts.

Knull beschreibt Person um Person. Wie jeweils eine Person von 12 Personen das Stück und die Proben sieht und erlebt. Jedes „Ich“ vermittelt seine Sicht der Dinge. 12 mal also. Hintereinander.

10 Schauspieler, 1 Regisseur und noch eine Dramaturgin. Und doch 1 Roman!

Jetzt geht der ganze Ärger nämlich los. Die Szenen müssen geprobt werden, oft auch privat. Denn Schnitzler hatte ja im Kern immer diese Zweier-Situation. A und B. ALSO EREIGNET SICH: Erotik, Liebe, Begehren. Verführung. Liebelei. Herumeiern. Im Stück, aber auch bei den Umsetzenden. Bei den Spielenden.

Zugleich trifft man sich in der offenbar Kölner Truppe als Gesamtes am Rhein oder auf Ameland (NL). Auch noch im lauschigen Sommer auf Terrasse und im Garten des einen Menschen, Steuerberater, der diesen älteren Porsche fährt.

Die Leserinnen und Leser spüren nun Schilderung um Schilderung, was da alles abgeht. Wo Gefühle eine Rolle spielen. Wer wen liebt oder mag oder nicht mag oder gar hasst? Aus welchen Gründen?

Auch die „Boss“-Frage spielt eine Rolle, das Quälen der Akteure. Etwas aus dem Stück herausholen wollen, aber natürlich im Sinne des Machers, der zugleich schwierig scheint. Welche Idee vom Schauspielen hat der Mensch? Wie soll ein Stück umgesetzt werden? Finden das die anderen denn gut?

Auf diese Weise ist man im Innern dabei, schaut in die Köpfe der einzelnen Personen, lernt Seite um Seite wieder mal so viel von der Psychologie des „kleinen Menschen“, den wir alle ja abbilden, in unserem Alltag, nicht nur diese motivierten Schauspieler bei ihren Proben.

Zugleich hat der Autor alle 12 Schilderungen der Einzelpersonen auch noch durch eine zusätzliche Handlung verknüpft. Und das ist gelungen!

Am Ende haben wir einen Theaterroman gelesen, einen Theatergruppenroman, einen „Ensembleroman“, wie der Autor im Untertitel mit dem Verlag festgelegt hat. Und eine gut erzählte Studie der Psychologie vom Tier namens Mensch. Denn Verstand ist nicht alles, so vieles geht in unseren Wesen noch zusätzlich ab. Vieles können wir nicht steuern, weil Unterbewusstsein, Prägung und Lebensschicksal mitmischen.

Wer immer ins Theater geht, wer immer Theater spielt … diesen Roman sollte man kennen. Eine einzigartige Erfahrung.

Christian Knull

Wir probten die Liebe

Ein Ensembleroman

ISBN 978-3-96290-024-3

Preis 12 Euro.

Nobelpreis Literatur 2020 an US-Poetin Louise Glück

QUELLE: http://www.nobelprize.org

The American poet Louise Glück was born 1943 in New York and lives in Cambridge, Massachusetts. Apart from her writing she is a professor of English at Yale University, New Haven, Connecticut. She made her debut in 1968 with Firstborn, and was soon acclaimed as one of the most prominent poets in American contemporary literature. She has received several prestigious awards, among them the Pulitzer Prize (1993) and the National Book Award (2014).

Louise Glück has published twelve collections of poetry and some volumes of essays on poetry. All are characterized by a striving for clarity. Childhood and family life, the close relationship with parents and siblings, is a thematic that has remained central with her. In her poems, the self listens for what is left of its dreams and delusions, and nobody can be harder than she in confronting the illusions of the self. But even if Glück would never deny the significance of the autobiographical background, she is not to be regarded as a confessional poet. Glück seeks the universal, and in this she takes inspiration from myths and classical motifs, present in most of her works. The voices of Dido, Persephone and Eurydice – the abandoned, the punished, the betrayed – are masks for a self in transformation, as personal as it is universally valid.

With collections like The Triumph of Achilles (1985) and Ararat (1990) Glück found a growing audience in USA and abroad. In Ararat three characteristics unite to subsequently recur in her writing: the topic of family life; austere intelligence; and a refined sense of composition that marks the book as a whole. Glück has also pointed out that in these poems she realized how to employ ordinary diction in her poetry. The deceptively natural tone is striking. We encounter almost brutally straightforward images of painful family relations. It is candid and uncompromising, with no trace of poetic ornament.

It reveals much about her own poetry when in her essays Glück cites the urgent tone in Eliot, the art of inward listening in Keats or the voluntary silence in George Oppen. But in her own severity and unwillingness to accept simple tenets of faith she resembles more than any other poet, Emily Dickinson.

Louise Glück is not only engaged by the errancies and shifting conditions of life, she is also a poet of radical change and rebirth, where the leap forward is made from a deep sense of loss. In one of her most lauded collections, The Wild Iris (1992), for which she was awarded the Pulitzer Prize, she describes the miraculous return of life after winter in the poem ”Snowdrops”:

I did not expect to survive,
earth suppressing me. I didn’t expect
to waken again, to feel
in damp earth my body
able to respond again, remembering
after so long how to open again
in the cold light
of earliest spring –

afraid, yes, but among you again
crying yes risk joy

in the raw wind of the new world.

It should also be added that the decisive moment of change is often marked by humour and biting wit. The collection Vita Nova (1999) concludes with the lines: ”I thought my life was over and my heart was broken. / Then I moved to Cambridge.” The title alludes to Dante’s classic La Vita Nuova, celebrating the new life in the guise of his muse Beatrice. Celebrated in Glück is rather the loss of a love that has disintegrated.

Averno (2006) is a masterly collection, a visionary interpretation of the myth of Persephone’s descent into hell in the captivity of Hades, the god of death. The title comes from the crater west of Naples that was regarded by the ancient Romans as the entrance to the underworld. Another spectacular achievement is her latest collection, Faithful and Virtuous Night (2014), for which Glück received the National Book Award. The reader is again struck by the presence of voice and Glück approaches the motif of death with remarkable grace and lightness. She writes oneiric, narrative poetry recalling memories and travels, only to hesitate and pause for new insights. The world is disenthralled, only to become magically present once again.

Anders Olsson
Chairman of the Nobel Committee

Bibliography – a selection

Works in English

Firstborn. – New York : New American Library, 1968

The House on Marshland. – New York : Ecco Press, 1975

The Garden. – New York : Antaeus Editions, 1976

Descending Figure. – New York : Ecco Press, 1980

The Triumph of Achilles. – New York : Ecco Press, 1985

Ararat. – New York : Ecco Press, 1990

The Wild Iris. – Hopewell, N.J. : Ecco Press, 1992

Proofs and Theories : Essays on Poetry. – Hopewell, N.J. : Ecco Press, 1994

The First Four Books of Poems. – Hopewell, N.J. : Ecco Press, 1995

Meadowlands. – Hopewell, N.J. : Ecco Press, 1996

Vita Nova. – Hopewell, N.J. : Ecco Press, 1999

The Seven Ages. – New York : Ecco Press, 2001

October. – Louisville, Ky : Sarabande Books, 2004

Averno. – New York : Farrar, Straus and Giroux, 2006

A Village Life. – New York : Farrar, Straus and Giroux, 2009

Poems 1962–2012. – New York : Farrar, Straus and Giroux, 2012

Faithful and Virtuous Night. – New York : Farrar, Straus and Giroux, 2014

American Originality : Essays on Poetry. – New York : Farrar, Straus and Giroux, 2017

Haupt-Preisträger der Hotlist 2020: cass verlag

Der Preis der Hotlist 2020 ging an den cass verlag, Bad Berka, für den Roman Aufzeichnungen eines Serienmörders von Kim Young-ha. Der Verlagspreis ist mit 5000 Euro dotiert.

Die Begründung der Jury in Kürze:

„Der im cass verlag erschienene Roman Aufzeichnungen eines Serienmörders des koreanischen Schriftstellers Kim Young-ha (geboren 1968) überzeugt durch einen lakonisch-ironischen Schreibstil und durch einen unkonventionellen Zugang zum Thema Demenz. Kim Young-ha erweist sich als Schriftsteller mit beeindruckendem Einfallsreichtum und großer Sensibilität für menschliche Abgründe. Ihm gelingt es, den dramatischen Verlauf einer Demenzerkrankung aufzuzeigen, der im gänzlichen Verlust des Gedächtnisses endet und zur Auflösung der Persönlichkeit führt. Der kleine cass verlag legt eine literarische Entdeckung im gelungenen Layout und mit einem passenden, schönen Cover vor.“

Der Dörlemann ZuSatz der Hotlist 2020 ging an den verlag die brotsuppe, Biel/Bienne, für den Roman Neon Pink & Blue von X Schneeberger. Der Preis wurde von Dörlemann Satz gestiftet und ist mit Satzarbeiten im Wert von 1500 Euro dotiert.

QUELLE: HOTLIST http://www.hotlist-online.com

SHORTLIST der letzten 6 BÜCHER da — Deutscher Buchpreis 2020

Bov Bjerg „Serpentinen“ (Claassen)

Dorothee Elmiger „Aus der Zuckerfabrik“ (Hanser)

Thomas Hettche „Herzfaden“ (Kiepenheuer & Witsch)

Deniz Ohde „Streulicht“ (Suhrkamp)

Anne Weber „Annette, ein Heldinnenepos“ (Matthes & Seitz)

Christine Wunnicke „Die Dame mit der bemalten Hand“ (Berenberg)

Die Hotlist 2020 besteht nun nur noch aus 10 Büchern. Wer wird gewinnen?

AvivA Verlag
Shelagh Delaney
A TASTE OF HONEY
Erzählungen / Theaterstücke
ISBN 978-3-932338-77-9


cass verlag
Kim Young-ha
AUFZEICHNUNGEN
EINES SERIENMÖRDERS
Roman
ISBN 978-3-944751-22-1


Edition Korrespondenzen
Hamed Abboud
IN MEINEM BART
VERSTECKTE GESCHICHTEN
Erzählungen
ISBN 978-3-902951-44-1


Edition Monhardt
Marco Dorati
PROFESSORENMENSA
Erzählungen
ISBN 978-3-9817789-8-4


Jung und Jung
Helena Adler
DIE INFANTIN TRÄGT
DEN SCHEITEL LINKS
Roman
ISBN 978-3-99027-242-8


mareverlag
Michael Palin
EREBUS
Erzählendes Sachbuch
ISBN 978-3-86648-604-1


Unionsverlag
Desmond Morris
DAS LEBEN DER SURREALISTEN
Lebensbilder
ISBN 978-3-293-00556-3


verlag die brotsuppe
Christoph Schneeberger
NEON PINK & BLUE
Roman
ISBN 978-3-03867-027-8


Voland & Quist
Nora Gomringer
GOTTESANBIETERIN
Lyrik
ISBN 978-3-863912-50-5


weissbooks.w
Christoph Höhtker
SCHLACHTHOF UND ORDNUNG
Roman
ISBN 978-3-86337-180-7

DEUTSCHER BUCHPREIS 2020 LONGLIST

Romane

  • Helena Adler, Die Infantin trägt den Scheitel links (Jung und Jung, Februar 2020)
  • Birgit Birnbacher, Ich an meiner Seite (Paul Zsolnay, März 2020)
  • Bov Bjerg, Serpentinen (Claassen, Januar 2020)
  • Arno Camenisch, Goldene Jahre (Engeler, Mai 2020)
  • Roman Ehrlich, Malé (S. Fischer, September 2020)
  • Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Carl Hanser, August 2020)
  • Valerie Fritsch, Herzklappen von Johnson & Johnson (Suhrkamp, Februar 2020)
  • Thomas Hettche, Herzfaden (Kiepenheuer & Witsch, September 2020)
  • Charles Lewinsky, Der Halbbart (Diogenes, August 2020)
  • Deniz Ohde, Streulicht (Suhrkamp, August 2020)
  • Leif Randt, Allegro Pastell (Kiepenheuer & Witsch, März 2020)
  • Stephan Roiss, Triceratops (Kremayr & Scheriau, August 2020)
  • Robert Seethaler, Der letzte Satz (Hanser Berlin, August 2020)
  • Eva Sichelschmidt, Bis wieder einer weint (Rowohlt Hundert Augen, Januar 2020)
  • Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
  • Olivia Wenzel, 1000 Serpentinen Angst (S. Fischer, März 2020)
  • Frank Witzel, Inniger Schiffbruch (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
  • Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt (Klett-Cotta, August 2020)
  • Jens Wonneberger, Mission Pflaumenbaum (Müry Salzmann, Oktober 2019)
  • Christine Wunnicke, Die Dame mit der bemalten Hand (Berenberg, August 2020)
  • QUELLE: http://www.deutscher-buchpreis.de

Büchner-Preis 2020 an Elke Erb

7. Juli 2020

Elke Erb erhält den Georg-Büchner-Preis 2020

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2020 an die Schriftstellerin Elke Erb. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 31. Oktober 2020 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:
»Mit Elke Erb ehrt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ein unverwechselbares und eigenständiges schriftstellerisches Lebenswerk, dessen Anfänge 1975 in der DDR lagen und das sich nach deren Ende unbeirrt bis in die Gegenwart fortsetzt. Elke Erbs poetischer Sachverstand, der sich auch in ihrer reichen übersetzerischen Arbeit zeigt, beeinflusste mehrere Generationen von Dichterinnen und Dichtern in Ost und West. Ihre Gedichte zeichnen sich durch eine prozessuale und erforschende Schreibweise aus, in deren Verlauf die Sprache zugleich Gegenstand und Mittel der Untersuchung ist. Elke Erb gelingt es wie keiner anderen, die Freiheit und Wendigkeit der Gedanken in der Sprache zu verwirklichen, indem sie sie herausfordert, auslockert, präzisiert, ja korrigiert. Für die unverdrossene Aufklärerin ist Poesie eine politische und höchst lebendige Erkenntnisform.«

Elke Erb wurde am 18. Februar 1938 in Scherbach, einem kleinen Dorf in der Eifel geboren. 1949 – in ihrem 12. Lebensjahr – übersiedelte sie mit der Familie nach Halle, DDR. Nach dem Studium der Germanistik, Slawistik und Pädagogik arbeitete sie von 1963 bis 1965 als Lektorin beim Mitteldeutschen Verlag. Seit 1966 ist sie freiberuflich als Schriftstellerin und Übersetzerin vorwiegend aus dem Russischen tätig. Ihr reichhaltiges Werk versammelt Lyrik, Kurzprosa, prozessuale Texte, Übersetzungen, Nachdichtungen, Herausgaben. Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter: Peter-Huchel-Preis 1988, Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille 1994, Preis der Literaturhäuser 2011, Ernst-Jandl-Preis 2013, Mörike-Preis der Stadt Fellbach 2018, Bundesverdienstkreuz 2019.

Elke Erbs erste Buchveröffentlichungen waren »Gutachten, Poesie und Prosa« (1975) und »Der Faden der Geduld« (1978). Auswahlbände von ihr erschienen parallel im Westen. Anfang der 80er Jahre nimmt sie Kontakt zur unabhängigen Friedensbewegung auf. Ihre Arbeit an einer Anthologie »inoffizieller Literatur« und ihr Protest gegen die Ausbürgerung des Bürgerrechtlers Roland Jahn führten zur Überwachung durch den Staatssicherheitsdienst. Gemeinsam mit Sascha Anderson gab sie 1985 die aufsehenerregende Anthologie neuerer Literatur in der DDR »Berührung ist nur eine Randerscheinung« heraus, die jedoch nur in der Bundesrepublik erscheinen konnte. 1987 veröffentlichte Erb den von der Kritik als epochal bezeichneten Band »Kastanienallee. Texte und Kommentare«, wofür sie den mit 15.000 DM dotierten Peter-Huchel-Preis erhielt. Erb legt hier die Methodik ihrer prozessualen Schreibweise offen, indem sie jedes Gedicht mit einem Kommentar begleitet – eine Form der poetischen Selbst- und Welterkundung, die zum besonderen Merkmal der Erbschen Texte wird.
Nach der Wende veröffentlichte Elke Erb 1991 den Prosatext »Winkelzüge oder Nicht vermutete, aufschlussreiche Verhältnisse«, 1995 politische, autobiographische und poetologische Reflexionen in dem Band »Der wilde Forst, der tiefe Wald. Auskünfte in Prosa« sowie zahlreiche Gedichtbände: etwa »Sonanz. 5 Minuten-Notate« (2008), »Das Hündle kam weiter auf drein« (2013) oder im letzten Jahr, 2019, »Gedichtverdacht«, ihr jüngster Band mit Gedichten, Notaten, Selbstkommentaren, bei ihrem langjährigen Verleger Urs Engeler.

»Ich bin außerhalb der Form. Und das ist eine Chance und ein Risiko. Die Menschheit geht mit mir ein Risiko ein, ich diene als Risiko«, sagte Elke Erb 1978 in einem Gespräch mit Christa Wolf. Das sieht mehr als 40 Jahre später nicht anders aus.

Elke Erb lebt in Berlin und Wuischke (Sachsen). Sie ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und der Akademie der Künste in Berlin.

Werke
Gedichte und Prosa (Auswahl)
»Gutachten. Poesie und Prosa«. Aufbau Verlag, 1975
»Einer schreit: Nicht! Geschichten und Gedichte«. Wagenbach 1976.
»Der Faden der Geduld«. Mit einem Gespräch zwischen Christa Wolf und Elke Erb. Aufbau Verlag, 1978
»Trost. Gedichte und Prosa«. Auswahl und Einleitung: Sarah Kirsch. Deutsche Verlagsanstalt 1982.
»Vexierbild«. Aufbau Verlag 1983
»Kastanienallee. Texte und Kommentare«. Aufbau Verlag 1987
»Winkelzüge oder Nicht vermutete, aufschlußreiche Verhältnisse«. Galrev, 1991
Poet’s Corner 3: »Elke Erb«. Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße, 1991
»Unschuld, du Licht meiner Augen. Gedichte«. Steidl Verlag 1994
»Der wilde Forst, der tiefe Wald. Auskünfte in Prosa«. Steidl Verlag 1995.
»Mensch sein, nicht. Gedichte und andere Tagebuchnotizen«. Urs Engeler Editor, 1998
»Sachverstand«. Urs Engeler Editor, 2000
»die crux«. Urs Engeler Editor, 2003
»Gänsesommer«. Urs Engeler Editor, 2005
»Sonanz. 5-Minuten-Notate«. Urs Engeler Editor, 2008
»Meins«. roughbook#006 bei Engeler, 2010
»Das Hündle kam weiter auf drein«. roughbook#028 bei Engeler, 2013
»Sonnenklar«. roughbook#032 bei Engeler, 2015
»Gedichte und Kommentare«. poetenladen, 2016
»Sonnenklar Meins: Das Hündle kam weiter auf drein«, bei Engeler, 2018 »Gedichtverdacht«. roughbook#048 bei Engeler, 2019

Auszeichnungen:
1988 Peter-Huchel-Preis für Kastanienallee
1990 Heinrich-Mann-Preis (zusammen mit Adolf Endler)
1993 Ehrengabe der Schillerstiftung
1994 Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille
1995 Erich-Fried-Preis
1995 Ida-Dehmel-Preis
1999 Norbert-C.-Kaser-Preis
1999 F.-C.-Weiskopf-Preis der Akademie der Künste Berlin
2007 Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft BDI
2011 Preis der Literaturhäuser
2011 Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung
2012 Roswitha-Preis
2012 Georg-Trakl-Preis für Lyrik
2013 Ernst-Jandl-Preis
2014 Anke Bennholdt-Thomsen-Preis für Lyrik der Deutschen Schillerstiftung
2016 Liliencron-Dozentur für Lyrik
2018 Mörike-Preis der Stadt Fellbach
2019 Bundesverdienstkreuz

QUELLE: DEUTSCHE AKADEMIE, Pressemitteilung